Das müssen Urlauber jetzt wissen Ebola: Können Touristen jetzt noch nach Afrika reisen?

Im Westen Afrikas wütet das Ebola-Fieber. Seit dem Ausbruch der Epidemie im Februar 2014 haben sich mehr als 10.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, mehr als 5.000 sind daran gestorben. Viele Urlauber fragen sich: Sind Reisen auf den afrikanische Kontinent noch sicher? Schließlich sind Länder wie Kenia, Südafrika und Ägypten beliebte Urlaubsziele. Wir klären auf und sagen Ihnen, was Sie jetzt über Afrikatrips und das Ebolavirus wissen müssen.

Afrika ist ein Traumreiseziel, doch angesichts Ebola sind viele Urlauber besorgt. © Franky_Pictures, iStock

Die Angst der Menschen vor Ebola ist verständlich. Die vom Ebolavirus ausgelöste Krankheit verläuft schließlich je nach Virusart in 25 bis 90 Prozent der Fälle tödlich. Hinzu kommt: Auch wenn das Virus hauptsächlich in Westafrika wütet, können es Infizierte per Flugzeug schnell um die Welt tragen. Ein Mann, der sich in Liberia mit dem Virus angesteckt hatte und dann in die USA reiste, infizierte in Dallas zwei Krankenschwestern. Der Mann starb, die Frauen wurden geheilt. Vor wenigen Tagen wurde die Erkrankung eines New Yorker Arztes, der im Seuchengebiet tätig war, bekannt. So betrifft die Krise die ganze Welt.

Die betroffenen Gegenden

Afrikareisende sind verunsichert, der Safari-Tourismus leidet, Stornierungen häufen sich. Dabei ist die Sorge der Menschen häufig unbegründet. So ist die Meinung von Experten eindeutig: Ja, Urlauber können nach Afrika reisen. Die von Ebola betroffenen Länder zählen eher zu den weniger beliebten Urlaubsdestinationen. Am sichersten ist, sie nicht zu bereisen. Wer sie dennoch besuchen muss, sollte die herrschenden Vorsichtsmaßnahmen genau befolgen. Zu den Krisengebieten zählen Guinea, Liberia und Sierra Leone, in Mali kämpfen die Behörden noch gegen eine Ausbreitung. Im Senegal konnten nach einem Ebola-Fall Ende August weitere Ansteckungen verhindert werden. Nigeria gilt nach 20 Todesfällen mittlerweile als ebolafrei.

Vorsichtsmaßnahmen vor, während und nach der Reise

Die Lieblingsländer der Touristen sind nicht von der Epidemie betroffen. Südafrika, Ägypten, Botswana, Tansania oder auch Kenia liegen von den Krisengebieten so weit entfernt wie Rom und Paris. Die Länder im Westen und Osten des Kontinents haben zudem Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung der Krankheit ergriffen. Dazu zählt beispielsweise, dass Menschen nicht aus einem von Ebola betroffenen Staat einreisen dürfen oder sich am Flughafen untersuchen lassen müssen.

Wer besonders sicher sein möchte, meidet auch in nicht von Ebola heimgesuchten Staaten Krankenhäuser, große Menschenansammlungen und ärmere Wohngegenden. Generell gilt: Wer nach Afrika reist, sollte sich vorher beim Auswärtigen Amt (http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/LaenderReiseinformationen_node.html) über Reisewarnungen und mögliche Gefährdungen informieren. So sind Urlauber stets auf dem aktuellen Stand.

Unbedingt empfehlenswert ist auch der Besuch eines Arztes, um sich vorab reisemedizinisch beraten zu lassen und wichtige Impfungen zu erhalten. Umgehend zum Arzt gehen sollte auch, wer nach der Rückkehr nach Deutschland plötzlich Fieber hat. Dann aber geht es höchstwahrscheinlich um eine mögliche Infektion mit Malaria als um Ebola.

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Von Jonathan Berg

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