Marco Polo Magazin
Ratgeber und Tipps · 26.07.2017

Roaming auf hoher See

Tipps für das Telefonieren und Surfen während der Kreuzfahrt

Auch während der Kreuzfahrt wollen viele Reisende mittlerweile voll vernetzt bleiben. Telefonate nach Zuhause oder die gewohnte Nutzung des Internets geraten auf hoher See aber auch schnell zur Kostenfalle. Wir zeigen, worauf du achten solltest.

Auf hoher See gelten beim Internetzugang eigene Regeln.Auf hoher See gelten beim Internetzugang eigene Regeln. | © Thinkstock

Seit Kurzem gilt beim Urlaub innerhalb der Europäischen Union eine neue mobile Freiheit. Dank der Abschaffung der Roaming-Gebühren telefonieren und surfen Reisende im Ausland zu denselben Konditionen wie daheim. Auf hoher See aber gelten bei der Nutzung von Handy, Tablet und Laptop ganz eigene Regeln. Dabei wollen viele Urlauber auch während der immer beliebteren Kreuzfahrten nicht auf den gewohnten Zugang zum Internet verzichten – sei es, um Urlaubsfotos zu teilen, E-Mails zu verschicken, in sozialen Netzwerken aktiv zu bleiben oder per Stream Filme zu gucken.

Generell ist bei der Nutzung mobiler Daten während der Kreuzfahrt Vorsicht geboten. Regelungen, die den Verbraucher schützen, gelten nur an Land. Das betrifft neben dem Wegfall der Roaming-Gebühren zum Beispiel auch die Deckelung der Kosten für mobile Datennutzung. Dieser sogenannte Kostenairbag führt normalerweise dazu, dass die Mobilfunkverbindung automatisch gekappt wird, wenn Kosten von 59,50 Euro erreicht werden. Nicht so auf hoher See.

Teils exorbitante Kosten

Sagen wir es so: Auf dem offenen Meer herrschen in puncto mobilem Sprach- und Datenverkehr ganz eigene Regeln. Mittlerweile gibt es auf den meisten Kreuzfahrtschiffen ein Mobilfunknetz. Dazu wird das schiffseigene System per Satellit mit der Basisstation eines Mobilfunkanbieters an Land verbunden. Damit der Reisende die gewohnten Angebote auch auf hoher See nutzen kann, muss zwischen seinem Mobilfunkanbieter und dem Betreiber des Satellitennetzes ein Roaming-Abkommen bestehen. Je nach den vereinbarten Konditionen schwanken die Kosten für den Kunden.

Auf jeden Fall lassen sich die Beteiligten diese sogenannten maritimen Services bei Mobilfunkverbindungen teuer bezahlen. So kann bereits ein Megabyte bis zu 30 Euro kosten, wie die Verbraucherzentralen warnen. Diese geringe Datenmenge reicht gerade einmal aus, um zum Beispiel 20 E-Mails ohne Fotoanhang zu verschicken oder um fünf Internetseiten zu öffnen. Wer per Handy zuhause anruft, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen. Je nach Anbieter können hier zwischen drei und sieben Euro pro Minute fällig werden. Eingehende Anrufe schlagen gleichermaßen mit bis zu sieben Euro pro Gesprächsminute zu Buche. Vergleichsweise „günstig“ ist da die klassische SMS. Sie kostet zwischen 40 Cent bis 1,50 Euro.

Vermeiden Sie Online-Banking auf hoher See

Wer an Bord nicht auf die Nutzung des Internets verzichten mag, sollte sich über schiffseigene WLAN-Angebote informieren. Oft gibt es spezielle Pakete, die vor der Abfahrt hinzu gebucht werden können. Sie reichen zum Beispiel von minutengenauer Abrechnung für Wenig-Surfer bis hin zu großen Datenvolumen zum Festpreis. Reisende sollten sich vor Urlaubsbeginn bei der Reederei und ihrem Mobilfunkanbieter genau über Kosten und Konditionen informieren.

Wichtig ist zum Beispiel auch die Frage, was geschieht, wenn ein gebuchtes Datenpaket aufgebraucht ist. Läuft die Verbindung unbemerkt zu den gleichen Konditionen weiter, kann es bei der Endabrechnung schnell eine böse Überraschung geben. Generell gilt: Bei offenen WLAN-Netzen ist beim Umgang mit persönlichen Daten erhöhte Vorsicht geboten. Online-Banking sollte beispielsweise nach Möglichkeit vermieden werden.

Die Verbraucherzentralen haben noch diese besonderen Spartipps parat:

* Wer nur ab und zu einmal E-Mails checken möchte, kann beim Landgang einfach ein Café, Hotel oder Restaurant mit freiem WLAN-Hotspot aufsuchen.

* Bei längeren Aufenthalten an Land in demselben Staat kann sich der Kauf lokaler Prepaid-Karten lohnen.

* Befindet sich das Schiff in Küstennähe, lässt sich manchmal das günstigere Mobilfunknetz des lokalen Anbieters an Land nutzen.

* Die in der Handy-Rechnung geforderten Roaming-Kosten erscheinen dir zu hoch? Kunden können grundsätzlich innerhalb von acht Wochen nach Zugang Widerspruch gegen bestimmte Forderungen erheben; die SMS des Anbieters zu den Roaming-Kosten sollte aus Beweisgründen unbedingt aufbewahrt werden

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Von Jonathan Berg

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