Reisetipp Die schönsten Frühlingsreiseziele

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Der Winter zieht sich nasskalt dahin und macht das Warten auf den Frühling zum Geduldsspiel. Wer schlau ist, hat vorgesorgt: Gerade jetzt lohnt sich ein Trip in warme Gefilde. Ob in Länder wie Marokko oder Mallorca, in die Schweizer Region Tessin oder in Städte wie Barcelona, Rom, Granada, Marrakesch - hier ist der Frühling in vollem Gange und die Temperaturen sind noch angenehm und nicht zu heiß. Ganz abgesehen davon, dass um diese Jahreszeit tolle Schnäppchen zu haben sind!

Das Tessin lockt mit üppiger Vegetation im Frühling. | © Tobias_K, iStock

Natur pur

Mallorca: Den Auftakt der mediterranen Mandelblüte macht die Lieblingsinsel der Deutschen: Mallorca. Hier tragen Millionen von Bäumen ab Mitte/Ende Januar das berauschende Weiß mit dem zartrosa Einschlag. Beginnend im Osten der Insel, schreitet die Blütezeit langsam nach Westen vor, bis schließlich ganz Mallorca von einem weiß-rosa Puderzucker bedeckt zu sein scheint.

Ende Februar, wenn die ersten Mandelblüten erschlaffen, schließt sich nahtlos die Aprikosenblüte an. Besonders in der Gegend um Randa kontrastiert sie sehr malerisch mit dem kräftigen Gelb der Löwenzähne. Aber auch für Märzurlauber hält die Natur noch einiges bereit: Gelbe Margeriten und weiße Zistrosen sind ebenfalls eine Augenweide, für die viele Naturliebhaber aufs Baden im Meer verzichten. Denn die Wassertemperaturen sind um diese Jahreszeit noch etwas frisch.

Marokko: Eines der schönsten Naturschauspiele Nordafrikas ist die Mandelblüte im marokkanischen Antiatlas. Höhepunkt ist das Mandelblütenfest in dem Bergdörfchen Tafraoute, das um den 20. Februar herum gefeiert wird. Auch die Kulisse bleibt einem lebhaft in Erinnerung: zartrosa Blüten zwischen grünen Palmen, die Gebirgslandschaft im Hintergrund. Das lässt einen den langen Winter schnell vergessen! Ein weiterer Vorteil für Wasserratten: Im Süden des Landes sind die Meerestemperaturen Anfang März oft schon erträglich. Und Städteliebhaber kommen mit dem bunten und quirligen Marrakesch voll auf ihre Kosten.

Tessin: Auch im Tessin, dem südlichsten Kanton der Schweiz, protzt die Natur mit ihrer üppigen Pracht. Die Anwohner wissen: „Neun Monate im Jahr ist hier Frühling, der Rest ist ein warmer Winter.“ Wenn das nicht verheißungsvoll klingt! Schon Hermann Hesse – wie viele andere Schriftsteller und Künstler – haben in der mehr italienisch als schweizerisch anmutenden Region Zuflucht und Inspiration gesucht und gefunden. Die Berge im Norden halten das schlechte Wetter ab, der Luganer See sowie der Lago Maggiore reflektieren die schon mediterrane Sonne. Jasmin, Kamelien, Mimosen und Oleander blühen ab Mitte Februar um die Wette und verführen mit reizvollen Düften – ein Erlebnis für alle Sinne.

Frühling in der Stadt

Barcelona: Barcelona vereint den Charme historischer Bauwerke mit den fantasiebeflügelten Kreationen junger Architekten und bietet prickelndes Leben neben idyllischen Rückzugsgebieten. Kunstbegeisterte, Architekten und Modebewusste zieht es ebenso nach Barcelona wie Nachtschwärmer, Tagträumer, Feinschmecker und Genießer. Sonnenhungrige nutzen die Zeit ab Mitte März, um dem heimischen Winter ein vorzeitiges Ende zu bereiten und die milden Temperaturen in der Hafenstadt auszukosten. Die Touristenmassen stürmen erst ab Anfang Mai die Stadt, und die Sonne wärmt noch statt dass sie brennt. So enspannt erlebt man Barcelona nur selten.

Rom: Die Temperaturen sind mild, das Licht noch sanft – Rom besucht man am besten im dortigen Frühling, das heißt ab Ende Februar. Obwohl die italienische Hauptstadt als riesiges Freiluftmuseum bezeichnet werden kann, weil man über historische Bauten an jeder Ecke stolpert, ist sie viel mehr als das: eine lebensfrohe, sprudelnde Metropole, die jeden Besucher dazu einlädt, am römischen Leben teilzunehmen. So lässt sich das touristische Gefühl viel schneller abstreifen als in Venedig oder Florenz, wenn man sich von den Sehenswürdigkeiten bewusst etwas entfernt, sich in vermeintlich uninteressante Gegenden begibt oder sich ein wenig treiben lässt.

Granada: Ein Postkartenbild von Granada ist der Blick auf die Alhambra, die verschneiten Gipfel der Sierra Nevada im Hintergrund. Genau so präsentiert sich die andalusische Stadt im Frühling, bevorzugt ab Ende März. Aber nicht nur das maurische Märchenschloss ist einen ausführlichen Besuch wert. In der Stadt, die „gemacht für Traum und Träumerei“ ist, wie der Schriftsteller Federico Garcia Lorca einst schrieb, machen sich überall die arabischen Einflüsse bemerkbar. Die verwinkelten Gassen und Höfe im UNESCO-geschützten alten Maurenviertel Albaicin und der orientalische Basar im Gassengewirr der Alcaiceria wähnen einen noch weiter entfernt als Andalusien. „Nichts ist schlimmer als blind zu sein in Granada“, sagt ein Sprichwort nicht zu Unrecht.

Marrakesch: Die „Perle des Orients“, wie sie oft genannt wird, bietet den ganzen Winter über angenehme Temperaturen um die 20 Grad – für verfrorene Frostbeulen eine wahre Wohltat. Trotzdem sollten die warme Klamotten nicht zu Hause bleiben, denn vom Atlas-Gebirge weht des nachts oft ein kalter Wind. Vielen droht hier erst einmal ein Kulturschock, denn nirgends scheinen die Gegensätze größer als in dieser quirligen Stadt zu sein: mittelalterlich anmutende Händler neben modisch gekleideten Frauen, Kamelführer im Kaftan neben selbstbewussten Marktschreiern in der Lederjacke. Dazwischen Esel, Mopeds und viele, viele Menschen. Das sorgt auch für die entsprechende Lautstärke, von der man sich aber nicht abschrecken lassen sollte.

Denn bald schon hat man die Riads entdeckt, Innenhöfe mit völlig ruhigen und idyllischen Gärten, die sich in Schönheit und Luxus zu übertreffen suchen. Hier scheint die Zeit still zu stehen, eine Parallelwelt tut sich auf zu den Souks, dem belebten Platz der Gehängten und den bescheidenen Fassaden, die nach außen hin nicht vermuten lassen, welch Reichtum und Schatz sich hinter ihnen verbirgt.

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von Solveig Michelsen

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