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Rundreise Algarve in fünf Tagen: Die Sandalgarve, das Hinterland und die Westküste

Die Rundreisen durch die Algarve setzen sich aus verschiedenen Zielen zusammen, die entlang der staubigen und sonnigen Straßen zu finden sind: Strände, Aussichtspunkte, kleine verschlafene Fischerorte und größere, lebendige Städte. Dabei ist auf jeder Rundreise ein Mietwagen obligatorisch und das ist gut so – schließlich ist die südlichste Region Portugals ein Road-Trip-Paradies.

Fast immer beginnt die Entdeckungstour durch die Algarve in Faro, denn hier landen die Flugzeuge aus den unterschiedlichsten Winkeln der Welt. Für viele ist Faro der Inbegriff eines Startschusses, dabei messen sie der Stadt an sich wenig Bedeutung bei und übersehen vor lauter Strand-, Wind- und Klippensehnsucht ihr Potential. Das ist schade, denn Faro hat mehr zu bieten, als ausschließlich den Flughafen: eine schöne Altstadt, maritimes Flair am Hafen und eine große Auswahl an Hotels, Hostels und Ferienwohnungen. Deswegen beginnt und endet die Rundreise hier.

Tag 1:

In Faro (1) angekommen gilt es zuerst, tief die salzige Luft zu inhalieren, dann beginnt die Rundreise mit einem Frühstück am Hafen. Klar, das ist touristisch, aber auch die beste Einstimmung. Bestellt wird ein Bica (Espresso) oder Galão (Milchkaffee) mit einem für die Algarve typischen Snack: Toast. Die Straßen laden zum Bummeln ein, ein Straßenmusikerduo spielt einige Lieder. Sofort ist der Reisende entspannt – so soll die Rundreise beginnen.

Der Fischerort Olhão (2) ist Ausgangspunkt verschiedener Fährfahrten zu den vorgelagerten Sandinseln Ilha do Farol, Ilha da Culatra und einigen weiteren. Sie alle sind Teil des Naturschutzgebietes Parque Natural da Ria Formosa und eignen sich perfekt zum Insel-Hopping mit der Fähre vom Hafen aus. Zurück in Olhao gibt es zum Abendbrot Sardinen – dafür ist der Fischerort bekannt. Anschließend wird durch die Altstadt flaniert und der Tag findet einen ruhigen Ausklang.

Übernachten in Olhão

Tag 2:

Am nächsten Morgen geht es sogleich nach dem Frühstück weiter nach Tavira (3). Der verschlafene Ort ist wie für einen kleinen Stadtbummel gemacht, denn wer hier aufmerksam ist, lernt die traditionelle und authentische Algarve kennen – Massentourismus und Einheitsbrei sucht man vergeblich.

Das nächste Ziel erreicht der Algarve-Urlauber nach einer kurzen Fahrtzeit mit dem Mietwagen: Praia da Falésia (4). Der Strand ist beliebt bei Reisenden, die das authentische Strandleben der Algarve genießen wollen ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen: Der kilometerlange Strand schmiegt sich an tiefrote Felsen und bietet an einzelnen Abschnitten ein gastronomisches Angebot sowie Miet-Liegen und -Schirme und Lifeguards – die besten Voraussetzungen für einen ausgedehnten Strandbesuch.

Die Stadt Albufeira (5) ist der Inbegriff für ein breites Angebot an Nightlife und Gastronomie. Nach dem Strandbesuch wird der Abend in einen der Clubs oder Bars eingeläutet.

Übernachten in Albufeira

Tag 3:

Besonders auf Reisen mit Kindern ist ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten Trumpf. Der Wasserrutschenpark Slide & Splash (6) verbindet die Abenteuer unzähliger Fahrgeschäfte, Rutschen und Wasserspielplätze mit einem Entspannungsangebot und ist somit eine willkommene Alternative zum Beachlife. Hier sollte unbedingt ausreichend Zeit eingeplant werden, da die Warteschlangen besonders in der Hochsaison lang sein können. Es lohnt sich.

Nach dem Trubel der Wasserrutschenparks findet man in Carvoeiro (7) ein ruhigeres Ambiente vor und kann hier den Urlaubstag mit frischem Seafood krönen und genießen.

Übernachten in Carvoeiro

Tag 4:

Mit der Serra de Monchique (8) wird das Bild der Algarve erst komplett. Das Gebirge im Hinterland ist einen Besuch wert – vorbei an der wunderschönen und üppigen Natur fährt der Urlauber auf den höchsten Berg der Region, den Fóia, und lässt den Blick bis zur Küste schweifen. Das Bergdorf Monchique wird gleich mit besichtigt.

Einmal den kräftigen Wind im Gesicht spüren und zuschauen, wie sich die Surfer als einzelne Punkte am Horizont verlieren – oder gleich selbst surfen. Am Praia do Amado (9) ist die Algarve wild, gleichzeitig elegant. Eben ein Abenteuer und daher ein gutes Ausflugsziel auf jeder Reise an die Westküste der Algarve. Der Tag endet in Sagres (10).

Sagres ist lebendig und dabei ganz eigen. Während in der Mittagssonne viele Lokale geschlossen haben, blüht die Stadt nach Sonnenuntergang auf und befördert gastronomisch einmalige Konzepte zu Tage.

Übernachten in Sagres

Blogger-Tipp von:
Stella Maria Pfeifer
Sagres ist lebendig und dabei ganz eigen. Während in der Mittagssonne viele Lokale geschlossen haben, blüht die Stadt nach Sonnenuntergang auf und befördert gastronomisch einmalige Konzepte zu Tage. Ein Tipp: Unbedingt bei Mums in der Avenida Commandante Matoso die Tagliatelle do Mar probieren!

Tag 5:

In Sagres aufgewacht, kann gleich die Fortaleza de Sagres (11) besichtigt werden, ein geheimnisumwobenes portugiesisches Nationaldenkmal mit der Rosa dos Ventos im Inneren der Anlage.

Mit historischen Destinationen geht die Reise gleich weiter. Am Cabo de São Vicente (12) schweift der Blick über den Atlantik Richtung Amerika. An den verschiedenen Foodtrucks direkt vor dem Kap wartet Stärkung – unter anderem die „letzte Bratwurst vor Amerika“. Der Zugang zum Areal ist kostenfrei, das Museum kostet jedoch Eintritt.

Auf dem Weg zurück Richtung Faro darf ein abschließender Strandbesuch nicht fehlen. Am Praia do Zavial (13) ist nicht viel los, den kleinen Küstenstreifen hat man mit ein wenig Glück fast ganz für sich allein. Das flache Wasser und der schnelle Weg zum Strand selbst eignen sich perfekt für eine finale Abkühlung im Atlantik, bevor es über die Ponta da Piedade (14) (Aussicht genießen!) und Lagos (15) (ein letzter portugiesischer Bica) zurück nach Faro geht.

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