Andalusien Alle

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Sport

Wassersport

Tarifa ist einer der attraktivsten Surfspots in ganz Europa. Die Meerenge von Gibraltar wirkt wie ein Windkanal und ist daher ideal für anspruchsvolle Wind- und Kitesurfer. Surfschulen haben sich nordwestlich von Tarifa entlang der N 340 am Strand Richtung Punta Paloma niedergelassen, z. B. Spin Out (Ctra. Cádiz km 75,5 | Playa de Valdevaqueros | Tel. 9 56 23 63 53 | tarifaspinout.com) oder Escuela Dos Mares (Ctra. Cádiz km 79,5 | La Costa | Tel. 9 56 68 40 35 | escueladosmares.com). Wer leichtere Brisen vorzieht, fährt an die Mittelmeerküste. Roquetas de Mar an der Costa de Almería hat das breiteste Angebot für Windsurfer. Wellenreiter treffen sich in El Palmar bei Conil. Zahlreiche Verleiher fürs Stand-up-Paddling findest du in den großen Touristenzentren am Mittelmeer; auf dem Atlantik brauchst du wegen Wind und Wellen schon etwas mehr SUP-Erfahrung.

Viele landen auf der Suche nach dem nächsten Adrenalinkick beim Parasailing und lassen sich mit einem steuerbaren Fallschirm vom Boot ziehen. Vor allem an den Mittelmeerstränden ist dieser Funsport der neusten Generation populär.

Segler finden ihre Heimat in den zahlreichen Sporthäfen (marinasdeanda lucia.com) entlang der andalusischen Küsten, wo natürlich auch Boote jeder Kategorie verliehen werden.

Tauchen

An vielen Küstenorten kannst du tief ins Meer eintauchen. Besonders eindrucksvoll ist die Unterwasserlandschaft im Meeresnaturpark zwischen Carboneras und Cabo de Gata. Erfahrene Taucher locken vor allem die Schiffswracks in der Meerenge von Gibraltar. Interessant ist auch das Revier bei Nerja. Empfehlenswerte Anbieter sind z. B. Isub (C/ Babor 3 | San José | Tel. 9 50 38 00 04 | isubsanjose.com) im Naturpark Cabo de Gata sowie an der Costa del Sol Buceo Costa Nerja (Playa Burriana | Tel. 9 52 52 86 10 | nerjadiving.com) in Nerja und Happy Diver’s Club (Atalaya Park Hotel | Ctra. de Cádiz km 168,5 | Tel. 6 09 57 19 20 | happy-divers-marbella.com) in Estepona.

Golf

In keiner Region Europas finden sich so viele Golfplätze auf so engem Raum wie an der Costa del Sol. Auf der Schnellstraße entlang der Küste erinnern alle paar Kilometer große Schilder daran: „Costa del Sol – Costa del Golf“. Doch auch an anderen Küstenabschnitten und im Landesinneren buhlen immer mehr Gemeinden um die Golftouristen. Mehr als 100 Golfclubs gibt es in Andalusien, darunter ist auch der berühmteste aller spanischen Plätze, der Club Valderrama (valderrama.com) in Sotogrande zwischen Estepona und Gibraltar. Infos über die meist ganzjährig bespielbaren Plätze und Zulassungsbedingungen erhältst du bei der Federación Andaluza de Golf (Tel. 9 52 22 55 90 | rfga.org) und auf der Website golfinspain.com.

Radfahren

Das Gelände in Andalusien ist vielerorts bergig und ziemlich fordernd für Radfahrer. Interessant sind die vías verdes, ehemalige Bahnstrecken, die zu Rad- und Wanderwegen ausgebaut wurden. Es geht über alte Brücken und durch Tunnel. Derzeit sind 28 Routen in Betrieb, Infos zu Mietstationen und zum Routenverlauf auf viasverdes.com. Für Mountainbiker interessant: Im Sommer bietet der Sierra Nevada Bike Park (sierranevadabikepark.com) zwei Lifte zu acht verschiedenen Trails an. Einmal durch ganz Andalusien führt eine rund 2000 km lange Rundtour – oft durch einmalige Naturparks. Transandalus (transandalus.org) heißt diese Marathontour. Ohne Bikenavi ist man allerdings verloren. Es gibt keine Beschilderung, dafür aber GPS-Routen, die man sich umsonst herunterladen kann.

Reiten

Zahlreiche k Reiterhöfe (picaderos) bieten geführte Ausritte an – an der Küste entlang, über Stierweiden und Wege der Naturparks, für ein paar Stunden oder auch mehrere Tage lang mit Übernachtungen. Angebote für Reiterferien findest du u. a. bei Pferd und Reiter (pferdreiter.de) oder auf reiten.de. Auf artgerechte Haltung und iberische Reitweise legen Aventura Ecuestre (Hotel Dos Mares | Tel. 9 56 23 66 32 | aventuraecuestre.com) in Tarifa und Rancho La Paz (Tel. 9 52 59 02 64 | rancho-la-paz.com) in Torreblanca bei Fuengirola besonderen Wert.

Wandern

Ob entlang der Küste, durch Wälder oder hoch oben im Gebirge, Wanderwege durchziehen Andalusien fast flächendeckend; allerdings sind viele nicht gut oder gar nicht markiert. Sehr praktisch zur Orientierung sind die Onlinekarten des Nationalen Geografischen Instituts (ign.es/iberpix2/visor). Neben Kartenmaterial halten u. a. die folgenden centros de interpretación in den Naturparks auch Routenvorschläge bereit:

– Sierra de Aracena: Plaza Alta | Aracena | Tel. 9 59 12 95 53 | sierradearacena.com

– Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas: Ctra. del Tranco A 319 km 48 | Santiago- Pontones | Tel. 9 53 71 30 17 | sierrasdecazorlaseguraylasvillas.es

– Sierra de Grazalema: C/ Federico García Lorca 1 | El Bosque | Tel. 9 56 70 97 33 | turismograzalema.com

– Sierra Nevada: Ctra. de la Sierra Nevada km 23 | Güéjar Sierra | Tel. 9 58 34 06 25 | Facebook: CV.ElDornajoAND

Klettern

Klettern ist in Andalusien sehr angesagt – jedes Jahr werden zahlreiche neue Routen angelegt. Das Gebiet rund um den Caminito del Rey in der Garganta del Chorro im Hinterland von Málaga lockt auch internationale Kletterfreaks. Weitere beliebte Reviere sind der Cañón de Teba, die Cala del Moral, die Sierra de Grazalema, die Sierra de San Bartolomé bei Tarifa und der Barranco de Cacín bei Fondón. Eine spanische Suchmaschine für Kletterschulen findet sich auf escuelasdeescalada.com.

Canyoning und Höhlenklettern

Kletternd, schwimmend, springend einem Wasserlauf durch eine Schlucht folgen, auch Ausrüstung zum Abseilen ist häufig noch vonnöten – klar, dass man da auf unbekanntem Terrain eine Tour bei einem Outdoor-Anbieter bucht, z. B. bei Tuur Canyoning (Tel. 6 99 19 91 58 | canyoningmalaga.com). Beliebte Schluchten sind der Río Verde bei Almuñécar, der Cañón de las Buitreras am Naturpark Los Alcornocales, der Barranco de Jorox in der Sierra de las Nieves sowie die Garganta Verde in der Sierra de Grazalema.

Lässt sich das noch toppen? Klar, begib dich als espeleólogo auf die aktive Erforschung schummriger Höhlenwelten, natürlich nur mit spezieller Ausrüstung und Sicherungstechnik! Geführte Touren bieten u. a. Club Cabra Loca (clubcabraloca.com) oder Sur Activa (aventurasuractiva.com) an. Spannende Höhlensysteme gibt es z. B. in der Sierra de Grazalema oder der Sierra de las Nieves.

Paragliding

Von der thermischen Strömung getragen, schwebst du über die Sierra Nevada oder andere grandiose Landschaften Andalusiens. In allen Provinzen gibt es zahlreiche Parapente-Schulen, die das ganze Jahr über arbeiten; sie sind in der Federación Andaluza de los Deportes Aéreos (feada.org) organisiert.

Skifahren

Die Sierra Nevada vor den Toren Granadas ist das südlichste Skigebiet Europas mit 124 Pisten von insgesamt gut 100 km Länge. An Winterwochenenden von Dezember bis April ist auf der per Auto gut erreichbaren Skistation Pradollano (Skipass ab 39 Euro | sierranevada.es) auf gut 2000 m Höhe die kalte Hölle los.

Essen & Trinken

Wer da nicht wach wird! Mit einem tiefschwarzen Kaffee, den selbst der üppige Zusatz von heißer Milch nur in ein dunkles Braun verwandeln kann, begrüßt man in Andalusien den neuen Tag. Oft gibt es dazu nur ein bollo, ein süßes Gebäckstück, oder eine tostada, eine Scheibe geröstetes Weißbrot, die man mit Butter und Marmelade oder Öl, Salz und Tomatenpüree isst.

Süß in den Tag

Die spanische Variante des französischen Croissants, der cruasán, ist kaum ohne Zuckerglasur zu bekommen. Weil er so richtig schön klebt, isst man ihn besser mit Messer und Gabel. Probier unbedingt einmal churros con chocolate (frittierte Teigkringel mit dickflüssigem Kakao) als morgendliche Grundlage für einen gut gelaunten Tag!

Tapas gehen immer

Gegen 11 Uhr vormittags verlassen die Andalusier ihre Büros fürs zweite Frühstück. Das ähnelt zwar im Prinzip dem ersten, doch mancher bestellt auch schon eine caña, ein kleines Bier, und nimmt dazu eine Tapa, eine herzhafte Kleinigkeit als Snack. In vielen andalusischen Bars, die meist eine Mischung aus Kneipe und Cafeteria sind, gibts eine Tapa gratis zu Softdrinks und alkoholischen Getränken. Wenn du mehr bestellen willst, zeig einfach auf das Angebot unter der Glasvitrine auf dem Tresen und bitte um una tapa de eso – eine Tapa von dem hier. Was die Bars und Restaurants als Tapas (tapa bezeichnet die Menge, nicht die Art des Essens) im Angebot haben, kannst du auch als ración (große Portion) für mehrere Personen bestellen. Wenn du allein bist, reicht eine halbe Portion (media ración). Wer am Strand Hunger bekommt, bestellt sich einfach beim nächsten chiringuito, einem Strandimbiss, ein paar Tapas.

Später Hunger

Zeit zum Mittagessen ist es erst zwischen 14 und 16.30 Uhr. Mittagsmenüs (menú del día) bieten Restaurants überall in Andalusien ab etwa 10 Euro an. Dafür hast du die Wahl zwischen meist drei verschiedenen Vorspeisen (primero) und drei Hauptgerichten (segundo); Nachtisch und ein einfacher Wein sind meist inbegriffen. Je mehr Einheimische an den Tischen sitzen, desto vertrauenswürdiger ist das Lokal. Zum Abendessen setzen sich die Andalusier frühestens um 21 Uhr an den Tisch, im Sommer eher noch später. Es kann dir in Sevilla passieren, dass du am Wochenende um 22 Uhr ein Restaurant betrittst und eine Stunde lang der einzige Gast bist, bis sich der Laden dann schlagartig füllt. Langeweile kommt in der andalusischen Küche so schnell nicht auf, je nach Region wechselt auch die Speisekarte. Lamm und Wild schmecken im bergigen Hinterland besonders gut. Fisch und Meeresfrüchte sind überall dort zu finden, wo das Meer nah ist. Gambas und langostinos aus Sanlúcar de Barrameda oder roter Thunfisch (atún rojo de almadraba) von der Costa de la Luz um Conil sind in ganz Spanien bekannt.

Dass die traditionelle Küche eher einfach daherkommt, spricht für die Qualität ihrer Zutaten. Fast immer sind Tomaten, Paprika und Knoblauch beteiligt. Hauptgerichte kommen in der Regel ohne große Beilagen auf den Tisch. Ein wenig Salat, ein paar dick geschnittene Pommes frites, das wars. Ihre besondere Note erhalten die Speisen durchs reichlich verwendete Olivenöl, das einzige Öl, das Spaniern in die Pfanne kommt.

Sterneköche

Neben der einfachen, bodenständigen Küche gibt es aber auch die Welt der verfeinerten Genüsse. Küchenchefs vor allem aus dem Baskenland und Katalonien haben die hohe spanische Küche revolutioniert. Auch in Andalusien ist eine Generation junger, engagierter Köche in ihre Fußstapfen getreten wie Dani García in Marbella, José Carlos García in Málaga oder Ángel León in El Puerto de Santa María und Chiclana de la Frontera. Sie mixen Altbekanntes neu zusammen, schlagen aromatische Schäume und schichten Heißes und Kaltes, Lokales und Exotisches zu immer neuen Genüssen.

Im Schinkenparadies

Aus dem Nordwesten Andalusiens stammt der edle jamón ibérico. Für Feinschmecker ist das der beste Schinken der Welt. Achte auf den Zusatz de bellota: Der verspricht besonders zartes Fleisch mit nussigem Aroma, da sich die dunklen Pata-Negra-Schweine in der letzten Phase ihres Lebens in den dehesas, den beweideten Eichenhainen, nur von Eicheln (bellotas) ernähren. Köstlich sind auch Kekse und Gebäck, etwa mit Mandeln, Anis und Olivenöl, die, hergestellt wie in alten Zeiten, in manchen Klöstern verkauft werden.

Frisch vom Faß

Der vino de Jerez – den die Engländer als „Sherry“ bekannt machten – ist ein kräftiger, mit Branntwein versetzter Wein, der auf den kalkhaltigen Böden des Sherrydreiecks von Jerez, El Puerto de Santa María und Sanlúcar de Barrameda wächst. In den Bodegas liegen die Fässer in drei oder vier Reihen übereinander, oben der jüngste, unten der älteste Wein. In Flaschen oder direkt in Gläser abgefüllt wird der Sherry aus der untersten Reihe. Aufgefüllt wird danach mit Wein aus der darüberliegenden Reihe, der sich mit dem älteren Wein mischt. Das geht so weiter bis zu den ganz oben lagernden Fässern, denen schließlich frischer Wein zugegeben wird. Dieses solera genannte System sorgt für den stets gleichbleibenden Geschmack; Jahrgangssherrys gibt es daher nicht. Die bekanntesten Sorten sind der trockene fino und der ebenfalls sehr trockene manzanilla aus Sanlúcar. Beide genießt man gut gekühlt. Lieblicher schmecken amontillado, oloroso und palo cortado. Süß und schwer sind cream und Pedro Ximénez. In den Sherryfässern reifen auch vorzügliche Brandys. Hier gilt: je älter, desto besser.

Shoppen & Stöbern

Sprung in der Schüssel?

In Andalusien findest du garantiert einen neuen cuenco. Typisch für die andalusische Keramik sind schlichte Formen mit verspielten Mustern, meist stilisierte Pflanzenmotive, mit grobem Strich blau, gelb, grün hingemalt. Auf den ersten Blick manchmal ein wenig rustikal-kitschig, auf den zweiten zum Verlieben. Vielseitig verwendbar sind die Azulejos, die maurisch inspirierten Kacheln mit geometrischen Mustern.

Gut eingefädelt

Stilvolle Lederwaren sind das Markenzeichen von Ubrique in der Sierra de Grazalema. Hier ist z. B. Pielfort beheimatet, berühmt für klassische Taschen in schrillen Farben sowie ledergebundene Fotoalben. Valverde del Camino in der Provinz Huelva ist die Stadt der Stiefel, die ein halbes Leben halten. Selbst Ihre Königliche Hoheit Herzogin Kate kauft hier ihre handgemachten Boots.

Modeläden der populären spanischen Marken Desigual und Stradivarius lohnen immer einen Blick, etwas extravaganter, aber immer noch erschwinglich geht es bei Bimba y Lola oder Intropia zu, die du in den größeren Städten findest. Wer nach den neuesten Trends sucht, sollte nach Sevilla fahren und in den kleinen, feinen Szeneboutiquen und auf den Designmärkten stöbern. Kein Zufall, dass die Landeshauptstadt auch die Heimat berühmter Modeschöpfer wie Victorio & Lucchino ist, die gekonnt Tradition und Moderne verbinden.

Hauptsache flüssig

Zu Hause bei einem Glas Sherry Andalusienfotos zu gucken, das macht die Erinnerungen besonders lebendig. Trocken und frisch sind fino und manzanilla. Das pikante, nussige Aroma des bernsteinfarbenen amontillado passt gut zu Tapas mit Käse und Fleisch. Die dunklen und süßen Varianten oloroso und Pedro Ximénez sind ideal zum Dessert.

Wie beim Wein unterscheidet man auch bei gutem Olivenöl, aus welchem Anbaugebiet es stammt. Nimm grundsätzlich nur ein extra natives Olivenöl (aceite de oliva virgen extra). Dass sich Öle aus unterschiedlichen DOs (denominación de origen) auch in Geruch, Farbe und Geschmack unterscheiden, liegt vor allem an der Vielfalt der Sorten. Lass dich am besten in einem Fachgeschäft beraten, etwa in der Casa de Aceite, die gibt es in Baeza und in Úbeda.

Lokale Traditionen

Ein ganz besonderes Kunsthandwerk, das guadamecí brocado, findet man fast nur in Córdoba: Bilder, Kissen, Rahmen aus geprägtem Schmuckleder, silbern grundiert und bunt bemalt. Granada dagegen ist für Intarsienarbeiten bekannt. Vom Allzweckkästchen bis zum Schachbrett gibt es eine große Auswahl. Weniger exklusiv, aber mit höherem Nutzwert: die Decken aus Grazalema und die eigenwilligen jarapas (Flickenteppiche) aus Frigiliana oder den Alpujarras. Souvenirs aus wasserfestem Kork findet man vor allem in Málaga; besonders praktisch: die Korkkrawatte zum Abwischen, da darf der Wein ruhig spritzig sein ...

Glänzend geht auch

Wer es etwas edler mag, findet in Córdoba feine Silberarbeiten. Eine spezielle Tradition der andalusischen Schmuckhauptstadt nennt sich filigrana cordobesa. Dabei entstehen aus Gold- oder Silberfäden zarte, transparent wirkende Schmuckstücke.

Mit Kindern unterwegs

Als Reisende mit Kindern werden Sie in Andalusien auf keine großen Probleme stoßen. Kinder gehören zum spanischen Alltagsleben einfach dazu – im Sommer häufig bis weit nach Mitternacht. Zu erleben gibt es auf jeden Fall genug.

Die Kleinen werden mit denselben großen Augen die Wunder der Maurenzeit bestaunen, wie Sie es tun. Und schließlich ist in den stark entwickelten touristischen Gebieten in den vergangenen Jahren ein kaum überschaubares kommerzielles Freizeitangebot eigens für Familien mit Kindern jeden Alters entstanden.

Sehenswertes

Unberührte Natur oder pulsierende Städte - die Sehenswürdigkeiten von Andalusien könnten widersprüchlicher nicht sein. Besuchen Sie die Affenfelsen von Gibraltar und erleben Sie die Berberaffen in ihrer natürlichen Umgebung oder besuchen Sie den Nationalpark Coto de Donana und entdecken Sie seltene Tier- und Pflanzenarten. Eine echte Sehenswürdigkeit in Andalusien ist die Königliche Reitschule in Jerez, denn die andalusischen Pferde gehören zu den edelsten Rassen.

Freizeit

Verbringen Sie Ihre Freizeit bei einer Reise nach Andalusien doch gemeinsam mit Ihrer Familie im Zoo von Jerez. Er gehört zu den schönsten Tiergärten in ganz Spanien. Interessant ist auch ein Besuch im Wissenschaftspark von Granada oder eine Besichtigung der Nekropole von Carmona. Natürlich laden auch die Strände in Andalusien ein, Erholung und Entspannung unter der spanischen Sonne zu finden.

Übernachten

Übernachten Sie in Andalusien in einem Hotel direkt an der Küste mit Blick auf das Meer oder nutzen Sie eine Unterkunft mitten in der Stadt. Die Auswahl in den beliebten Urlaubsorten Marbella, Sevilla oder auch Almunecar ist groß. Wenn Sie es lieber uriger mögen, dann wählen Sie eine Ferienwohnung oder eine Pension in einem der Bergdörfer an der Sierra Nevada in Andalusien.

Am Abend

Beim Ausgehen in Andalusien kommen Sie in den Genuss spanischer Tapas. Nicht nur in den Restaurants, auch in den Bars werden die kleinen Happen angeboten. Genießen Sie einen andalusischen Wein und sehen Sie dabei den Flamenco-Tänzern zu. Das Essen zeigt sich in Andalusien als kulinarische Entdeckungsreise. Ein Klassiker ist die Gazpacho, eine reichhaltige Suppe. Nicht zu verachten ist auch der Serrano Schinken aus der Region.