Reisenews Die verrücktesten Reisemeldungen aus dem Jahr 2016

Ob Flüchtlingsunterkünfte auf Airbnb oder Hundeklos auf Flughäfen – auch das Jahr 2016 hat wieder allerlei skurrile Reisemeldungen hervorgebracht. Vorsicht also, wenn Sie sich arabisch verabschieden, auf Sardinien Muscheln sammeln oder in Cannes am Strand eine große Tasche bei sich haben!

Die Strände von Cannes sind gut bewacht. | © joyt, iStock

Brüssel will Stau zum UNESCO-Weltkulturerbe machen

„Ein unzähmbares Ungeheuer, so großartig, so überwältigend ... diese gewaltige Verbindung von Gummi und Metall – geben Sie ihr die Chance, die sie verdient!“ Mit solchen und ähnlichen Slogans möchte Brüssel seine legendären Staus als Weltkulturerbe eintragen lassen. Natürlich ist das nicht ganz ernst gemeint, vielmehr ist die Kampagne ein geschickter Schachzug der belgischen Bahn SNCB, die sich dadurch mehr Fahrgäste erhofft. Doch diese kontern kritisch mit einer Gegenkampagne, die ebenfalls einen UNESCO-Antrag formulierte: „Unsere Zugverspätungen haben einen unbezahlbaren historischen Wert, und manche Waggons sind nicht weniger als Museen auf Rädern.“

Arabisch sprechender Student muss Flugzeug verlassen

Wer in den USA unterwegs ist, sollte darauf achten, die „richtige“ Sprache zu sprechen – oder sich seine Mitreisenden kritisch ansehen. Weil ein Student in einer Southwest-Airlines-Maschine mit seinem Onkel ein Telefonat auf Arabisch führte, fühlte sich eine Mitpassagierin bedroht. Der herbeigeholte Stewart eskortierte den jungen Mann nach draußen, wo er sich vom FBI befragen lassen musste. Zwar wurde er als unverdächtig eingestuft, die Maschine war jedoch weg.
Erst wenige Monate zuvor verließen zwei arabische Männer auf Druck zahlreicher israelischer Mitreisenden ein griechisches Flugzeug, weil sie für ein Sicherheitsrisiko gehalten worden waren. 

Sand und Muscheln sammeln auf Sardinien verboten

Was für manch einen selbstverständliches Urlaubssouvenir ist, kann auf Sardinien empfindliche Strafen nach sich ziehen: Die Geldbußen für das Sammeln für Muscheln oder sogar für das Mitnehmen von Sand liegen dort zwischen horrenden 1500 und 9300 Euro. Die Umweltbehörde will damit die unter Naturschutz stehenden Strände vor weiterer Plünderung schützen. Und Vorsicht: Wer glaubt, sein Strandgut unbemerkt durch den Zoll schmuggeln zu können, hat noch nicht mit den Überwachungskameras gerechnet, die auf der süditalienischen Insel zu diesem Zweck aufgestellt werden sollen.

Syrische Flüchtlingsunterkunft auf Airbnb

Mit einer originellen Aktion haben syrische Flüchtlinge auf ihre miserable Wohnsituation aufmerksam gemacht: Sie boten ihr Zelt in einem Lager nahe Athen auf Airbnb an. In der Beschreibung hieß es, man könne hier authentische Erfahrungen sammeln – Kochen am offenen Feuer, 41 Grad Hitze, Dehydrierung, gebrochene Versprechen und freundliche Skorpione wären inklusive. Die Parkgebühr sowie die mobile Toilette sei ebenfalls im Preis enthalten. Letztere müsse man sich aber mit 600 Mitbewohnern teilen. Trotzdem würden sie sich auf Besuch freuen. Ob jemand das Angebot angenommen hat, ist nicht bekannt – der Eintrag wurde von der Plattform bald wieder gelöscht.

Erste Hundetoilette am New Yorker Flughafen

Als erster Flughafen der Welt hat der John F. Kennedy Airport ein Hundeklo im Sicherheitsbereich eingerichtet. Hier können sich mitreisende Haustiere erleichtern, was auch Frauchen oder Herrchen entspannt. Denn „bei langen Flügen und kurzen Umsteigezeiten haben die Passagiere oft nicht genug Zeit, ihre Tiere vor dem Terminal Gassi zu führen und rechtzeitig wieder durch die Sicherheitsschleuse zu gelangen“, sagt Karen Greis von der Guide Dog Foundation. Seit August 2016 sind deshalb Hundetoiletten im Sicherheitsbereich in allen US-Flughäfen Pflicht.

Große Taschen am Strand von Cannes verboten

Nach den Anschlägen von Nizza haben die Ängste zugenommen. Am Strand von Cannes sowie an vielen Häfen und Promenaden sind deshalb große Taschen nicht mehr erlaubt. Sie könnten Waffen oder Sprengstoff enthalten. Auch das örtliche Burkini-Verbot fußt auf einer ähnlichen Begründung. Und die Rettungsschwimmer sind waschechte Polizisten – bewaffnet für den Ernstfall. 

Eingefrorene Fische in japanischer Eislaufbahn

Gründlich daneben gegangen ist das Konzept eines Freizeitparks im Süden Japans: In einer Eislauf wurden rund 5.000 tote Fische in das Eis eingefroren, zum Teil mit offenem Mund. Sie sollten den Schlittschuhläufern ein Gefühl des Ozeans vermitteln, lösten aber stattdessen weltweite Proteste gegen den unmoralischen Umgang mit den Tieren aus. Der Betreiber ließ die Anlage sofort schließen und veranstaltete eine Gedenkfeier für die Fische.

Hai-Alarm-App für Südafrika

An der Südspitze Afrikas gibt es viele weiße Haie. Um die Angst vor ihnen in den Griff zu kriegen, gibt es jetzt die kostenlose Shark Spotters App. 45 fest angestellte Mitarbeiter überwachen dafür die acht wichtigsten Strände. Bislang wurde der Hai-Alarm nur per Fahne verkündet: Eine weiße Fahne am Stand steht dabei für „Hai gesichtet, bitte sofort aus dem Wasser“, eine grüne für „alles paletti“. Die App erlaubt nun eine präzisere Vorab-Planung, welcher Strand gerade am Besten zu besuchen ist.

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von Solveig Michelsen

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