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Amrum

Check-in

Das kleine Amrum kommt zwar sehr viel bescheidener daher als seine große Schwester Sylt weiter nördlich, ist ihr aber landschaftlich viel ähnlicher als den übrigen Nordfriesischen Inseln mit ihrem ans Festland erinnernden Charakter.

Sehenswürdigkeiten

Der an manchen Stellen fast 1500 m breite Kniepsand hat in Norddorf Normalmaß: nur wenige Schritte und man ist am Meer.
Das Wahrzeichen der Insel ist einschließlich der Düne 66 m hoch. 1875 wurde er in Betrieb genommen. Vom Rundbalkon bietet sich ein herrlicher Blick auf die Insel.
Anhand von Aquarien und Dioramen informiert eine kleine, gut gemachte Ausstellung über das Leben im Wattenmeer. Im ersten Stock gibt es ganzjährig zwei Ausstellungen zur Amrumer Kulturgeschichte.…
In der alten Windmühle befindet sich das Heimatmuseum und das Öömrang Hüs zeigt friesische Wohnkultur.
Vor der Sankt-Clemens-Kirche stehen beeindruckende Kapitänsgrabsteine.
Wenn man zu einem Tagesausflug auf Amrum ankommt, sollte man keine Zeit vergeuden, sondern gleich in einen der bereitstehenden Busse steigen, die nach Norddorf und Nebel fahren. Das etwa 30 km2 große…
Das Schönste in diesem historischen Friesenhaus aus dem 17. Jh. ist die mit weiß-blauen Motiven gekachelte Wand in der Wohnstube. Um diese warm zu halten, wurde sie mit einem Bilegger beheizt, wä…
Die sandige Landzunge ganz im Norden ist ein Naturschutzgebiet, das Sie bei einer Führung des Vogelwarts kennenlernen können. Hier starten auch die 8 km langen Wattwanderungen nach Dunsum auf Föhr…
Bis 1937 wurden hier, westlich der Straße nach Nebel, Enten gefangen. Wie das funktionierte, zeigen die beiden restaurierten „Pfeifen“ der Entenkoje. Drum herum krähen Hähne, gackern Hühner,…
Ein kleiner, halbstündiger Spaziergang an der Wattseite, dann sind Sie am Hafen. Hier liegt die „Ernst Meier-Hedde“, Amrums Seenotrettungskreuzer. Und in der Segelsaison kommen natürlich…

Hotels & Übernachtung

Es stehen insgesamt 8 Zimmer (davon 7 Doppel- und ein Einzelzimmer) zur Verfügung.
Das Ual Öömrang Wiartshüs in Norddorf auf Amrum liegt 44 km von Sankt Peter-Ording entfernt und bietet eine Terrasse und Meerblick. WLAN in allen Bereichen sowie die Privatparkplätze an der…
Das Haus "Dorfhotel Ütjkiek" liegt direkt am Meer. Die insgesamt 10 Zimmer (davon 8 Doppel- und 2 Einzelzimmer) sind mit eigenem Badezimmer und TV ausgestattet. Preise: Einzelzimmer EUR 50.00 - EUR…
Ein kostenfreies Spa und Sporteinrichtungen, ein Garten mit einem Spielplatz und Gourmetgerichte werden Ihnen in diesem 4-Sterne-Hotel geboten. Es befindet sich in Norddorf auf der nordfriesischen…
Das Haus "Hotel Hüttmann" ist besonders ruhig gelegen. Es bietet seinen Gästen Parkmöglichkeiten (eine Garage und Parkplätze), diverse gastronomische Einrichtungen und Konferenzräume. Das Hotel…
Dieses familiengeführte Hotel liegt im historischen Zentrum von Nebel auf der Nordseeinsel Amrum im Wattenmeer. Es bietet einen Garten mit Gartenmöbeln und Strandkörben. Die Zimmer im Ekke…
Das Letj Briis ist ein familiengeführtes Hotel in Norddorf, das im Jahr 2015 eröffnet wurde. Sie wohnen direkt hinter den Sanddünen auf der Insel Amrum. Die Privatparkplätze an der Unterkunft…
Dieses Hotel auf der Insel Amrum liegt nur 50 m vom Sandstrand von Wittdün entfernt und bietet kostenfreies WLAN. Die geräumigen Zimmer im Frühstückshotel Seemannsbraut sind in den Farben der…
Dieses 3-Sterne-Hotel auf der Nordseeinsel Amrum besticht durch einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna und Massageservice. Freuen Sie sich auch auf Nichtraucherzimmer mit Internetzugang und die…
Das Hotel & Restaurant Neptun liegt in Norddorf, weniger als 1 km vom Strand Kniepsand entfernt und bietet Unterkünfte mit einem Restaurant, kostenfreie Privatparkplätze und eine Bar. Alle Unterkü…

Restaurants

Seit über 50 Jahren werden in dem kleinen reetgedeckten Café köstliche hausgemachte Kuchen und Torten serviert. Im Sommer genießt man Kaffee, Tee und Kuchen am besten im Garten, umgeben von einem…
Außen bunte Fischerhütte, innen puristisch-modern: Mit Blick auf den Yachthafen genießen Sie regionales, kreativ variiert – von Friesenpaella über Pannfisch bis Seefohrer-Burger. Überdachte…
Herrlich authentisch: futtern in der Friesenstube vor dem Kachelofen oder auf der Terrasse hinterm Friesenwall. Aufklärung wird großgeschrieben: Auf der Karte steht bei fast jedem Gericht, wo Fisch…
In modern-maritimem Ambiente und im hübschen Garten kümmern sich Svenja und Oliver Johannsen liebevoll um ihre Gäste. Ein Beispiel von der Speisekarte: gegrilltes Lammfilet am Spieß mit Schafskä…
Restaurant im Torhaus der Friesenhof-Ferienwohnungsanlage, mit herrlicher Terrasse. Ein Auszug aus der appetitanregenden Karte gefällig? Bitte schön: Labskaus, Lammhüftsteak, Büffelburger,…
In der schnuckeligen „Stube und Küche“ gibt’s Geschenkartikel aller Art und Gartendeko. Der Clou: Mittendrin und draußen vor der Tür oder im Hofgarten serviert Hilke Friedrichs Getränke…
Kuschelig-plüschig, aber keinesfalls verstaubt. Im Sommer ist die Terrasse immer voll. Tolle Torten – und probieren Sie den unvergleichlichen Schokokuchen!
Gemütlich! Und mal eine neue, frische Restaurantfarbe auf der Insel: In ihrem Weinbistro servieren Michael und Christian zu ausgesuchten Tropfen Lachsburger, Matjesteller, Bruschetta oder…
Ob Matjestatar oder Lammrücken, Linseneintopf oder Steak von der Hochrippe – norddeutsch, saisonal, kreativ sind die Etiketten dieser Küche, die auch von Slowfood empfohlen wird.
Gelungene Kombi von Restaurant und Imbiss. Wem Fischbrötchen, -salate oder Räucherfisch nicht reichen, der bleibt länger und isst ‘ne Scholle oder ein Steak.

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Auftakt

Denn Amrum besitzt – genau wie Sylt – Dünen, und zwar nicht zu knapp: Vom Leuchtturm im Süden bis fast zur Nordspitze reicht der mal mehr, mal weniger breite Dünengürtel, insgesamt über 10 km lang ist er. Und Amrum hat einen Strand, von dem sich das unter stetigem S(tr)andverlust leidende Sylt sicher gern eine Scheibe abschneiden würde. Wobei dieser so genannte Strand eigentlich gar keiner ist, sondern eine riesige Sandbank. Ihr verdankt Amrum auch seinen Namen, denn auf Öömrang – so heißt der Amrumer Dialekt des Friesischen – bedeutet Am Rem nichts anderes als „sandiger Rand“.

Dieser Sandrand begann erst vor etwa 300 Jahren, sich an die Westküste Amrums anzulagern, und bis heute verändert sich die Sandbank ständig, wandert langsam von Süden nach Norden. Sie macht mit ihren etwa 10 km2 Größe in etwa die Hälfte der 20,5 km2 kleinen Insel aus und sorgt mit bis zu 1,5 km Breite dafür, dass der Rest von Amrum relativ gut geschützt ist vor dem Blanken Hans, der aus dem Westen anbrandet. Warum die Amrumer ihrem fulminanten Strand allerdings den Namen Kniepsand verliehen haben, ist im Lauf der Zeit versandet. Vielleicht liefert auch hier die friesische Sprache die Erklärung: kniap bedeutet „kneifen, zwicken“. Und wer einmal bei einer richtig steifen Brise auf dem „Kniep“ unterwegs war, wird sich dieser Deutung des Namens vorbehaltlos anschließen: Im Frühjahr und Herbst verpasst der durch den Wind aufgewirbelte Sand dem Strandwanderer eine Gesichtsmassage vom Feinsten. In der Sommersaison zwickt der Sand aber höchstens in der Badehose. Bewachte Badestrände mit Strandkörben gibt es überall, doch der Weg in die erfrischenden Brandungswellen ist an vielen Stellen weit; da bleibt man schon gern mal in der Sonne liegen … Für alle Jahreszeiten jedoch gilt eines: An diesem Strand mit dem weiten Blick nach Westen ist Platz für alle – auch in der Hochsaison hat man nie den Geruch der Sonnencreme des Nachbarn in der Nase, sondern den von Meer und Salz.

Um zum Strand zu kommen, muss man eine Dünenkette „überwinden“, die zwischen Wittdün und der Amrumer Odde im Norden unterschiedlich breit ist. Sie steht unter Naturschutz, ist bei Süddorf, Nebel und Norddorf von Zufahrtswegen durchschnitten und darf ansonsten nur auf Bohlenwegen durchwandert werden. An ihrem östlichen Rand liegen immer mal wieder kleine, wunderschöne Heideflächen: violette Erika, gelber Ginster. Es gibt vier bis zu 32 m hohe Aussichtsdünen: bei Wittdün, Süddorf, Norddorf und beim Quermarkenfeuer kurz vor Norddorf. Von allen hast du einen wunderbaren Blick auf die Nordsee, über die Insel nach Föhr hinüber und im Norden auch nach Sylt.

Im Osten der Dünenkette findet sich etwas für die Nordfriesischen Inseln Einzigartiges: Nicht hier und da ein Wäldchen, nein – ein ganzer Waldstreifen, vorwiegend aus Kiefern, liegt wie ein schmaler Gürtel zwischen dem Wittdüner Leuchtturm und Norddorf. Dieser von Menschen gepflanzte Schutzwald für die Orte im Inselosten wurde allerdings durch Orkane zum Jahresende 2013 so stark in Mitleidenschaft gezogen – ca. 40 ha Wald fielen den Stürmen zum Opfer –, dass die Behörden um Spenden für die Wiederaufforstung baten. Mit Erfolg: Die Neuanpflanzungen sind mittlerweile abgeschlossen – vorwiegend Laubbäume; aber auch ein paar von hohen Büschen durchsetzte Heideflächen wurden geschaffen. Bezeichnend übrigens, dass nicht wenige Amrumer die vom Sturm planierten Flächen – nach dem Entfernen der zerborstenen Stämme, versteht sich – als bereicherndes Element der Insellandschaft empfanden: Für einen echten Inselbewohner geht eben nichts über einen unverstellten Blick aufs Meer!

Zwischen Wald und Geest verbindet Amrums einzige echte Landstraße Wittdün mit Norddorf: Nur auf ihr kann der Amrumer Autofahrer mal so richtig Gas geben – aber schneller als 80 km/h fahren hier nur Verrückte. Auf dem Geestrücken liegen – von Süd nach Nord – die Dörfer Steenodde, Süddorf, Nebel und Norddorf, deren Bauerngärten gen Osten, auf der Wattseite, in sattgrüne Marschwiesen übergehen. Ein kleiner Teil dieser Marsch wird noch landwirtschaftlich genutzt, Pferde und schwarzbunte Kühe weiden hier. Sie teilen sich das Land mit einer Vielzahl von Vogelarten, die hier ebenfalls Nahrung finden und auch brüten. Eng wird es freilich in der Zeit des Vogelzugs, aber auch dann bleibt es immer friedlich. Noch friedlicher ist es nur an der Nordspitze Amrums, der Odde. Sie ist Naturschutzgebiet, und das einzige Säugetier, das den Vögeln hier den Platz streitig macht, ist die Kegelrobbe.

Die Wattseite hat noch mehr zu bieten, nämlich uralte Geschichte: Etliche Hügelgräber aus der Bronzezeit erinnern daran, dass Amrum schon seit etwa 1800 v. Chr. besiedelt ist, und der Krümwal – ein 2 km langer, bis 2 m hoher Damm zwischen Nebel und Steenodde – stellte schon Generationen von Spaziergängern vor die Frage nach seinem Sinn: Vermutlich handelt es sich um einen Grenzwall aus dem 1. Jh., also aus der Wikingerzeit – war es doch im Wattenmeer längst nicht immer friedlich. Und auch die Amrumer waren vom 13. bis 15. Jh. im Nebenerwerb Strandräuber, die gern mal im Watt gestrandete Schiffe plünderten, um auf ihrer kargen Insel zu überleben.

Heute ist der Tourismus die wichtigste, wenn nicht die einzige Einnahmequelle der etwa 2280 Insulaner, deren Urgroßeltern noch herzlich wenig mit „Fremden“ am Hut hatten. Erst 1889 startete der sogenannte Badebetrieb – da waren Föhr und Sylt schon 70 bzw. 35 Jahre im Geschäft. Und auch heute noch möchten viele alteingesessene Amrumer eigentlich lieber unter sich bleiben, begegnen ihren Gästen mit einer gewissen Reserviertheit. Die sollte man als Urlauber aber nicht mit Unfreundlichkeit gleichsetzen, entspringt sie doch auch der Angst vor dem, was man mittlerweile „Syltifizierung“ nennt: dicke Autos, viele Zweitwohnungsbesitzer, wenig Respekt vor Traditionen und Natur. Die Insulaner versuchen, ihr Erbe so gut es eben geht zu bewahren, und wer das akzeptiert, wird echte Freunde finden.

Auch die Bautätigkeit auf der Insel unterliegt aus diesem Grund strengen Regeln. Ehe man neu baut, schafft man lieber aus überalterten, kleinen Pensionszimmern großzügigere Ferienwohnungen und Apartments – mit dem Nebeneffekt, dass die Zahl der Gästebetten in den letzten Jahren eher abgenommen hat. Die Übernachtungszahlen (2019: über 150 000 Gäste) steigen seit einigen Jahren regelmäßig, aber nur leicht. Das mag aber auch daran liegen, dass viele Urlauber den Winter auf Amrum noch nicht für sich entdeckt haben: Dabei ist die Luft dann noch reiner, der Himmel noch klarer.Ruhe ist eingekehrt, und kein Wintergast stört sich daran, dass – außer über Weihnachten und Neujahr natürlich – viele Restaurants und Läden geschlossen sind. Wer in der Saison schlemmen, shoppen und abends etwas unternehmen will, hat allerdings viele Möglichkeiten. Das Veranstaltungsprogramm ist abwechslungsreich und bietet dem Publikum – darunter viele Stammgäste – einen angenehmen Kontrast zu einem Strandtag oder einem langen Spaziergang. Auch hier gibt es Wassersport aller Art, Strandpartys und Diskonächte.

Nach Amrum kann man getrost ohne Auto reisen. Für Fahrradfahrer gibt es hervorragend gekennzeichnete Radwege, die teilweise parallel zur Landstraße durch Wald und Marsch führen. Rasende Radler sind nicht gern gesehen bzw. sollten Rücksicht nehmen, denn viele dieser Wege werden auch von Spaziergängern genutzt. Und wem beim Wandern die Puste ausgeht: Busse verkehren in der Saison tagsüber halbstündlich, abends (17.30–22 Uhr ab Wittdün und wieder zurück) viermal in größeren Abständen.

Fakten

Einwohner 2.263
Fläche 20 km²
Strom 230 V, 50 Hz
Hauptstadt Nebel
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 09:37 Uhr
Zeitverschiebung keine

Anreise

9h 23min
10h 55min
1h 15min
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