Marco Polo Magazin
Essen & Trinken · 31.03.2019

Müll vermeiden im Urlaub

So funktioniert Zero Waste Reisen

Immer mehr Menschen möchten im Urlaub Müll vermeiden. Das ist oft aber sehr viel schwerer als Zuhause. Diese Tipps helfen ganz alltagstauglich beim Zero Waste Reisen.

Müllvermeidung geht auch im Urlaub.Müllvermeidung geht auch im Urlaub. | © Shutterstock

Im Urlaub bleibt das Umweltbewusstsein schnell auf der Strecke. Wer daheim brav auf Einkaufsbeutel, Recycling und möglichst wenig Plastikverpackung setzt, ist in den Ferien oft entsetzt, wie viel Müll man produziert. Dafür sind einerseits andere Gepflogenheiten im Zielland verantwortlich (Stichwort: Flaschenpfand). Am stärksten aber sorgt das Auf-Reisen-Sein selbst für Müllberge. Urlaub ist eben kein Alltag. Der Trend „Zero Waste Travel“ (Reisen ohne Müll) ruft dazu auf, auch auf Reisen Umwelt und Ressourcen zu schonen. Aber wie genau funktioniert das am besten?

Das haben sich im vergangenen Jahr auch die Nutzer der visuellen Suchmaschine Pinterest gefragt. Die Plattform verzeichnete 74 Prozent mehr Anfragen zum Thema „Zero Waste Travel“. Dazu muss man sagen: Wer das Motto wörtlich nimmt, reist im Extremfall tatsächlich mit einem Mini-Komposthaufen im Schraubglas durch die Welt. Der Trend geht mit Abstrichen aber auch sehr viel alltagstauglicher. Dies sind einige praktische Tipps, mit denen Zero Waste Reisen funktioniert. Netter Nebeneffekt: Viele von ihnen helfen gleich noch beim Geldsparen.

#1 Bordkarte per App

Es ist nur ein winziger Schritt. Aber schon der Verzicht auf das Ausdrucken des Flugtickets oder der Bordkarte hilft, Müll zu vermeiden. Wer sich die nötigen Daten über die App der Fluggesellschaft aufs Handy holt, steht zudem bei der Rückreise nicht vor der Frage: Wo finde ich einen Drucker?

#2 Besteck mitnehmen

Essen verursacht auf Reisen mit am meisten Müll. Die Europäische Union will demnächst Einwegbesteck und Strohhalme aus Plastik verbieten. An manchen Urlaubszielen bieten Imbisse vielleicht schon Besteck aus Holz oder Strohhalme aus Pappe. Trotzdem tun Reisende der Umwelt einen großen Gefallen, wenn sie wenigstens eine Gabel und einen Löffel einpacken. Es muss nicht das gute Tafelsilber oder ein teures Campingbesteck sein. Bereits eine Kuchengabel und ein Eierlöffel können auf Reisen gute Dienste leisten. Ebenfalls eine gute Recycling-Möglichkeit ist es, nicht gebrauchte Stäbchen oder Plastikgabeln von der letzten Essenslieferung in den Koffer zu packen.

#3 Wasserflasche einpacken

Eine wiederverwertbare Wasserflasche schont nicht nur wertvolle Ressourcen. Sie ist auch gut für die Gesundheit. Denn so ist es viel leichter, ständig etwas zu trinken in der Tasche zu haben. Egal ob aus Metall oder Plastik: Die eigene Flasche ist bereits beim Hinflug eine wertvolle Wasserreserve, denn oft sind Airlines bei der Getränkeversorgung etwas knauserig. Wer mag, kann im Flugzeug auf Wasser in Plastikbecher oder -flasche verzichten und die Stewardess bitten, die eigene Flasche aufzufüllen.

#4 Auf Take-out verzichten

Ständige Restaurantbesuche gehen ins Geld. Viele Urlauber behelfen sich mit Fertigmahlzeiten aus dem Supermarkt oder Take-out-Gerichten vom Schnellrestaurant. Die werden dann gemütlich in der Unterkunft verspeist. Diese Ernährungsgewohnheit im Urlaub sorgt aber für besonders viel Müll. Besser ist es, vor Ort zu essen. Dabei lässt sich zwar leider nicht Netflix schauen. Aber die Suche nach günstigen Garküchen und Imbissständen führt dafür auf Reisen schnell zu den wirklichen kulinarischen Höhepunkten.

#5 Kosmetik in Reisegröße selbst abfüllen

Die Miniflaschen in der Drogerie sind wirklich verlockend. Aber vom vergleichsweise hohen Preis mal abgesehen, produzieren diese Reisegrößen enorm viel Verpackungsmüll. Billiger und umweltfreundlicher ist es, wenn man in wiederverwertbare Tuben und Fläschchen investiert. Auf diese Weise lassen sich auch das bewährte Shampoo und die gute Gesichtscreme umfüllen.

#6 Gute Angewohnheiten mitnehmen

Urlaub ist meist immer auch ein wenig eine Ausnahmesituation. Da ist es hilfreich, vor dem Abflug kurz zu bilanzieren, wie man im Alltag Müll vermeidet und diese guten Angewohnheiten möglichst mit in die Ferien zu nehmen. Das bedeutet beispielsweise, immer einen Beutel für unvorhergesehene Einkäufe dabei zu haben. Der kann dann auf der Rückreise für die Schmutzwäsche benutzt werden. Umweltbewusstsein kann auch bedeuten, die Garderobe oder Lektüre für den Urlaub nicht neu zu kaufen, sondern in Secondhand-Läden zu stöbern.

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Von Hannah Sommer

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