Marco Polo Magazin
Deutschland · 26.10.2017

Kein direkter Strandzugang

Treppe am Rügener Königsstuhl verschwindet

Der Königsstuhl ist das Wahrzeichen von Rügen. Besucher können dort aber künftig nie wieder hinab zum Ostseestrand steigen. Aufgrund von Sicherheitsbedenken wird die Treppe an dem Kreidefelsen abgebaut.

Der Königsstuhl ist das Wahrzeichen Rügens.Der Königsstuhl ist das Wahrzeichen Rügens.| © Thinkstock

Mehr als 200 Jahre lang gehörte dieser Ausflug für viele Rügenbesucher einfach dazu: Eine Wanderung zum Königsstuhl und dann der Abstieg über die Holztreppe hinab zum Strand. Damit ist nun aber endgültig Schluss. Die Stufen an dem Rügener Wahrzeichen im Nationalpark Jasmund, das jährlich von bis zu 800.000 Menschen besucht wird, werden abgebaut. Eine Sprecherin des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern begründete diese Entscheidung Medienberichten zufolge mit gravierenden Sicherheitsbedenken.

Hang am Königsstuhl gerät ins Rutschen

Die Treppe ist nämlich nicht an dem stabilen Königsstuhl selbst, sondern an einen benachbarten Hang gebaut. Und dessen Oberfläche gerät ständig ins Rutschen. Aus diesem Grund hat sich die Landesregierung gegen eine Reparatur und für den Abriss der Treppe entschieden. Die ist bereits seit Mai 2016 wegen eines auf die Stufen gestürzten Baums gesperrt.

Dass die Küste vor allem bei Regen in Bewegung gerät, ist ein natürlicher Vorgang. Immer wieder kommt es deshalb zu Abbrüchen. Laut dem Norddeutschen Rundfunk musste die Treppe am Königsstuhl alle paar Jahre erneuert werden, weil sie durch Hangabbrüche in Schräglage geriet. Nun aber ziehen die Verantwortlichen einen Schlussstrich. Denn die Treppe hat sich auch indirekt immer wieder als Sicherheitsrisiko herausgestellt, da sie einen leichten Zugang zum Kreidefelsen bot. Die Sassnitzer Feuerwehr musste in den vergangenen Jahren wiederholt Menschen in dem Abschnitt retten, darunter zwei Jugendliche, die von der Treppe aus in das Massiv geklettert waren.

Strand bleibt zugänglich

Der direkte Abstieg vom Königsstuhl zum Strand ist damit zwar Geschichte. Das Wahrzeichen der Ostseeinsel bleibt natürlich aber weiterhin vom Hochuferweg aus erreichbar, wie ein Sprecher der Stadt Sassnitz im NDR betonte. Urlauber könnten von Sassnitz bis zum Kieler Bach am Strand entlangwandern. Negative Folgen für die Besucherzahlen befürchtet die Stadt nicht.

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Von Hannah Sommer 

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