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Rundreise Algarve in zwei Tagen: Die Strände und Aussichten der Südküste

Die Rundreisen durch die Algarve setzen sich aus verschiedenen Zielen zusammen, die entlang der staubigen und sonnigen Straßen zu finden sind: Strände, Aussichtspunkte, kleine verschlafene Fischerorte und größere, lebendige Städte. Dabei ist auf jeder Rundreise ein Mietwagen obligatorisch und das ist gut so – schließlich ist die südlichste Region Portugals ein Road-Trip-Paradies.

Fast immer beginnt die Entdeckungstour durch die Algarve in Faro, denn hier landen die Flugzeuge aus den unterschiedlichsten Winkeln der Welt. Für viele ist Faro der Inbegriff eines Startschusses, dabei messen sie der Stadt an sich wenig Bedeutung bei und übersehen vor lauter Strand-, Wind- und Klippensehnsucht ihr Potential. Das ist schade, denn Faro hat mehr zu bieten, als ausschließlich den Flughafen: eine schöne Altstadt, maritimes Flair am Hafen und eine große Auswahl an Hotels, Hostels und Ferienwohnungen. Deswegen beginnt und endet die Rundreise hier.

Tag 1:

In Faro (1) angekommen gilt es zuerst, tief die salzige Luft zu inhalieren, dann beginnt die Rundreise mit einem Frühstück am Hafen. Klar, das ist touristisch, aber auch die beste Einstimmung. Bestellt wird ein Bica (Espresso) oder Galão (Milchkaffee) mit einem für die Algarve typischen Snack: Toast. Die Straßen laden zum Bummeln ein, ein Straßenmusikerduo spielt Lieder. Sofort ist der Reisende entspannt – so soll die Rundreise beginnen.

Eingestiegen, losgefahren: Über die N125 (hier wird keine Maut fällig) erreicht man Porches (2). Die Kleinstadt ist bekannt für ihr typisch traditionelles Kunsthandwerk. Viele Tonmanufakturen bieten ihre Erzeugnisse am Straßenrand oder in den Ladengeschäften an – somit ist das erste Reisesouvenir bereits gekauft.

Es ist Zeit für ein wenig Sand unter den Füßen. Mit dem Praia da Marinha (3) ist der erste Postkartenstrand schnell erreicht: Imposante Steinformationen ragen aus dem Wasser, die rostroten, meterhohen Klippen verleihen dem Strand seine Grenzen. Die Szenerie offenbart sich von oben, denn die Rundreise geht bereits weiter.

Nur wenige Fahrminuten später lädt der Praia de Benagil (4) zu einer Abkühlung. Mit Badehose und -anzug im Gepäck, wartet hier das nächste Abenteuer. In der Kathedrale oder Sea Cave, einer Höhle im Felsgestein, steht die Zeit still. Etwa 100 Meter abseits vom Strand entlangschwimmen und schon öffnet die Kathedrale ihre Pforten. Es bleibt auch genug Zeit, um am Praia de Benagil zu entspannen und die typische Schönheit der Algarve zu genießen.

Der erste Reisetag findet seinen Ausklang in Lagos (5). Die Stadt ist eine der schönsten an der Südküste – hier wohnen Touristen und Einheimische gleichermaßen. Die mit Palmen gesäumte Promenade eignet sich für einen Spaziergang in den Abendstunden, die Altstadt mit vielen traditionellen Lokalen und Geschäften vermittelt ein authentisches Bild der Algarve.

Übernachten in Lagos

Blogger-Tipp von:
Stella Maria Pfeifer
In der teilweise sehr auf Touristen fokussierten Altstadt reiht sich Lokal an Lokal – die Auswahl ist groß und nicht alles ist gut. Wer regional und lecker speisen will, findet in der Rua Silva Lopes das Xpreitaqui. Hier werden portugiesische Tapas kreativ zusammengestellt und in einer vorzüglichen Qualität serviert
.

Tag 2:

Südlich von Lagos geht das Naturschauspiel am nächsten Morgen weiter. Mit dem Mietwagen erreicht man die Ponta da Piedade (6) bereits nach wenigen Minuten Fahrt und startet mit einem Ausblick in den Tag, der einmaliger nicht sein könnte: Felsen ragen wie spitze Nadeln aus dem Wasser, kleine Boote (Fahrten können gegen ein Entgelt gebucht werden) fahren durch die Felsbögen hindurch, das Wasser ist klar und schimmert grünblau.

Bereits von Weitem sind die vielen parkenden Autos zu sehen – das Cabo de São Vicente (7), der letzte Strich Festland vor Amerika, ist beliebt und das nicht ohne Grund. Hier trennt sich die Südküste von der Westküste, die Wellen preschen auf die Klippen und der Wind weht das Haar durcheinander. Das Areal will besichtigt werden, die Klippenangler entdeckt und der Geist alter Seefahrergeschichten legt sich wie ein Phantom über die Szenerie.

Hang loose: Sagres (8) ist Surferstadt und Herberge vieler Surfschulen und -outlets. Hier finden sich nette Cafés und Restaurants, Zeit für ein Mittagessen am Hafen mit Blick auf das Meer. Wenn sich noch Zeit findet, kann die Fortaleza de Sagres besucht werden.

Der Strand der Westküste macht die Zweitagesreise komplett, bevor es auf der Autobahn A22 wieder nach Faro geht. Wem der Blick auf den Praia da Arrifana (9) nicht genug ist, der hat hier noch einmal die Chance, in den Atlantik zu springen. An diesem flachen Sandstrand ist zwar in der Hochsaison viel los, doch aufgrund seiner Größe findet jeder noch ein freies Plätzchen umgeben von braunem Sand und meterhohen, dunkelgrauen Klippen.

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