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Rundreise in acht Tagen: Andalusiens Westen

Diese etwas längere Rundreise durch den Westen Andalusiens führt über die temperamentvolle Stadt Sevilla bis zur Atlantikküste. Unberührte Feuchtgebiete der Coto de Doñana und die endlosen Sandstrände der Costa de la Luz bilden das Umfeld der freundlichen Hafenstadt Cádiz. Vom tiefen Süden Spaniens aus blicken wir bis auf den afrikanischen Kontinent, bevor wir die ländliche Idylle Weißer Dörfer im Inland der Costa del Sol kennen lernen. Den Abschluss bildet die Stadt Málaga mit ihrer attraktiven Innenstadt und der maurischen Alcazaba.

Anreise

Flughäfen befinden sich unter anderem in den Städten Málaga-Costa del Sol, Sevilla, Granada, Córdoba und Almería. Der Flughafen Málaga-Costa del Sol mit seinen regelmäßigen und preiswerten Flugverbindungen ist ein guter Start- und Endpunkt der Rundreise. Hier finden sich auch zahlreiche Mietwagenfirmen.

1. Tag: Córdoba

Die Stadt Córdoba (1) blickt auf eine lange und ruhmreiche Geschichte zurück und galt lange Zeit als Nabel der Welt. Am besten parkst du das Auto im Stadtteil Sur und betrittst zu Fuß die Altstadt über die alte Römerbrücke, von wo aus du ein schönes Panorama auf die historische Altstadt hast. Die Innenstadt ist gut zu Fuß zu erkunden, die ältesten und interessantesten Teile liegen in Nähe des Flusses Guadalquivir. In der Calle Alfonso XIII y Alfaros in der Nähe des Rathauses findet man besonders am Wochenende am Abend viel Livemusik.

Highlights in Córdoba

Die Mezquita-Catedral ist eine ehemalige Moschee, in deren Mitte sich eine christliche Kathedrale befindet. Sie vereint auf einzigartige Art und Weise die maurischen Wurzeln Andalusiens mit den Einflüssen der christlichen Eroberer

Der Alcázar de los Reyes Cristianos ist eine trutzige Burg mit einem herrlich erfrischenden Garten voller Wasserspiele und schattenspendenden Orangenbäumen

Weiterreise

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Sevilla für den Besuch des Königspalastes Real Alcázar und einen Aufstieg auf die Giralda.

Distanz Córdoba–Sevilla: 141 km, ca. 1 h 40 min, via E5 und A4.

2. und 3. Tag: Sevilla

Die Innenstadt von Sevilla (2) liegt am Fluss Guadalquivir und kann gut zu Fuß erkundet werden. Zu den Highlights zählen der Real Alcázar im Süden, das architektonisch interessante Parasol Metropol und die Kathedrale mit der Giralda. Am Torre del Oro legen Flusskreuzfahrten ab. Am Abend solltest du unbedingt das Viertel Triana besuchen, das sich am gegenüberliegenden Flussufer befindet. Keine andere Stadt in Andalusien ist so voller Feuer wie Sevilla, deshalb sollte man die Stadt nicht verlassen ohne einen Besuch der zahlreichen Flamenco-Bars.

Vor den Toren der Stadt befindet sich der kleine Ort Santiponce (3) mit dem beeindruckenden römischen Amphitheater der Ausgrabungsstätte Itálica.

Highlights

Die Alcázar von Sevilla ist ein Königspalast im einzigartigen Mudejár-Stil mit einem angeschlossenen Parkgelände

Vom Turm der Kathedrale aus, der Giralda, hast du einen einzigartigen Ausblick über die Stadt

Der für die Ibero-Amerika-Ausstellung angelegte Plaza de España verzaubert durch schöne Architektur und eine stimmungsvolle Atmosphäre am Abend

Flamenco in seiner reinsten Form, in einem vollgestopften Club voller multisensorischer Erlebnisse findest du zum Beispiel im Casa de la Guitara (Calle Mesón del Morro 12)

Der Metropol Parasol ist ein modernes architektonisches Meisterwerk aus Holz und Stahl. Per Lift gelangt man schnell auf das Dach der wellenförmigen Konstruktion, von wo aus man einen erstklassigen Blick auf die Stadt genießt

Das Amphitheater von Itálica zählte einmal zu den wichtigsten Orten in der Region Hispanien des Römischen Reichs. Es diente auch als Drehort für die Fernsehserie Game of Thrones. Die Ruinen der Stadt befinden sich im heutigen Santiponce, nur wenige Kilometer außerhalb von Sevilla

Weiterreise

Von Sevilla geht es weiter in den kleinen Pilgerort El Rocío und anschließend in den Nationalpark Coto de Doñana. Der Tag endet in Cádiz.

Distanz Sevilla–El Rocío: 83 km, 1 h, via A49 und A483.

Distanz El Rocío–El Acebuche (Cota de Doñana): 17 km, 18 min, via A483.

Distanz El Acebuche–Cádiz: 212 km, 2 h 15 min, via A483, A49, E5.

 

4. Tag: Coto de Doñana

Vor dem Besuch des Nationalparks Coto de Doñana (4) legen wir noch einen kleinen Zwischenstopp in dem Wallfahrtsort El Rocío ein. Die relativ junge Wallfahrtskirche zählt zu den schönsten Kirchen in ganz Andalusien. Der Ort selbst ist ebenfalls interessant, dank der großen Gemeinschaft von Pferdeliebhabern, die gern die sandbedeckten Straßen von El Rocío auf und ab reiten. Nur wenige Kilometer weiter erreicht man schon das Besucherzentrum der Coto de Doñana, El Acebuche, wo man sich über mögliche Wanderrouten durch den streng geschützten Nationalpark informieren kann. Beachtet die saisonalen Unterschiede innerhalb des Parks und fragt nach Aussichtsmöglichkeiten in der Nähe von bestehenden Wasserplätzen. Den Abend könnt ihr in einer der Bars in Cádiz bei Meeresfrüchten und Fisch ausklingen lassen.

Highlights

El Rocío mit der Wallfahrtskirche Ermita El Rocío am Rande des Nationalparks, die sich auf ganz zauberhafte Art und Weise im Wasser spiegelt. Zu Pfingsten ist dies eine beliebte Pilgerstätte

Der Nationalpark Coto de Doñana, weitläufige Feuchtgebiete im Mündungsdelta des Guadalquivir und eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete Europas

5. Tag: Cádiz

Der Tag beginnt in Cádiz (5) mit einem Besuch der zauberhaften Altstadt, deren barocker Glanz aus Zeiten des Überseehandels mit Südamerika noch schön zu erkennen ist. Die vorgelagerte Festung Castillo de San Sebastián lädt ein zu einem erfrischenden Spaziergang entlang der Landzunge, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen kann. Ein ebenfalls gelungener Aussichtspunkt ist der Torre Tavira, einer der Hundert Wachtürme der Stadt. In den vielen Bars in der Altstadt von El Populo kann man die lokale Palette an Tapas und Weinen durchprobieren und dabei wunderbar die Leute beobachten.

Highlights

Castillo San Sebastian, ehemaliges Fort zum Schutz des Hafens, heute größtenteils leer und nur für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt

Torre Tavira ist ein Wachturm aus dem 17. Jahrhundert, der höchste der Stadt. Der beste Platz, um einen Blick auf die anderen 100 Wohn- und Wachtürme der Kaufleute von Cádiz zu werfen. Im Inneren befindet sich eine Camera Obscura

Die Kathedrale von Cádiz mit ihrer goldgelben Kuppel stammt aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert und überwältigt mit ihrer Luftigkeit und Nähe zum blauen Mittelmeer

Zum Bummeln besuchst du am besten den Plaza de las Flores, den Blumenmarkt, der gleich an die große Markthalle, ebenfalls ein lebhafter Einkaufsort, anschließt

Weiterreise

Von Cádiz aus geht es um die Südspitze Spaniens herum bis an die westliche Costa del Sol nach Marbella. Der Naturpark Del Estrecho eröffnet schöne Ausblicke über die Straße von Gibraltar hinweg auf den afrikanischen Kontinent. Auf dem Weg liegt außerdem die römische Ausgrabungsstätte von Bolonia.

Distanz Cádiz–Bolonia: 96 km, 1 h 15 min, via A48 und N340

Distanz Bolonia–Marbella: 124 km, 1 h 40 min, via N340 und AP7.

6. Tag: Bolonia, Naturpark Del Estrecho und Marbella

Am nächsten Morgen geht es Richtung Süden, die Costa de la Luz hinunter, bis zum kleinen Fischerort Bolonia (6). Hier findest du direkt am Strand eine sehr gut erhaltene römische Ausgrabungsstätte namens Baelo Claudia. Die N340 führt weiter Richtung Süden, vorbei an herrlichen Sandstränden voller Kite-Surfer bis um die Südspitze Spaniens herum. Hinter Tarifa erblickt man viele Windkrafträder, die sich die starken Winde zwischen Atlantik und Mittelmeer zunutze machen. Der Tag endet im Badeort Marbella. Auf dem Plaza de los Naranjos in der kleinen, aber hübschen Altstadt kann man sich bei einem Krug Sangria unter die Leute mischen.

Highlights

Die Römerstadt Baelo Claudia liegt direkt am Strand und bietet einen umfangreichen Einblick in den antiken Städtebau

Der Mirador Del Estrecho befindet sich an einem günstigen Punkt entlang der N-340. Von hier aus könnt ihr in Ruhe den Ausblick bis nach Afrika genießen

Marbella mit seinem Jachthafen und der hübschen Altstadt ist ideal für einen entspannten Abend bei kühlen Drinks und leckeren Tapas, zum Beispiel auf dem Plaza de los Naranjos mit seinen Orangenbäumen oder rund um den Jachthafen Puerto Banús

Weiterreise

Marbella ist ein ausgezeichneter Startpunkt für die Fahrt ins Inland. Von hier aus besuchen wir am nächsten Tag drei der weißen Dörfer Andalusiens und erkunden die ländliche Seite Andalusiens.

Distanz Marbella–Ronda: 63 km, 1 h, via A7 und A397.

Distanz Ronda–Setenil de las Bodegas: 18 km, 30 min, via A428, MA7403 und CA422.

Distanz Setenil de las Bodegas–Mijas: 95 km, 1 h 30 min, via A357. 

7. Tag: Ronda, Setenil de las Bodegas und Mijas

Von Marbella aus fahren wir ins Inland zu den Ortschaften Ronda (7), Setenil de las Bodegas und Mijas. Die Strecke führt dabei an steilen Berghängen entlang, durch Täler, vorbei an Feldern mit Obst- und Olivenbäumen. Der Ort Ronda ist der bekannteste der drei Ziele, besonders dank der spektakulären Brücke Puente Nuevo, die die Schlucht des Tajo überbrückt. Zahlreiche Restaurants in Ronda bieten Aussichtsterrassen an und servieren köstliche lokale Mahlzeiten. Der nächste Ort, Setenil de las Bodegas, ist weniger bei Touristen bekannt, bezaubert aber mit seinen Höhlenwohnungen, die sich in den Klippen entlang des Flusses Río Guadalporcún reihen. Der letzte Ort, das exklusive Mijas, verzaubert mit weiß getünchten Häusern und Terrassen, von denen aus man über die Costa del Sol bis zum Mittelmeer blicken kann.

Highlights

Ronda mit seiner Puente Nuevo, den Arabischen Bädern und dem Museum Lara

Die Höhlenwohnungen in Setenil de las Bodegas sowie die typische Altstadt aus steilen Gassen und weißen Häusern

Altstadt und Aussichtsterrassen in Mijas sowie die historischen Gebäude wie die kleine Kapelle Ermita Virgen de la Peña sowie die Reste der Maurenfestung

Weiterreise

Nach einer Übernachtung im romantischen Mijas geht es zur letzten Station der Rundreise, der Hafenstadt Málaga. Am besten stellt man das Mietauto beim Verleiher am Flughafen ab und reist mit dem Zug ganz bequem weiter bis in die Innenstadt von Málaga.

Distanz Mijas–Málaga: 35 km, 35 min, via A387 und A7.

8. Tag: Málaga

Die Rundreise endet mit einem Rundgang durch die quirlige Hafenstadt Málaga (8), die man von der Mietwagen-Abgabestation am Flughafen aus bequem mit dem Zug erreichen kann. Hoch über der Altstadt liegt der Maurenpalast Alcazaba, von wo aus du eine schöne Aussicht auf die Innenstadt und den Hafen hast. Alle Sehenswürdigkeiten finden sich in der sehr schön gestalteten Altstadt und am modernisierten Hafen. Für ein Glas Wein mit Tapas und lokalen Köstlichkeiten besuchst du am besten das El Pimpi mitten in der Innenstadt. Rückkehr zum Flughafen am nächsten Tag per Zug.

Highlights in Málaga:

Die Alcazaba, maurischer Palast aus dem 10.–15. Jahrhundert, eine der am besten erhaltenen Alcazabas in Spanien

Museo Picasso: Zu Ehren von Málagas berühmtesten Kind, Pablo Picasso, hat die Stadt eine Ausstellung mit 285 Werken zusammengetragen, die in einem umgebauten Palast am Plaza de la Merced ausgestellt werden

Kathedrale: Die prachtvolle Renaissance-Kathedrale wird aufgrund ihres fehlenden zweiten Turms auch La Manquita, die Einarmige, genannt

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