Freimengen beachten Teures Weihnachtsshopping in New York: Vorsicht beim Zoll

Weihnachtsshopping im Ausland erfreut sich großer Beliebtheit. Beim Zoll ist es allerdings oft mit der Feststimmung vorbei. Wir zeigen, wie du deftige Abgaben vermeidest und welche Unterschiede es bei Reisen inner- und außerhalb der EU gibt.

Behalte bei Shoppingtrips die Reisefreimengen stets im Blick.| © Thinkstock

Weihnachtsgeschenke kaufen und Urlaub machen – für viele Menschen ist das in der Adventszeit eine unschlagbare Kombination. Der Shoppingtrip lohnt sich nur wegen der besonderen Atmosphäre auf festlich geschmückten Einkaufsstraßen oder Weihnachtsmärkten. Ein günstiger Wechselkurs kann dabei helfen, das Beste aus dem Budget herauszuholen. Auch aus diesem Grund werden viele Deutsche in den nächsten Wochen wieder nach New York reisen. Aktuell gibt es für einen Euro ungefähr 1,17 US-Dollar. Das ist fast ein Fünftel mehr als noch vor einem Jahr. In Teilen Asiens sowie in Osteuropa fällt die Kaufkraft des Euros noch größer aus. Wird dank Duty Free dann auch noch die Umsatzsteuer gespart, geraten im Ausland gekaufte Weihnachtsgeschenke zu echten Schnäppchen.

Betrug wird teuer

Nicht selten aber enden erfolgreiche Shoppingtouren am Flughafen in einem bösen Erwachen. Da werden plötzlich Abgaben auf die Einkäufe fällig, mit denen der Reisende nicht gerechnet hat. Wer am Zielflughafen einfach durch „Nichts zu verzollen“-Ausgang schlendert und auffliegt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Ein Fußballfunktionär wurde vor einigen Jahren mit zwei Luxusuhren erwischt und musste Medienberichten zufolge 250.000 Euro Strafe zahlen. Zwar gab er an, die Uhren geschenkt bekommen zu haben. Das macht beim Zoll aber keinen Unterschied. Dort wird ausschließlich nach dem Wert der eingeführten Waren geschaut.

Reisen innerhalb der Europäischen Union

Hier bist du bei Weihnachtseinkäufen meist auf der sicheren Seite. In der EU herrscht Freizügigkeit. Das bedeutet: Jeder Bürger wird in jedem Mitgliedsstaat so behandelt wie ein Staatsangehöriger. Du kannst aus jedem EU-Land abgabenfrei Waren mitbringen, solange sie für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Um diese private Nutzung zu garantieren, gibt es allerdings Höchstmengen für bestimmte Produkte wie Zigaretten (meist 800 Stück), Spirituosen (zehn Liter) und Kaffee (zehn Kilogramm).

Wer den Freundes- und Bekanntenkreis mit gutem Wein beglücken will, hat keine Probleme: Für Wein aus anderen EU-Ländern gibt es in Deutschland keine Richtmenge. Er darf also für die private Verwendung theoretisch in unbegrenzter Menge eingeführt werden.

Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat

Viel strenger fallen die Bestimmungen aus, wenn du von außerhalb der EU zurückkehrst. Für die sogenannten Reisefreimengen – die ohne Abgaben eingeführt werden können – müssen immer zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

> Du führst die Waren mit dir. Das trifft auch dann zu, wenn die Waren dir auf dem gleichen Beförderungsweg (zum Beispiel per Flugzeug oder Bahn) voraus- oder nachgeschickt werden. Sie dürfen aber nicht per Post versendet werden.

> Die Waren sind ein Geschenk oder für den persönlichen Gebrauch (deinen oder eines Mitglieds deines Haushalts) bestimmt. Sobald du für das Mitbringen bezahlt wirst, greifen die Reisefreimengen nicht.

Für im EU-Ausland gekaufte verbrauchsteuerpflichtige Waren herrschen striktere Einfuhrgrenzen:

> 200 Zigaretten

> 50 Zigarren

> ein Liter Spirituosen

> vier Liter nicht schäumender Wein

Interessant wird es bei anderen Geschenken. Hier darf der Warenwert insgesamt 300 Euro nicht überschreiten. Wer per Flugzeug oder Schiff reist, braucht bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro keine Abgaben zahlen. Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dürfen jeweils Waren von insgesamt 175 Euro einführen. Zwei Erwachsene und ein Kind kämen demnach bei einer Reise nach New York auf einen Gesamtwert von 1.035 Euro.

Übersteigt der Preis der Geschenke die Freimengen, werden Einfuhrabgaben fällig. Bis maximal 700 Euro Warenwert sind dies meist pauschal 17,5 Prozent. Über dieser Grenze werden die Abgaben für jedes Produkt konkret berechnet. Ganz wichtig: Bewahre immer die Kaufbelege der Geschenke und Mitbringsel auf und habe sie bei der Rückreise gesammelt griffbereit. Fehlen die Nachweise, wird der Warenwert beim Zoll ermittelt oder geschätzt.

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Von Hannah Sommer

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