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Rundreise in sechs Tagen: Andalusiens Osten

Von großen Städten zu kleinen Bergdörfern, von einsamen Stränden zum geschäftigen Balcón de Europa, der Osten Andalusiens präsentiert sich mit einer Vielzahl an Erlebnissen und Eindrücken. Einzigartige Landschaften wie El Torcal, Cabo de Gata und die Alpujarras gehören ebenso zu dieser Rundreise wie die königlichen Paläste der Alhambra, die mit ihren maurischen Einflüssen auf faszinierende Art und Weise das Gefühl von Tausendundeiner Nacht wieder aufleben lassen. Wer mag, kann in Granada noch eine Extra-Nacht einlegen, um weitere Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Anreise

Flughäfen befinden sich unter anderem in den Städten Málaga-Costa del Sol, Sevilla, Granada, Córdoba und Almería. Der Flughafen Málaga-Costa del Sol mit seinen regelmäßigen und preiswerten Flugverbindungen ist ein guter Start- und Endpunkt der Rundreise. Hier finden sich auch zahlreiche Mietwagenfirmen.

1. Tag: El Torcal und Granada

Nach Ankunft am Flughafen Málaga geht es mit dem Mietwagen weiter in Richtung Norden. Erster Halt ist das Naturschutzgebiet El Torcal, ein Karstgebiet mit faszinierenden Gesteinsformationen. Den Park erkundet man am besten zu Fuß über die ausgeschilderte grüne Strecke. Dann geht es weiter mit dem Auto bis nach Granada (1), wo man den ersten Tag in der Altstadt auf dem Albaícin und den Sacromonte mit Blick auf die Alhambra bei einem kühlen Glas Wein ausklingen lassen kann.

Highlights

Grüner Wanderweg durch El Torcal, ca. 1,5 km (45 min) durch ein verwirrendes Labyrinth aus verwitterten Felsformationen. Startpunkt ist das Besucherzentrum.

Das Altstadtviertel Albaicín verzaubert mit verwinkelten Gassen, engen Aufstiegen und kleinen Plätzen, die die Stadt überblicken

Im Viertel Sacromonte findest du noch Höhlenwohnungen

Vom Mirador San Miguel Alto unterhalb der Ermita hat man den besten Blick über Granada mit den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada im Hintergrund

 

2. Tag: Granada

Der Tag in Granada (2) beginnt mit einem Besuch der Alhambra, des Komplexes aus Palästen und Gärten auf dem Berg über der Stadt. Anschließend lohnt ein Besuch der Kathedrale, der Capilla Real und des Real Monasterio de San Jerónimo, die alle nah beieinander liegen. Den Abend ausklingen lassen kann man zum Beispiel in einer der Tapasbars entlang der Calle Pedro Antonio de Alarcon, nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt.

Highlights

Der Komplex der Alhambra mit den Gärten des Sommerpalastes Generalife und den Nasriden-Palästen ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Granada. Man benötigt ca. einen halben Tag für den Besuch. Tickets müssen unbedingt so früh wie möglich online bestellt werden, denn die Attraktion ist in der Regel auf Wochen ausgebucht.

Das Real Monasterio de San Jerónimo ist ein geschichtsträchtiges Kloster mit einer prunkvoll ausgestalteten Barockkirche

Die Capilla Real in der Nähe der Kathedrale wurde Anfang des 16. Jahrhunderts fertiggestellt und ist letzte Ruhestätte der Katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon

Weiterreise

Am zweiten Morgen in Granada geht es weiter über die kleine Stadt Guadix mit ihren Höhlenwohnungen bis zur Hafenstadt Almería.

Distanz Granada–Guadix: 53 km, 50 min, via A92.

Distanz Guadix–Almería: 112 km, 1 h 10 min, via A92.

3. Tag: Guadix und Almería

Am Morgen verlässt du Granada in Richtung Norden und steuerst die kleine Stadt Guadix (3) an. Hier kannst du die faszinierenden Höhlenwohnungen besichtigen, die auch heute noch bewohnt werden. Hinter Guadix beginnt die staubige Wüstenlandschaft von Tabernas, der einzigen Wüste Europas. Anschließend geht es weiter nach Almería, wo du die große Maurenburg Alcazaba aus dem 10. Jahrhundert besichtigen kannst. Sie ist die zweitgrößte in Andalusien nach der Alhambra von Granada.

Highlights

Die Höhlenwohnungen von Guadix, die man gegen eine kleine Spende an die Bewohner von innen besichtigen kann

Karge Felsen, ausgetrocknete Flussbetten, kreisende Geier: Eine Fahrt durch die Wüste von Tabernas ist wie ein Kurztrip in den Wilden Westen Amerikas.

Die Alcazaba in Almería ist die zweitgrößte Burg der Mauren in Andalusien und gibt dank laufenden Ausgrabungsarbeiten tiefe Einblicke in die Siedlungsstrukturen der maurischen Bewohner Almerías

Weiterreise

Am nächsten Morgen wird als Ausflug von Almería aus mit dem Auto der Naturpark Cabo de Gata mit seinen einsamen Stränden, verlassenen Ortschaften und verträumten Dörfern erkundet. Am Abend geht es wieder zurück nach Almería.

Distanz Almería–Carboneras: 66 km, 50 min, via A7 und AL5105.

Distanz Carboneras–Besucherzentrum Cabo de Gata: 67 km, 60 min, via A7, AL5105, N341, AL3111, AL3115.

Distanz Besucherzentrum Cabo de Gata–Almería: 37 km, 50 min, via AL3115.

4. Tag: Rundfahrt Cabo de Gata

Der Naturpark Cabo de Gata (4) hat keine durchgehenden Straßen entlang der Küste, weswegen der Park nicht als Rundreise erkundet werden kann. Am besten fährt man daher zwei unterschiedliche Punkte innerhalb des Parks an. Empfehlenswert ist zum Beispiel ein Besuch des Ortes Carboneras im Norden mit seinem Strand, der Burg San Andreas und dem erloschenen Vulkan Mesa Roldán. Anschließend geht es weiter nach Süden zum Besucherzentrum des Naturparks Cabo de Gata – eine landschaftlich schöne Strecke mit Salzpfannen, Leuchttürmen, einsamen Stränden und verlassenen Dörfern. Wer mag, kann von hier aus noch weiter wandern bis zum Dorf San José und dort zu Abend essen. Anschließend Rückkehr nach Almería.

Highlights

Playa de los Genoveses ist ein unberührter Sandstrand mit spannenden Vulkansteinformationen, perfekt für ein Picknick in unberührter Natur

Der Strand Playa de Mónsul ist bekannt geworden durch den Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Er wird eingerahmt von stark verwitterten Lavasteinen und hohen Dünen. Markant ist der große Felsen, der wie verloren in der Brandung steht.

Mit Kayaks die Klippen vom kristallklaren Wasser aus erkunden. Ein Verleih findet sich zum Beispiel einige Kilometer vor dem Besucherzentrum.

Atemberaubende Landschaften und mit etwas Glück pinkfarbene Flamingos im August findet ihr in den Salinas del Cabo de Gata

Schnorcheln und Tauchen vor dem Playa Los Escudos nördlich von Carboneras

Weiterreise

Nach einem ausgiebigen Tag im Naturreservat geht es zurück nach Almería. 

5. Tag: Las Alpujarras

Von Almería aus geht es am nächsten Morgen in die Berge, nämlich zu den malerischen Bergdörfern der Alpujarras (5). Diese waren die letzten Rückzugsorte der Mauren nach der Reconquista und haben vieles ihrer Ursprünglichkeit bis heute beibehalten können. Die Alpujarras sind gewissermaßen ein Pilgerort für Feinschmecker und Naturliebhaber. Einen kompakten Einblick erhält man mit dem Besuch der drei Dörfer Pampaneira, Bubión und Capileira, die immer ursprünglicher werden, je weiter man den Berg hinauffährt. Wer mag, kann das Auto auch stehenlassen und die Region erwandern. In den familiengeführten Restaurants können leckere hausgemachte deftige Gerichte der Region probiert werden, zum Beispiel Zicklein, Kaninchen oder Schinken.

Highlights

Ein Besuch des Taller Textil Mercedes Carrascosa, wo auf riesigen Webstühlen farbenfrohe Decken und Wandteppiche vor den Augen der Besucher hergestellt werden (Calle Alguila 2, Pampaneira)

Drinks mit Aussicht in der Taberna del Culpable in Bubión

Besuch des Heimatkundemuseums Pedro Antonio de Alcarón in Capileira

Weiterreise

Von den Bergen aus geht es zurück an die Küste in den beliebten Badeort Nerja an der östlichen Costa del Sol.

Distanz Almería–Pampaneira: 147 km, 2 h, via A7, A44, A346, A348 und A4132.

Distanz Pampaneira–Bubión: 4 km, 7 min, via A4132 und A4129.

Distanz Bubión–Capileira: 4 km, 2 min, via A4129.

Distanz Capileira–Nerja: 80 km, 1 h 30 min, via A346 und A7.

6. Tag: Nerja und Málaga

Der Badeort Nerja (6) zählt zu den beliebtesten Badeorten an der östlichen Costa del Sol. In ihrem Zentrum befindet sich der Balcón de Europa, eine Aussichtsterrasse mit herrlichem Blick über das blaue Mittelmeer. In den Restaurants des Ortes werden köstliche Meeresfrüchte und kühle Getränke angeboten, die Geschäfte der Altstadt laden zum Bummeln ein. Außerhalb von Nerja befinden sich die berühmten Höhlen mit ihren Spuren frühmenschlicher Besiedelung. Frigiliana ist ein weiterer Ausflugspunkt vor den Toren von Nerja, den man unbedingt bei einer Rundreise besuchen sollte. Von dort geht es weiter in die Regionalhauptstadt Málaga, von wo aus man am nächsten Tag den Mietwagen wieder abgeben und nach Hause fliegen kann. Die Reise ausklingen lassen solltest du mit einem Besuch der Bar El Pimpi in Málagas Altstadt.

Highlights

Balcón de Europa in Nerja, eine spektakuläre Aussichtsterrasse mit Blick über die Strände und das Mittelmeer

Die Höhlen von Nerja spielen eine wichtige Rolle im Verständnis der Frühbesiedelung der Iberischen Halbinsel. Neben Wandmalereien, Tonscherben und Knochen wurden hier auch interessante Stalagmiten und andere Felsformationen gefunden. Letztere können besichtigt werden.

Das weiße Dorf Frigiliana liegt nur wenige Kilometer außerhalb von Nerja und lohnt einen kurzen Besuch

Die Alcazaba in Málaga, maurischer Palast aus dem 10.-15. Jahrhundert, ist eine der am besten erhaltenen Alcazabas in Spanien. Dahinter liegt auf dem Gibralfaro eine stattliche Burganlage, ebenfalls von den Mauren angelegt.

Museo Picasso: Zu Ehren von Málaga berühmtestem Kind, Pablo Picasso, hat die Stadt eine Ausstellung mit 285 Werken zusammengetragen, die in einem umgebauten Palast am Plaza de la Merced ausgestellt werden

Weiterreise

Distanz Nerja–Málaga: 67 km, 1 h, via A7.

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