Begijnhof

Eine Oase der Ruhe in der betriebsamen Innenstadt - jedenfalls wenn Sie während der Woche kommen und gerade keine Busladung Touristen den Hof bevölkert. Weiß gestrichene Häuser scharen sich um ein Kirchlein und ein paar Kastanienbäume, die winzigen Vorgärten sind liebevoll bepflanzt. 1346 gegründet lag der Begijnhof am Rand der Stadt. Hier wohnten alleinstehende Frauen, die in religiöser Gemeinschaft leben, aber keine Nonnen werden wollten. Sie widmeten sich v. a. der Altenpflege. Zwei Feuersbrünste zerstörten den Hof im 15. Jh. fast vollständig. Die heutige Bebauung stammt größtenteils aus dem 17. Jh. Das Haus mit der Nummer 34 wurde dagegen bereits um 1470 errichtet und soll das älteste Holzhaus der Niederlande sein. Gegenüber der englisch-presbyterianischen Kapelle versteckt sich in zwei Wohnhäusern eine katholische Geheimkirche aus dem 17. Jh. Auf dem Begijnhof wohnen noch heute etwa 100 Personen - die letzte Begine verstarb jedoch 1971.

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