Naturschauspiel Die 10 beeindruckendsten Wasserfälle der Erde

Dort, wo Naturgewalten am Werk sind, gerät der Mensch schnell ins Staunen. Das lassen wir uns gerne gefallen, besonders wenn es sich um ein solch harmloses, aber beeindruckendes Schauspiel wie einen Wasserfall handelt. Manche Fälle trumpfen mit ihrer Höhe auf, andere mit ihrer Breite oder der malerischen Umgebung. Wir haben die zehn schönsten Wasserfälle für Sie herausgesucht.

Die Erde ist eine Scheibe und hier ist sie zu Ende“ könnte man meinen, wenn man die Victoriafälle in Simbabwe aus der Luft erblickt. | © 3dan3, iStock

Victoriafälle, Simbabwe

Die Victoriafälle schmücken sich mit dem Prädikat „breitester durchgehender Wasserfall der Erde“: Auf einer Länge von über 1700 Metern ergießen sich die Wassermassen in eine Schlucht, die quer zur Fließrichtung verläuft. Mit bis zu 10.000 Kubikmetern Wasser pro Sekunde gilt der Fall außerdem als „größter Wasservorhang der Erde“. Mutige können im Devil's Pool nahe der Kante sogar baden gehen.

Iguazu-Fälle, Argentinien

An der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien befindet sich eine U-förmige Schlucht – 150 Meter breit, 700 Meter lang und zwischen 60 und 85 Meter hoch. Genau dort hinein ergießen sich bis zu 8000 Kubikmeter Wasser die Sekunde. Da wird man vor Ehrfurcht ganz klein. Nachdem sich ein Großteil der Fälle auf der argentinischen Seite befindet, hat man von Brasilien aus übrigens den schöneren Panoramablick.

Niagarafälle, USA/Kanada

Ebenfalls in Grenzlage befinden sich die Niagarafälle, die das Gefälle zwischen Erie- und Ontariosee überwinden. Der kanadische Teil hat eine freie Fallhöhe von 52 Metern, wobei 1,8 Meter pro Jahr durch Erosion abgetragen werden. Nachdem nachts bis zu 90 Prozent der Wassermassen zur Stromgewinnung über ein Stauwehr umgeleitet werden, kann man die Fälle tagsüber und zu Saisonzeiten einfach per Knopfdruck wieder „anschalten“. Ein besonders beeindruckendes Bild haben die Niagarafälle Anfang 2014 abgegeben: Sie waren zu Eis erstarrt.

Salto Angel, Venezuela

In der Sprache der indigenen Pemón heißt der Wasserfall Kerepakupai merú, was so viel wie „Sprung des tiefsten Ortes“ bedeutet – und völlig gerechtfertigt ist, denn mit 979 Metern Fallhöhe ist er der höchste frei fallende Wasserfall der Erde. Um zu ihm zu gelangen, muss man sich allerdings auf eine mindestens eintägige Bootstour begeben oder ein Flugzeug mieten.

Chamarel-Wasserfall, Mauritius

Auch er ist lang und dünn in seiner Gestalt: Der Chamarel-Wasserfall stürzt rund 100 Meter in die Tiefe. Bekannt ist er auch durch seine Nähe zu einer weiteren Attraktion: der siebenfarbigen Erde, die in rötlichen, violetten und blauen Tönen eine wahre Augenweide ist.

Seljalandsfoss, Island

Nur 66 Meter hoch, dafür in malerischer Umgebung ist der Seljalandsfoss ein beliebtes touristisches Ziel im Süden Islands. Man kann sich ihm auch von hinten nähern und durch den Wasserschleier blicken. Oder auf die Abendstunden warten, wenn alles in ein besonders weiches Licht getaucht wird. Im Winter sieht er auch gefroren hübsch aus. In nichts nach steht ihm übrigens der nur 30 Kilometer entfernte Skógafoss-Wasserfall. Im Nordosten des Landes findet man den leistungsstärksten Wasserfall Europas: den Dettifoss.

Düden-Wasserfälle, Türkei

Der untere der beiden Düden-Fälle nennt sich auch Lara-Wasserfall und stürzt sich mit großem Getöse ins Meer. Ihn besichtigt man am besten im Rahmen einer Bootstour. Den oberen Fall kann man hingegen zu Fuß erkunden. Eine Besonderheit stellen dabei die begehbaren Höhlen hinter dem Wasserfall dar.

Plitvicer Seen, Kroatien

Insgesamt 16 oberirdische Seen mit einem Höhenunterschied von 133 Metern müssen irgendwie verbunden werden. Und das passiert hier auf die malerischste Art, die man sich vorstellen kann: mit türkisgrünem Wasser, das sich kaskadenartig nach unten bewegt. Der höchste Wasserfall misst dabei 78 Meter, doch hier kommt es nicht auf die Größe an. Spazierwege führen an den Treppchen und Stufen vorbei, über die das einladende Wasser fröhlich plätschert.

Krimmler Wasserfälle, Österreich

Wer einen wirklich beeindruckenden Wasserfall bestaunen möchte, muss gar nicht so weit reisen: Im Nationalpark Hohe Tauern stürzen auf insgesamt 385 Meter die Krimmler Fälle ins Achental hinab. Wer gut zu Fuß ist, kann auf engen und steilen Serpentinen zu mehreren Aussichtskanzeln aufsteigen und dem Fall ganz nahe kommen.

Rheinfall, Schweiz

Auch der Rheinfall ist quasi vor der Haustür. Er gilt als wasserreichster Fall Europas, auch wenn er mit 23 Metern nicht besonders hoch ist. Seine Abflussmengen von bis zu 1000 Kubikmetern sorgen trotzdem für ein beeindruckendes Schauspiel. Ausflugsboote fahren dicht an ihn heran und setzen einen sogar am mittleren Felsen ab. Nachts wird er zeitweise bunt beleuchtet.

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von Solveig Michelsen

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