Abenteuer Natur Geocaching: Schatzsuche im Urlaub

Lang ersehnter Urlaub: endlich ausspannen, nichts tun. Die Zeit verbummeln. Ruhe. Aber spätestens am dritten Tag wird’s langweilig. Bloß woher nun ein Programm nehmen, das nicht wieder in Stress ausartet? Die Antwort heißt Geocaching, eine Art Schatzsuche mit GPS-Gerät, die sich beliebig leicht oder schwer, kurz oder lang gestalten lässt.

Geocaching: Schatzsuche mit GPS-Gerät | © tobi, iStock

So kann ein Logbuch aussehen. | © PaulaConnelly, iStock

In altem Laub versteckter Cache | © ra-photos, iStock

Manche Caches führen zu landschaftlich sehr schönen Orten... | © PaulaConnelly, iStock

Wie funktioniert's?

Erstmal heißt es die Umgebung nach geeigneten Zielen absuchen – online. Mehrere Geocaching-Communities (Adressen siehe unten) bieten zu den einzelnen Zielpunkten umfangreiche Informationen wie Attraktivität und Schwierigkeit des Verstecks, Tourenlänge, Wegbeschaffenheit und Familientauglichkeit.

Die gewünschten Zielkoordinaten kopiert man sich auf's GPS-Gerät oder Smartphone (sofern mit GPS ausgestattet). Wer mag, kann auch schon in den meist zahlreich vorhandenen Kommentaren stöbern, die das Auffinden des Schatzes manchmal erleichtern – gelegentlich jedoch auch eher verwirren.

Dann kann's los gehen: Anhand der eingespeicherten Koordinaten navigiert man sich etwa fünf bis zehn Meter ans Ziel heran. Viel mehr Genauigkeit lassen die GPS-Geräte nicht zu, also ist ab hier die Intuition gefragt. Hilfreich ist immer, sich selbst die Frage zu stellen: „Wo hätte ich hier einen kleinen Schatz versteckt?“ Mit viel Geschick und etwas Glück findet man ihn und darf ihn nun „loggen“, das heißt sich vor Ort ins Logbuch eintragen und den Fund anschließend online in seinem Logbuch hinzufügen.

Bei dem „Schatz“ handelt es sich meist um einen kleinen bis sehr kleinen Behälter – oft ist es ein Filmdöschen –, der oft nur ein Logbuch enthält, manchmal jedoch auch Kleinigkeiten von geringem Wert, die man dann idealerweise gegen ein anderen lustigen und möglichst wetterfesten Gegenstand eintauscht.

Zu den Regeln gehört, achtsam mit der Natur umzugehen, den Schatz wieder an demselben Platz zurückzulegen, wo man ihn gefunden hat, und den Fund wirklich nur dann zu loggen, wenn man ihn tatsächlich entdeckt hat. Und natürlich nimmt man nur einen Gegenstand mit und tauscht diesen gegen etwas Gleichwertiges oder Besseres ein, damit sich auch alle Nachfolger noch an dem Schatz erfreuen können. Und noch ganz wichtig: Damit der Behälter nicht von Nicht-Geocachern (im Cach-Slang heißen sie „Muggel“) entfernt oder geplündert wird, sollte man bei der Suche unbeobachtet bleiben oder sie möglichst unauffällig durchführen.


Welche Arten von Caches gibt es?

Die traditionellen Caches, also die Ziele, die durch ein einziges Koordinatenpaar vorgegeben werden, nutzen oft interessante Versteckideen, um die Suche spannend zu gestalten. Einfache Caches werden zum Beispiel in Baumstümpfen, unter Steinen oder als magnetisches Cache an einem Geländer oder hinter einem Schild versteckt. Auch historische Fahrzeuge und metallische Skulpturen sind beliebte Verstecke.

Etwas aufwändiger und deshalb schwerer zu finden sind künstliche Verstecke, wenn etwa Äpfel, Pilze oder Tannenzapfen außerhalb ihrer natürlichen Umgebung platziert werden, um das Logbuch zu tarnen. Auch an einem (unsichtbaren) Faden hängende Filmdöschen oder Micro-Verstecke, für die man schon mal ein geeignetes Werkzeug wie eine Pinzette braucht, gehören zu den anspruchsvolleren Zielen.

So genannte Multi-Caches geben nur die Koordinaten einer ersten Zwischenstation vor, die dann die weiteren Anweisungen oder Rätselaufgaben für die nächste Station enthält. Bei einigen Multi-Caches sind bereits alle Koordinaten vorgegeben, und nur die Final-Koordinaten müssen durch das Lösen von Aufgaben ermittelt werden.

Daneben gibt es noch eine Menge von Spezialverstecken: Night Caches lassen sich vorzugsweise in der Nacht finden (z.B. durch Anleuchten von Reflektoren), Mystery oder Unknown Caches stellen eine Rätselaufgabe, die zu den eigentlichen Zielkoordinaten führt. Das können Sudokus, verschlüsselte Texte, Rechercheaufgaben, mathematische Fragestellungen oder andere Denksportaufgaben sein. Earth Caches sind Caches ohne Dose und Logbuch. Ihre Koordinaten führen den Cacher zu geologisch interessanten Orten, an denen er etwas über die Entstehung und den Aufbau der Erde, ihre Gesteinsformen und die Wandlungen der Erdkruste erfahren kann. Viele EarthCaches verlangen ein Foto als Anwesenheitsbeweis.


Was hab ich davon?

Bei manchen Caches stellt die Versteckidee die eigentliche Attraktion dar. Man freut sich über die witzige Idee oder auch einen originellen Schatz. Viele Caches führen aber auch zu Orten, die man sich ohne dieses Spiel nicht angesehen hätte. Diese reichen von geologischen Besonderheiten über eindrucksvolle Landschaften bis hin zum abenteuerlichem Gelände. Manche Caches erfordern sogar Kletterkünste oder verlangen dem Cacher die Besteigung eines 3000 Meter hohen Berges ab. In jedem Fall gilt: Der Weg ist das Ziel. Und der kann einen Urlaub zu einer richtig spannenden Sache werden lassen.


von Solveig Michelsen




Links:

www.geocaching.de

www.geocaching.com

www.opencaching.de

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