Urlaubsfallen Pauschalurlaub: die dreistesten Abzocktricks

Der Urlaub soll die schönste Zeit des Jahres werden, dafür spart manchereins ein ganzes Jahr lang. Umso ärgerlicher, wenn einem das Geld hier gleich wieder aus der Tasche gezogen wird – noch dazu, wenn es sich um völlig schamlose und dreiste Abzocke handelt. Um dem vorzubeugen, haben wir die gängigsten Betrügereien zusammengestellt.

Urlauber sind ein besonders leichtes Ziel für viele Betrüger. | © Brosa, iStock

Reisekatalog: Wer kein „Katalogdeutsch“ spricht, kann sich den Ärger schon bei der Buchung einhandeln. Denn viele Formulierungen sind für den ungeübten Pauschalurlauber missverständlich und können zu schweren Enttäuschungen führen. So heißt bei der Buchung Ihres Hotels, zum Beispiel auf Mallorca, „Zimmer auf Meerseite“ nicht, dass Sie auch auf's Meer blicken können. Um diese Garantie zu haben, müssten Sie nach einem „Zimmer mit Meerblick“ suchen. Auch „Strandnähe“ ist etwas völlig anderes als „direkte Strandlage“. Im ersten Fall kann es schon sein, dass Sie einen längeren Spaziergang auf sich nehmen müssen, um zum Meer zu gelangen. Und wenn das Wörtchen „Strand“ gänzlich fehlt (zum Beispiel bei „direkt am Meer“), ist auch wieder Vorsicht angebracht: Hier könnte es sich auch um eine Steilklippe oder Felsbucht handeln. Im Zweifelsfall also immer nachfragen oder selbst im Internet recherchieren!

Flug: Auch bei der Anreise kommt es oft zu Missverständnissen, wenn im Katalog von „Direktflug“ die Rede war, das Flugzeug aber überraschend zwischenlandet. Hier gibt es die feine Unterscheidung zwischen Nonstop-Flug (also wirklich ohne Unterbrechung bis ans Ziel) und Direktflug, der Stopps ohne Umsteigen beinhalten kann.

Mietwagen: Die nächste Falle lauert bei der Mietwagenbuchung. Sparfüchse greifen oft zu kleinen lokalen Unternehmen vor Ort, die nicht zwangsläufig schlecht sein müssen. Allerdings empfiehlt es sich hier, unbedingt das Kleingedruckte zu lesen, in dem einen Menge Aufschläge und Kosten versteckt sein können. Und: Nicht immer ist der Mietvertrag oder das Übergabeformular in der eigenen Sprache erhältlich und man kommt in die unangenehme Situation, quasi blind unterschreiben zu müssen.

Autopanne: In einigen Ländern wird die Masche mit der Autopanne häufig eingesetzt – in sämtlichen Variationen. Dazu täuscht eine meist weibliche Person eine Panne vor; der weichherzige Urlauber hält natürlich an, um ihr beizustehen. Während man aus dem Wagen steigt, räumen dann die Komplizen die Wertsachen aus dem eigenen Auto … Sind Sie sich unsicher, ob es sich nicht doch um eine echte Panne handelt, machen Sie den Test: Fotografieren Sie das Auto und Nummernschild des angeblichen Opfers deutlich mit der Handykamera und beobachten Sie die Reaktion! In einsamen Gegenden sollten Sie Ihr Fahrzeug dabei keinesfalls verlassen.

Fiktiver Zoll: Teppiche aus dem Nahen Osten, feine Ledertaschen aus Argentinien oder Elektronikartikel aus den USA sind je nach Reiseland beliebte Souvenirs. Haben Sie sich vor Ort gewundert, warum Ihre Heimatadresse für den Kauf vonnöten war, kommt vielleicht zu Hause das böse Erwachen: Ein offiziell anmutendes Schreiben weist Sie darauf hin, dass Ihr Souvenir nicht rechtmäßig versteuert oder verzollt wurde und droht mit horrenden Mahngebühren. Hier nicht im Affekt handeln – fast alle dieser Schreiben sind gefälscht!

Anzahlung: Gerade beim Teppichkauf sehr beliebt: Gegen eine Anzahlung wird das schwere Stück in die Heimat verschickt. Wer hat auch schon Platz im Fluggepäck? Allerdings sollten Sie sich vergewissern, dass es sich hier um einen seriösen Anbieter handelt. Denn viele Urlauber haben von ihrer Anzahlung (und dem Teppich) nie wieder etwas gesehen …

Strandverkäufer: Wer kennt sie nicht, die Strandverkäufer an den Stränden von Spanien, Frankreich oder Italien? Und eigentlich ist es jedem klar, dass da nur billige Ramschware feilgeboten wird. Aber vielleicht ist dieser eine doch mal ehrlich? Mit täuschend echt wirkenden Raubkopien zu Preisen, die den wahren so nahe kommen, dass viele doch an ein echtes Schnäppchen glauben, bringen sie immer wieder Touristen zu Fall. Wenn es sich nachher doch als Fälschung herausstellt, ist der Ärger doppelt vorprogrammiert, denn mit dem Kauf einer Raubkopie macht man sich sogar strafbar.

Präparierter Geldautomat: Als Skimming wird bezeichnet, wenn ein zusätzliches Lesegerät die Daten des Magnetstreifens ausliest. Oft braucht der Betrüger dazu aber noch die Geheimzahl, weshalb man die Eingabe der PIN immer mit der Hand schützen sollte. Die eingebauten Mikro-Kameras sind selbst für misstrauische Urlauber kaum zu erkennen. Wenn ganze Tastenfeld-Attrappen verwendet werden, die über dem eigentlichen Tastenfeld kleben, ist der Urlauber machtlos. Dann gilt: Beim ersten Verdacht eines Missbrauchs Karte sofort sperren lassen.

Noch dreister ist die Nummer mit dem Karteneinzug: Der zuvor manipulierte Eingabeschlitz zieht die Bankomatkarte ein. Für diesen Fall gibt es dann einen (falschen) Aufkleber am Automaten mit einer Nummer, die man in diesen Fällen kontaktieren soll. Am anderen Ende der Leitung verlangt der vermeintliche Bankbeamte die PIN des Opfers, um die Karte wieder auslösen zu können. Dann müssen alle Alarmglocken schrillen – keine Bank verlangt jemals die Herausgabe der Geheimzahl! Wer sich gutgläubig darauf einlässt, hat bald ein leergeräumtes Konto ...

Taxi: Auch hier ist für Gauner viel Geld zu machen wie unlängst in Deutschland (!) geschehen: Hier wurde ein Tourist in Berlin für zehn Kilometer Taxifahrt mit 400 Euro abgezockt. Deshalb gilt für alle Länder: Den Preis unbedingt vor der Fahrt mit dem Fahrer aushandeln und auch nach etwaigen Zuschlägen fragen. Dann gibt’s am Ende keine böse Überraschung, und der Fahrer wird auch keine großen Umwege fahren wollen. Außerdem: Nur in registrierte Taxis steigen, meist zu erkennen an einer offiziellen Nummer im Fenster.

Taschendiebstahl: Im großen Gedränge, in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei viel besuchten Sehenswürdigkeiten wie z.B. vor dem Eiffelturm in Paris tummeln sich immer wieder Taschendiebe. Der alte Trick mit dem Anrempeln funktioniert immer noch gut, weshalb man sich Wertsachen um den Bauch binden sollte. Leider werden auch immer häufiger Kinder für diverse Ablenkungsmanöver eingesetzt, die den Touristen bedrängen sollen, damit ein anderer zugreifen kann

 

von Solveig Michelsen

 


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