Myanmar Mandalay: Tourist zieht Stecker und wird verhaftet

Ein holländischer Tourist, der wegen zu großem Lärm den Stecker aus dem Verstärker zog, wurde in Myanmar nun zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Was dieser zum Zeitpunkt seiner Tat nicht wusste: Der Lautsprecher übertrug gerade buddhistische Gebete. Damit ist nicht zu spaßen.

In Myanmar ist mit religiösen Dingen nicht zu spaßen. | © sihasakprachum, iStock

In manchen Ländern sollte man den kulturellen und religiösen Sitten und Gebräuchen großen Respekt entgegenbringen – allein schon um der eigenen Sicherheit willen. So hatte der Fauxpas eines Holländers in Mandalay, Myanmar, folgenschwere Konsequenzen: Als dem 30-jährigen Klaas Haytema nachts der Lärm neben seinem Hotel zu groß wurde, zog er kurzerhand den Stecker aus dem Verstärker – ohne zu wissen, dass es sich hier um eine nächtliche Übertragung buddhistischer Gebete handelte.

Nachdem die aufgebrachten Gläubigen nicht mehr zu beruhigen gewesen seien, rief einer der Teilnehmer der Zeremonie die Polizei, die den Touristen verhaftete. Klaas Haytema wurde trotz seiner Entschuldigung zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt – wegen Beleidigung des buddhistischen Glaubens. Der Richter beteuerte, die Strafe hätte noch weitaus umfangreicher ausfallen können: Bis zu zwei Jahre stehen auf Religionsbeleidigung. Erst letztes Jahr war ein neuseeländischer Barmanager zu dieser Höchststrafe verurteilt worden, weil er einen kopfhörertragenden Buddha auf der Facebook-Seite der Bar veröffentlicht hatte.

» Mehr spannende MARCO POLO Reise-News

von Solveig Michelsen

Passende Reiseangebote für Myanmar

MARCO POLO Topseller
MARCO POLO Reiseführer Myanmar
MARCO POLO Reiseführer Myanmar
12,99 €
Jetzt kaufen
Nach oben