Malediven Reisewarnung: Ausnahmezustand auf den Malediven

Präsident Abdulla Yameen hat den Ausnahmezustand auf den Malediven ausgerufen – als Reaktion auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das er nicht anerkennen wollte. Reisende müssen sich nun auf Unruhen, vor allem in der Hauptstadt Malé, gefasst machen. Das Auswärtige Amt rät vor nicht notwendigen Reisen dorthin ab.

Malediven: Paradies im Ausnahmezustand | © jjmm888, iStock

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs vergangenen Donnerstag hatte die Freilassung oppositioneller Gefangener angeordnet – sehr zum Missfallen von Präsident Abdulla Yameen. Dieser verhängte daraufhin kurzerhand den Ausnahmezustand, was ihm erlaubt, unabhängig von der maledivischen Verfassung strikter gegen Widersacher vorzugehen. Das Ausland zeigte sich bestürzt; die USA, China und Indien erließen Reisewarnungen für die Malediven.

Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Malé ab, wo es zu Ausschreitungen gekommen ist. Der Notstand schränkt die Bürgerrechte erheblich ein, sodass die Sicherheit der Touristen nicht mehr gewährleistet werden kann. Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten in jedem Fall gemieden werden.

Pauschalurlauber, die in Malé landen, jedoch gleich weiter in ein Resort transportiert werden, sind davon nicht betroffen. Allerdings dürfen diese sich auf Polizei- und Zollrazzien gefasst machen, wie bereits im Januar 2018 geschehen. Auch terroristische Anschläge können auf den Malediven nicht ausgeschlossen werden.

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von Solveig Michelsen

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