Entscheidender Check So kann ein gültiger Reisepass den Urlaub verhindern

Bei den Ferienvorbereitungen sollte möglichst früh ein prüfender Blick in den Reisepass geworfen werden. Viele Länder verlangen, dass das Dokument noch sechs Monate gültig ist – unabhängig von der Dauer des Aufenthalts. Auf diese Punkte sollten Sie unbedingt achten.

Beim Reisepass ist während der Urlaubsplanung Sorgfalt angesagt. | © johannes86, Thinkstock

Flug und Reise sind bezahlt, der Pass ist gültig und doch ist am Zielflughafen die Traumreise bereits zu Ende. Dieses ärgerliche Szenario lässt sich mit einer gründlichen Urlaubsplanung verhindern. Denn viele Länder begnügen sich nicht einfach mit einem während des Aufenthalts gültigen Reisepass. Oft muss das Dokument noch mindestens sechs Monate gültig sein. Hier ist der genaue Wortlaut aber entscheidend.

Generell gilt: Bei Reisen ins Ausland gehört für den Grenzübertritt grundsätzlich ein Reisepass ins Gepäck. Außerhalb der Europäischen Union reicht der deutsche Personalausweis meist nicht aus. Ohne gültigen Reisepass kann nicht nur der Urlaub im Eimer sein. Der Betroffene muss zudem damit rechnen, dass ihm die Rückkehr nach Deutschland verwehrt wird, wie das Auswärtige Amt warnt.

Vorausschauende Planung erleichtert das Reisen

Das wichtigste Dokument ist daher der elektronische Reisepass, auch ePass genannt, mit dem bordeauxroten Einband. Er ist zehn Jahre lang gültig, bei Bürgern unter 24 Jahren nur sechs Jahre. Auch wegen der langen Gültigkeitsdauer haben wohl die wenigsten Menschen deren Ende genau im Blick. Tipp: Schauen Sie doch mal schnell nach und vermerken eine rechtzeitige Beantragung des neuen Reisepasses in Ihrem Kalender.

Für Aufenthalte in den USA muss das Dokument nur bis einschließlich des Tages der Ausreise gültig sein. Viele Länder aber verlangen, dass der Pass bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Dazu zählen beispielsweise Thailand und Kuba. Das Auswärtige Amt informiert im Internet über die Bestimmungen für jedes Land. Achten Sie unbedingt auf den genauen Wortlaut. Für China etwa müssen die Reisedokumente zum Zeitpunkt der Visumsbeantragung noch ein halbes Jahr gültig sein. Und bei Israel, Kuba und Ägypten setzt die Sechsmonatsfrist erst am Ende der Reise ein. Ägypten akzeptiert übrigens auch die Einreise mit dem Personalausweis. Dann wird eine spezielle Einreisekarte ausgestellt, für die ein Passfoto mitgebracht werden muss.

» Reiseinformationen des Auswertigen Amtes 

Sicherheitspuffer ist sinnvoll

Die strengen Bestimmungen zur Gültigkeit mögen unnötig streng erscheinen. Sie dienen aber letztlich auch der Sicherheit des Reisenden. Schließlich können eine Erkrankung oder ein Unfall den Auslandsaufenthalt unerwartet verlängern. Außerdem werden Touristenvisa für festgelegte Intervalle vergeben, manchmal bis zu 180 Tage und da muss der Reisepass diese Dauer eben abdecken, auch wenn die tatsächliche Urlaubsdauer kürzer sein sollte.

Haben Sie erst spät entdeckt, dass Ihr Reisepass nicht mehr lang genug gültig ist, ist nicht alles verloren. Sie können bei Ihrer zuständigen Passbehörde das Dokument im Expressverfahren beantragen. Reicht die Zeit dafür nicht aus, gibt es noch einen vorläufigen Reisepass mit grünem Einband, der maximal ein Jahr gültig ist. Manche Länder erkennen diese Zwischenlösung aber nicht an beziehungsweise gewähren damit keine visumfreie Einreise, zum Beispiel die USA. In Notfällen kann die Bundespolizei an der Grenze beziehungsweise am Flughafen einen Reiseausweis als Passersatz ausstellen. Dazu sollte unbedingt vor Reiseantritt bei der Hotline der Bundespolizei nachgefragt werden. Die Hotline unter der Nummer 0800-688-8000  ist rund um die Uhr besetzt.

» Mehr spannende MARCO POLO Reise-Ratgeber

Von Jonathan Berg

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