Marco Polo Magazin
Südtirol · 16.10.2022

Sexten

Wandern & Wellness in den Dolomiten

Das Wandern und Bergsteigen in Südtirol zu preisen, hieße Steine in die Dolomiten zu tragen. Was Le Corbusier einst „das schönste Bauwerk der Erde“ genannt hat, ist eine Aneinanderreihung felsiger Highlights, deren berühmtestes in Sexten zu finden ist. An Wellness-Gelegenheiten besteht dort ebenfalls kein Mangel.

Eindrucksvolle Dolomitenfelsen: Paternkofel und Drei ZinnenEindrucksvolle Dolomitenfelsen: Paternkofel und Drei Zinnen | © Andrew_Mayovskyy, iStock

Hot Spot Drei Zinnen

Nicht einmal das Matterhorn besitzt den Wiedererkennungswert der drei Felsklötze, die noch dazu von einer grandiosen Arena umgeben sind. Von vielen Seiten kann man sich den Drei Zinnen nähern. Die kürzeste ist die Option von der anfahrbaren Auronzohütte (1,5 Std., gut 200 Höhenmeter Aufstieg, sehr früh da sein für einen Parkplatz!), die klassische der Anstieg auf die Drei-Zinnen-Hütte von Sexten aus. Allein unterwegs wird man hier nur in den seltensten Fällen sein, doch die beeindruckenden Felsgestalten, die Wasserfälle und Bergseen sind Grund genug, sich nicht davon beirren zu lassen. Oben angekommen, stellt man fest: Das, was einst Not- und Schutzhütte für wagemutige Bergsteiger gewesen ist, ist heute zum Insta-Hot-Spot mutiert. Das muss man nehmen, wie es ist. Immerhin hält das trotzdem sehr freundliche Hüttenpersonal dem Ansturm wacker Stand – und das Essen schmeckt überraschend gut. Wer des Bergsteigens mächtig ist und etwas Felserfahrung besitzt, kann sich in größere Höhen flüchten, wo nicht nur die Luft, sondern auch die Besucherdichte schlagartig dünner wird. Oder man nächtigt hier oben an einem der schönsten Plätze der Alpen und teilt die Abend- und Morgenstimmungen mit nur ganz wenigen. In jedem Fall wird ihr Anblick in Erinnerung bleiben und übertrifft alle Fotos, die von ihnen gemacht worden sind: die „Tre Cime“.

 

Popera-Dolomiten

Ähnlich beeindruckende Anblicke kolossaler Felsgestalten bietet die Popera-Gruppe auf der anderen Seite der Sextener Dolomiten: unten lieblich, oben wuchtig-felsig, fast einschüchternd massiv. Auch hier sollte man den Parkplatz vom Ausgangspunkt an der Lunellihütte nicht erst gegen Mittag ansteuern, doch ist es hier im Gegensatz zum Fischleinboden-Parkplatz in Sexten noch kostenlos. Der 1- bis 1,5-stündige Zustieg hinauf zur Bertihütte in und über Bäche, neben und durch Wasserfälle ist äußerst kurzweilig; weiter oben öffnen sich die für die Dolomiten so typischen Schuttreißen, gekrönt von unzähligen felsigen Zacken, die auf Klettersteigen zur Begehung einladen (Via ferrata Mario Zandonella auf die Sextener Rotwand, Klettersteige Roghel und Gabriella durch die Forcella tra le Guglie). Für „Nur-Wanderer“ gibt es ein kleines Seelein im Popera-Kar zu besuchen (30 Minuten von der Hütte). Die schmucke Bertihütte kann auch vom Kreuzbergpass in rund 2,5 Stunden erreicht werden. Wer über nicht allzu viele Zeitreserven verfügt, sollte aber lieber am Ausgangspunkt einkehren.

 

Sextener Dolomiten

Man ist aus vielen Gründen gut beraten, sich für die schönsten Touren in den Sextener Dolomiten eine Unterkunft vor Ort zu suchen. So verlangt der Parkplatz am Fuß der Drei-Zinnen-Hütte 30 Euro für das Abstellen eines Pkws, und ab dem frühen Vormittag sind zum Teil mehrere Stunden (!) Wartezeit dafür angesagt. Mit dem Mountainbike lässt sich nicht nur dieses Problem umgehen, sondern auch noch der relativ ebene Streckenabschnitt zwischen Fischleinboden- und Talschlusshütte wesentlich beschleunigen. Ganz abgesehen davon ist die Berg-Kulisse wahrlich filmreif, weshalb man bei einer Hotel-Buchung in der Region unbedingt auf ein südwest- bis südostseitig ausgerichtetes Zimmer achten sollte. Weiters ist es von großem Wert, eine kompetente Beratung in Sachen Bergsteigerei an der Hand zu haben. Die Tourenmöglichkeiten sind schier unzählig – allein die Region Drei Zinnen Dolomites kommt auf 662 Wanderkilometer – und Informationen über die aktuellen Bedingungen in anspruchsvolleren Routen sollten vorab immer eingeholt werden.

 

 

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Marco Polo Redaktion

Erstversion von Solveig Michelsen

 

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