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Allgäu

Check-in

Was siehst du vor dir, wenn du ans Allgäu denkst? Wenn es dir wie den meisten Menschen geht, vermutlich: Friedlich grasende Kühe auf grünen Hügeln, mächtig aufragende Berggipfel unter blauem Himmel, schimmernde Seen und ein Märchenschloss. Dazu zupackende Bergbauern und Alphirten, dampfende Kässpatzen und eine lustige Gesellschaft auf der Alpe oder im Biergarten. Das sind natürlich Klischees und Bilderbuchfantasien. Das Besondere am Allgäu ist: An den Klischees ist was dran.

Sehenswürdigkeiten & Top Highlights

Schloss Neuschwanstein ist das meistbesuchte Touristenziel im Allgäu – und das, obwohl der Prunkbau von „Märchenkönig“ Ludwig II. nie wirklich vollendet wurde. 1869 wurde der Bau begonnen,…
Das Bauernhofmuseum entführt mit seinen über 30 liebevoll restaurierten Häusern aus dem 16. bis 19. Jh. in das frühere Landleben in Schwaben. Ort und Museum gehen nahtlos ineinander über, so dass…
Der Automobiltester Fritz B. Busch zeigt in zwei historischen Gebäuden auf 3000 m² ein Oldtimerparadies, z. B. die Cadillacs von Hans Albers und Helmut Zacharias.
Schon bei ihrer Eröffnung im Jahr 1930 war die Nebelhornbahn eine Sensation. Auch heute solltest du dir die Fahrt auf den Nebelhorngipfel mit seinen 2224 m Höhe nicht entgehen lassen. Allein der ber…
Die Breitachklamm gehört zu den beeindruckendsten Felsenschluchten Mitteleuropas. Sie ist durch einen gut gesicherten Felspfad erschlossen. Für die Rundroute braucht man etwa eineinhalb Stunden, der…
Unweit von Füssen gibt das Museum der bayerischen Könige seit 2011 Einblicke in die Geschichte des bayerischen Königsgeschlechts. Die Wittelsbacher werden von ihren Anfängen bis zur Gegenwart mit…
Der heilige Magnus ist für die Entwicklung des Allgäus sehr prägend. Der heutige Füssener Stadtpatron gründete der Legende nach Mitte des 8. Jahrhunderts eine Mönchszelle, aus der das später pr…
Ideal für heiße Tage: ein Ausflug zum Eistobel. In der Nähe von Grünenbach im Westallgäu liegt das beeindruckende Naturschauspiel mit tosenden Wasserfällen, tiefen „Gumpen“ – den Strudell…
Die gut erhaltene Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren sowie stolze Bürgerhäuser prägen das Bild. Den Bummel durch die Altstadt beginnt man am besten am Marktplatz: Das 1589 erbaute Rathaus hat…
Die Klosterkirche ist eine der bedeutendsten deutschen Barockkirchen. Das seit 1926 mit dem Titel Päpstliche Basilika versehene, riesige Gotteshaus besitzt zwei barocke Chororgeln (1766) und die…

Reisezeit

Januar
sehr gut
2°C
Februar
sehr gut
4°C
März
sehr gut
8°C
April
sehr gut
12°C
Mai
sehr gut
17°C
Juni
sehr gut
20°C
Juli
sehr gut
21°C
August
sehr gut
21°C
September
sehr gut
18°C
Oktober
sehr gut
13°C
November
sehr gut
7°C
Dezember
sehr gut
3°C

Die beste Reisezeit für Allgäu sind die Monate Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember. In dieser Zeit wird eine durchschnittliche Temperatur in Höhe von 12° Celsius erreicht. Der sonnigste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 7 Sonnenstunden pro Tag. Im Vergleich hierzu liegt die Temperatur im kältesten Monat bei lediglich 2° Celsius bei 16 Regentagen. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Tagestemperatur bei 12° Celsius und die Nachttemperatur bei 2° Celsius. Im Schnitt regnet es jeden Monat an 19 Tagen. Die regenreichsten Monate sind Juni und Juli.

Mehr zu Klima und Reisezeit

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Entdecke das Allgäu

Die Bilderbuchlandschaft gibt es wirklich 

Die Berggipfel der Allgäuer Hochalpen rund um Oberstdorf ragen in schroffer Schönheit in den Himmel. Entlang wilder Bergbäche wie der Stillach, Trettach und Breitach lässt es sich durch grüne Täler wandern, die von Bergweiden mit grasenden Kühen gesäumt sind. Auch die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau sind zu Recht berühmt: Sie verkörpern den Traum von der idealen mittelalterlichen Burg inmitten der dramatischen Kulisse der Ammergauer Alpen. Hinter Neuschwanstein ragt der Tegelberg auf wie ein riesenhafter, stummer Wächter. Vom Schloss aus blickt man auf den blaugrünen Spiegel des Forggensees, auf dem sich weiße Segel wie Schwäne tummeln. Die letzte Eiszeit hat im Voralpenland neben Moränenhügeln und Mooren auch zahllose Seen hinterlassen: Von Bergen umschlossen liegen der kleine, geheimnisvolle Alatsee und der Große Alpsee bei Immenstadt, der in königlichem Blau schimmert. Moorig-braun und weich ist dagegen das Wasser vieler kleiner Badeseen im Westallgäu.

Mehr als Kopfkino 

Aber es gibt im Allgäu noch viel mehr zu entdecken und zu erleben, denn die reale Region ist wesentlich größer und vielfältiger als das Kopfkino es vermuten lässt: Das Allgäu war nie reich, und zwischen 1600 und 1720 verwüsteten Kriege, Hungersnöte und die Pest die Region. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sind in dieser Zeit prachtvolle Bauten entstanden: Fürstliche Residenzen, herrschaftliche Stadthäuser, stolze Klöster und viele Kirchen, in denen die Herrlichkeit des Gottesreiches in Marmor, Stuck und Gold vorweggenommen wurde. So finden sich noch heute in kleinen Altstädten und unscheinbaren Dörfern architektonische Perlen und barocke Kunstschätze, die mitunter versteckt liegen, die zu (be-)suchen sich aber lohnt. Weniger bekannt ist das Allgäu als Burgenregion, was ebenfalls eine Folge der kriegerischen Wirren ist, die aus den Burgen Ruinen machten. Dabei liegen die Reste etwa der Burgen Falkenstein, Eisenberg, Hohenfreyberg und Alttrauchburg höchst malerisch auf Bergkuppen und laden zu Entdeckerwanderungen ein.

Oft unterschätzt: Das „Unterland“

Das nur leicht gewellte Unterallgäu mit seinen geschäftigen Städtchen und fruchtbaren Feldern taucht im „Kopfkino“ meist nicht auf. Dabei sind hier bestens erhaltene historische Stadtkerne und liebevoll gestaltete Museen zu erkunden wie in Memmingen und Mindelheim, prächtige Klöster und Kirchen wie in Ottobeuren und Buxheim oder auch das beschauliche Bad Wörishofen mit seinen Kneippanlagen und dem außergewöhnlich hübschen Kurpark.

Nicht alles, was Allgäu heißt, ist Allgäu - und umgekehrt 

Das historisch gewachsene und durch seine Sprache und Gebräuche definierte Allgäu erstreckt sich von Memmingen im Norden bis Oberstdorf im Süden und von Scheidegg im Westen bis Schongau im Osten. Politisch gesehen liegt ein Teil des Allgäus also in Baden-Württemberg, der größere Teil liegt in Bayern, dazu kommen zwei österreichische Exklaven: Jungholz gehört politisch zu Tirol, das Kleinwalsertal zu Vorarlberg. Beide Gebiete sind aber nur von Deutschland aus zu erreichen und damit zumindest gefühlt doch Teil des Allgäus. Ganz schön kompliziert, oder? Allen Regionen gemein sind bestimmte Eigenschaften, die ihren Bewohnern nachgesagt werden: Typische Allgäuer sind naturverbunden, praktisch veranlagt, grundsätzlich gesellig, aber manchmal etwas maulfaul – und stolz auf ihre schöne Heimat. Übrigens legen die Allgäuer Wert darauf, dass sie ein ganz eigener Schlag sind.

Und wie ist das jetzt mit den grünen WIesen und Kühen? 

In der Region gibt es rund 5500 landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt etwa 200 000 Kühe halten. Im Ober- und Ostallgäu ist das Landschaftsbild vom Grünland geprägt, aber die Kühe stehen selten auf der Wiese. Nur das Jungvieh, „Schlumpen“ genannt, darf den Sommer draußen verbringen. Manchmal sogar auf einer Bergweide, der „Alpe“. Die besonders glücklichen Kühe kommen auf eine Sennalpe, auf der ihre Milch direkt zu Käse verarbeitet wird und der Käse schmeckt so gut, wie man es sich beim Gedanken an Kühe auf Bergwiesen voller Alpkräuter vorstellt! Sieh dir die Bilderbuchlandschaften und Märchenschlösser selbst an, probiere Spezialitäten und lerne typische Allgäuer kennen – komm ins Allgäu! 

Gut zu wissen

Anreise

Hauptzubringer von Norden her ist die A7 Würzburg–Ulm–Kempten. Bei Memmingen kreuzt sie die A96 München–Lindau. Die höchstgelegene Straße führt über den Riedbergpass (1400 m) zwischen Obermaiselstein und Balderschwang. Quer durch das Allgäu führt die „Queralpenstraße“ (deutsche-alpenstrasse.de), die Lindau am Bodensee mit dem Königssee bei Berchtesgaden verbindet. Wunderbare Ausblicke genießt du bei Herrgottswiesen (836m) auf der Strecke Gestratz–Isny. Es gilt: je idyllischer die Gegend, desto schmaler die Sträßchen. Die Ost-West-Achse im Regionalverkehr der Bahn führt von München über Buchloe, Memmingen und einige weitere kleine Bahnhöfe nach Lindau. Die elektrischen Neigetechnikzüge sollen ab dem Fahrplanwechsel Ende 2020 eingesetzt werden. Die Strecke über Kaufbeuren und Kempten wird noch mit Dieselloks betrieben; auf beiden Strecken fahren die Züge derzeit im Zwei-Stunden-Rhythmus. Unter dem Motto „Bequem ins Allgäu reisen“ pickt immer sonntags ein Sonthofener Reisebusunternehmen Urlauber in 29 Städten an drei deutschen Nord-Süd-Routen auf und setzt sie in 23 wichtigen Allgäuorten ab (Taxiabholung an der Haustür, Rückfahrt samstags  | 169  Euro Hin- und Rückfahrt  | Tel. 08321 671022  | komm-mit-reisen.net). Nach Bad Wörishofen, Füssen, Immenstadt, Kempten, Leutkirch, Memmingen, Oberstdorf, Sonthofen und Wangen fahren auch Fernbusse (meinfernbus.de). Der Allgäu-Airport bei Memmingen wird derzeit nicht von deutschen Städten aus angeflogen. Der Bodensee-Airport Friedrichshafen bedient ganzjährig Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Berlin (via Frankfurt).

Reisezeit

Bei Wanderern sind das späte Frühjahr oder der Herbst mit oft beständigem Wetter und guter Fernsicht beliebt. Das Badewetter beschränkt sich auf den Hochsommer, doch auch dann kann es kühle Tage geben. Die beste Wintersportzeit ist meist im Februar und März, das Skigebiet am Nebelhorn ist im April noch in Betrieb. 

Kleidung

Wer in höhere Regionen hinaufsteigen oder -fahren möchte, sollte auch an eine Jacke oder einen Pullover denken. Selbst im Sommer können Abende schnell kühler werden, da ist es für einen gemütlichen Abend draußen ebenso gut, wärmere Kleidung im Gepäck zu finden. 

Öffentliche Verkehrsmittel

Der öffentliche Nahverkehr ist unterschiedlich ausgebaut. Manche Orte sind ohne Auto nur mühsam zu erreichen. Die Landkreise Ober- und Ostallgäu und die Stadt Kempten haben z. B. einen Verbund organisiert, der sehr gut funktioniert: kurze Intervalle, schnelles Umsteigen, direkte Anschlüsse von Bahn und Bus. Dafür klappt es mit der Anbindung ins Westoder Unterallgäu oft nicht so gut. Im südlichen Ostallgäu fährt man mit der Gästekarte/KönigsCard kostenlos Bus und Bahn (allgaeu-mobil.de). Mit dem Regio-Ticket Allgäu-Schwaben kann man für 23 Euro plus 7 Euro je Mitfahrer einen Tag lang mit der Bahn das Allgäu entdecken. Das Oberallgäu-Ticket gibt es als Tages- und als Urlaubskarte, mit der man beliebig oft in allen Bussen und Nahverkehrszügen (ALEX und DB Regio) des jeweiligen Netzes fahren kann (Tagesticket gesamtes Oberallgäu 15  Euro). Eigene Kinder oder Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahre fahren kostenlos mit. Infos zu Bedingungen sowie für Radfahrer gibt es bei der Bahn unter der Tel. 0180 6996633 (*). Fahrpläne für Busse und Bahnen sind unter „Nahverkehr“ auf oberallgaeu.org zu finden. Der elektronische Fahrplan für Bayern ist auf bayern-fahrplan.de online, der für die Buslinien im Westallgäu auf bodo.de

Gästekarten

In deiner Unterkunft erhältst du die kostenlose Allgäu-Walser-Card, die u.a. ermäßigten Eintritt bei zahlreichen Freizeiteinrichtungen oder Veranstaltungen und kostenlose oder vergünstigte Teilnahme an geführten Wanderungen gewährt. Auf die Karte kann man die Vielcard (vielcard.de | ab 54,90 Euro) für vier, sieben oder 14 Tage aufbuchen, die als Eintrittsticket zu rund 70 Attraktionen wie Erlebnisbädern, Bergbahnen, Museen im Oberallgäu und Kleinwalsertal gilt. Auch das ÖPNV-Urlaubsticket (ab 17 Euro) zur freien Nutzung von Bussen und Bahnen in diesem Gebiet ist aufbuchbar. Im Ost- und Oberallgäu gibt es bei etlichen Anbietern zusätzlich die ebenfalls kostenlose KönigsCard für Gratiseintritte bei 250 Erlebnisangeboten. Planst du, in Oberstdorf zu übernachten, frag bei der Buchung danach, ob dein Gastgeber das Paket „Bergbahnen inklusive“ anbietet. Damit sind von Mitte Mai bis Anfang November die Bergbahnen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal für dich kostenlos! Etwa 220 Gastgeber halten die Gästekarte Bad Hindelang Plus bereit, die zusätzlich zu den Vergünstigungen der normalen Gästekarte etliche Gratisleistungen enthält. Gastgeber in Oberstaufen geben die Karte Oberstaufen-Plus (oberstaufenplus.de) aus. Mit ihr kannst du Museen, Bäder und Bergbahnen im Gemeindegebiet gratis besuchen bzw. nutzen, im Winter dient sie auch als Skipass.

Auskunft vor Ort

Oberallgäu: oberallgaeu.de. Eine Liste aller Gästeinformationen in den einzelnen Urlaubsorten gibt es hier:

oberallgaeu.de/gaesteinformationenoberallgaeu

Westallgäu: Tel. 08382 270433  | westallgaeu.de

Unterallgäu: Tel. 08261 995375  | freizeit-unterallgaeu.de

Ostallgäu: Tel. 08342 911506  | schlosspark.de

Bauernhofurlaub

Der Verein Mir Allgäuer vermarktet unter allgaeu-urlaubaufdembauernhof.de 6200 Betten in 500 Bauernhöfen (darunter 25 Alphütten) im ganzen Allgäu. Biobauernhöfe werden unter bioferien-allgaeu.de, einer Seite des Biorings Allgäu, vorgestellt. Die Allgäuer Kräuterlandhöfe (allgaeuerkraeuterland-hoefe.de) haben sich ebenfalls zu einem eigenen Verbund zusammengeschlossen. 

Berghütten

Die Allgäuer Berghütten bieten Wanderern Rast und Matratzenlager oder einfache Unterkunft (reservieren!). Je nach Wetterlage werden die Hütten ab Mitte Mai geöffnet und im Oktober geschlossen. Auf der Webseite des Deutschen Alpenvereins gibt es eine Hütten-Suchfunktion (alpenverein.de/huettensuche). Oberstdorf betreibt eine eigene Seite zur Alpininfo (oberstdorf.de/alpininfo), auf der auch die Hütten der näheren Umgebung mit ihren Öffnungszeiten und ihrer Begehbarkeit verzeichnet sind. 

Camping

Rund drei Dutzend Plätze gibt es im Allgäu, von denen sich viele an Seen oder in Panoramalage befinden. Allein an Forggen-, Bannwald- und Hopfensee gibt es fünf Plätze. Allerdings sind sie in der Hochsaison oft lange im Voraus ausgebucht. Manche Plätze bieten auch Ferienwohnungen, Bauernhofanschluss oder Kuranwendungen. camping.info

Internetzugang & WLAN

Im Allgäu muss man mit mehr Funklöchern rechnen als in Ballungsgebieten. In fast jedem größeren Ort bieten Hotels und Verkehrsbüros kostenloses WLAN und es gibt weitere WLAN-Hotspots, die mit der jeweiligen Gästekarte gratis nutzbar sind. 

Jugendherbergen

Jugendherbergen findest du in Füssen, Lindau, Oberstdorf-Kornau sowie in Ottobeuren. Infos: Tel. 05231 74010 | djh.de

Notrufe

— Notarzt, Feuerwehr: Tel. 112

— Polizei: Tel. 110

Bei einem Notfall in den Bergen verwendet man akustische oder optische Zeichen, etwa Pfeifen, Rufen oder Blinklicht: sechsmal in der Minute, eine Minute Pause und Wiederholung. Die Antwort: Zeichen dreimal in der Minute; es bedeutet „Verstanden“ oder „Rettung unterwegs“.

Kleidung & Schuhe

Wegen der Zecken, die Borreliose und FSME übertragen können, solltest du in hohem Gras und im Wald lange Beinkleidung tragen! Immer wieder sind Wanderer in Turnschuhen, Trekkingsandalen oder gar Flipflops im hochalpinen Bereich unterwegs — in den Bergen ist wegen der Verletzungsgefahr aber Schuhwerk angebracht, das über die Knöchel reicht. 

Naturgefahren

Im Frühjahr bedrohen Lawinen Skiund Snowboardfahrer, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, Bergsteigern werden Altschneefelder gefährlich, die als Rutschbahn in die Tiefe führen. Im Sommer können plötzliche Wetterumschwünge, Gewitter und Erdrutsche Wanderer in Gefahr bringen. Deshalb solltest du immer den Wetterbericht studieren, bevor zu losziehst und dem Rat erfahrener Führer und Bergretter folgen.

Events, Feste & mehr

Feiertage

6. Januar

Hl. Drei Könige

Mai/Juni

Fronleichnam

15. August

(nur im bayrischen Teil) Mariä Himmelfahrt

1. November

Allerheiligen

Veranstaltungen

Februar/März

Fasnets-/Faschingsumzüge Funkenfeuer 1. So in der Fastenzeit

April

Traditioneller Georgiritt auf dem Auerberg. georgirittverein-auerberg.de

Rockfrühling (Untrasried): Livebands und 10000 Besucher in einem 800-Seelen-Dorf. rockfruehling.de

Go to Gö: Livemusik und Malle-Party in Görisried. go-to-goe.de

Kemptener Jazzfrühling in der Altstadt. klecks.de/jazzfruehling

Juni

Füssen in der Renaissance: Historische Festumzüge und Mittelaltermarkt

Juli

Tänzelfest (Kaufbeuren): Historisches Fest mit Lagerleben und Umzügen. taenzelfest.de

Fischertag (Memmingen): Hunderte Stadtbachfischer kämpfen um den Titel „Fischerkönig“. fischertagsverein.de

August

Allgäu-Triathlon (Immenstadt): Kultevent der Szene. allgaeu-triathlon.de

Märchensommer Allgäu (Kempten): Familien-Freilichttheater mit Musik. maerchensommer-allgaeu.de

Allgäuer Festwoche (Kempten): einmalige Mischung aus Wirtschaftsmesse und Sommerfest. festwoche.com

September

Viehscheid: Festlicher Almabtrieb. Termine und Orte: allgaeu-viehscheid.de

Oktober

Colomansfest (Schwangau): 200 geschmückte Pferde mit Reitern in Tracht bei der Kirche St. Coloman

Jochpass Memorial: Internationales Oldtimerrennen mit langer Tradition. jochpass.com

November/Dezember

Erlebnisweihnachtsmarkt in Bad Hindelang. hindelanger-weihnachtsmarkt.de 

Bloss nicht!

Das Grüßen vergessen

Nur ein „Muhagl“ (manierenloser Mensch) geht grußlos am anderen vorüber. Auf dem Land gehört es sich, Passanten auf Wanderwegen und einsamen Dorfstraßen mit einem freundlichen „Grüß Gott!“ zu grüßen. Dasselbe gilt für Bedienungen in Läden und Cafés. 

Dialekt nachschwätzen

Nicht jeder Allgäuer redet Dialekt, aber wer es tut, weiß, dass „Auswärtige“ es nicht tun. Zwar freut man sich, wenn Besucher zur Begrüßung „Grüß Gott“ sagen, aber mehr oder weniger unbeholfene Versuche, im Gespräch den Allgäuer Dialekt nachzuahmen, stoßen auf Verwunderung bis Erheiterung.

Kühe erschrecken

Auf den Alpweiden laufen die Kühe frei herum. Sie sind grundsätzlich freundlich und neugierig, aber schnelle Bewegungen, laute Geräusche und vor allem Hunde machen sie nervös. Wer eine Alpweide quert, sollte also leise sprechen, in gleichmäßigem Tempo gehen, Abstand halten und keinesfalls mit Stöcken oder ähnlichen „Waffen“ herumfuchteln.

Essen in den Biergarten mitbringen

Ja, im klassischen bayerischen Biergarten darf man traditionell die Brotzeit selbst mitbringen und muss nur das Bier kaufen. Aber in den meisten Allgäuer Biergärten zeigt man jenen Gästen die rote Karte, die dort die eigene Brotzeit auspacken. Dafür ist das Bier aber billiger.

Allgäuer als Schwaben bezeichnen

Na gut, historisch und politisch gesehen sind die Allgäuer Schwaben. Gefühlt sind sie aber eine ganz eigene Gruppe, mit eigener Sprache, eigenen Bräuchen und Gepflogenheiten – Allgäuer eben. Wobei auch innerhalb des Allgäus ein gewisses Gefälle besteht: Für die Kemptener sind die Memminger „Unterländer“ (also weniger echte Allgäuer) und für einen Oberstdorfer ist sowieso jeder, der nördlicher als Fischen lebt, aus dem Unterland.

Lesestoff & Filmfutter

Bücher

Historische Bilder aus dem Allgäu

Der Band (2010) enthält 350 zuvor unveröffentlichte Schwarz-Weiß-Fotos von Lala Aufsberg (1907–1976), die zeigen, wie das Leben hier früher wirklich war. Brack-Verlag

Der Selbstversorger; Heilkräuter und Zauberpflanzen 

Titel wie diese haben den Ethnobotaniker und Schamanen Wolf-Dieter Storl bekannt gemacht. Er lebt in der Adelegg bei Isny im Wald, hält auch Vorträge und leitet Seminare und Kräuterwanderungen. storl.de

Kommissar Kluftinger 

Von „Milchgeld“ bis „Kluftinger“, dem zehnten Band der Reihe: Die Krimis des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr um den grantelnden Kommissar Kluftinger stehen konstant auf den Bestsellerlisten. Kluepfel-kobr.de

Filme

Luft unter den Sohlen; auf schmalem Grat 

Zwei faszinierende Bergfilme (2015, bzw. 2012 gedreht) über abenteuerliche Klettertouren in den Allgäuer Alpen von Jürgen Schafroth. allgaeufilm.de

-2-7 °C
3 h/Tag

Fakten

Einwohner 135.000
Strom 230 V, 50 Hz
Reisepass / Visum nicht notwendig
Ortszeit 18:14 Uhr

Anreise

4h 11min
5h 40min
45min
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