Marihuana-Touren Kiffen wie Bob Marley: Cannabistourismus auf Jamaika

Der karibische Inselstaat Jamaika gilt als Kifferparadies. Für Ganja-Raucher gibt es nun spezielle Touren zu Cannabisplantagen, wo sie die neuesten Grassorten probieren können. Auf den Trips begeben sie sich auch auf die Spuren des verstorbenen Reggaestars und wohl berühmtesten Kiffers Bob Marley.

Männer mit dicken Dreadlock-Zöpfen in den Haaren bringen die Besucher zu versteckten Plantagen in den Bergen der Insel, wo sie Cannabis-Sorten wie „Purple Kush“ und „Pineapple Skunk“ probieren. Die Touristen kommen auch nach Nine Mile, den winzigen Heimatort von Jamaikas berühmtestem Kiffer, Reggaelegende Bob Marley. Viele der Touristen wollen dasselbe Marihuana rauchen, von dem sich bereits Marley berauschen ließ. Ähnliche Touren gibt es im Westen der Insel nahe der Stadt Negril.

Marihuana ist auf Jamaika eigentlich verboten

Das Potenzial der Cannabis-Touren erkannten Jamaikas Bauern. Dabei stört es sie nicht, dass die Kiffer-Ausflüge eigentlich offiziell verboten sind. Denn der Besitz von Cannabis ist auch auf Jamaika seit 1913 illegal, der Konsum jedoch wird meistens toleriert. Nachdem US-Bundesstaaten wie Colorado und Washington Marihuana völlig legalisiert haben und es anderswo als Arzneimittel erlaubt ist, überlegt man auch in Jamaika, das Verbot aufzuheben. Schließlich könnte das berauschende Kraut die am Boden liegende Wirtschaft dann ordentlich ankurbeln. Wenn Roots-Reggae-Miterfinder und Bob-Marley-Kumpel Peter Tosh das noch erleben könnte: Er sang bereits 1976 „Legalize It“.


Von Jonathan Frey

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