USA Hawaii will Sonnencreme verbieten

Dass herkömmliche Sonnencremes schädliche Chemikalien beinhalten, ist seit geraumer Zeit bekannt. Doch nur wenige Menschen nutzen die mineralischen Alternativen. Nun hat Hawaii als erster US-Bundesstaat ein Gesetz erlassen, das Sonnenschutzmittel mit chemischen UV-Filtern in Zukunft verbietet.

In Zukunft soll es zwar noch Bier, aber keine herkömmlichen Sonnencremes mehr auf Hawaii geben. | © RandyJayBraun, iStock

Bereits 2008 hatten Studien festgestellt, dass die in Sonnencremes enthaltenen UV-Filter Oxybenzon und Octinoxat Korallen ausbleichen und damit absterben lässt. Das bringt eines der produktivsten Ökosysteme in Gefahr, die wir auf unserem Planeten besitzen. Auch für uns Menschen sind die in konventionellen Sonnenschutzmitteln enthaltenen Chemikalien gesundheitsgefährdend: Sie wirken auf hormoneller Ebene, begünstigen Allergien und lassen sich sowohl in der Muttermilch als auch in Fischen nachweisen.

Angesichts dieser Ergebnisse ist es erstaunlich, dass es zehn Jahre gedauert hat, bis Hawaii nun als erster US-Bundesstaat ein Gesetz verabschiedete, das Sonnenmilch mit chemischen UV-Filtern verbietet – allerdings erst ab 2021. "Selbst in kleinsten Mengen verursachte der Sonnenschutz innerhalb von 18 bis 48 Stunden das Auftreten eines Schleims aus Algen und Korallenpartikeln; nach 96 Stunden war die Bleiche komplett", hieß es in der damaligen Studie.

Alternativen zu herkömmlichen Sonnencremes sind schon seit Längerem bekannt. So lässt sich der Sonnenschutz auch mit mineralischen Filtern erreichen, die nicht in die Haut einziehen, sondern eine reflektierende Schutzschicht aus Titanoxid und Zinkoxid bilden.

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von Solveig Michelsen

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