EU-Reiserecht und Tempolimit Das müssen Reisende ab 1. Juli wissen

Gleich zwei wichtige Neuerungen betreffen Reisende in der EU ab Juli 2018. Zum Monatsanfang tritt ein neues EU-Reiserecht in Kraft, das die veralteten Rahmenbedingungen an das Internet und Online-Reiseplanungen anpassen soll. Auf Frankreichs Straßen müssen Urlauber derweil neue Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten.

© kitzcorner/shutterstock.com

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Neues EU-Reiserecht ab 1. Juli

Bei der Buchung im Reisebüro konnten Kunden bisher entscheiden, ob sie eine Pauschalreise oder eine Individualreise buchen möchten. Je nach Reiseart haben Urlauber andere Rechte, z.B. bei Insolvenz des Reiseveranstalters. Diese Grenze wird bei Online-Buchungen jedoch schnell verwischt. Daher gibt es ab sofort eine dritte Kategorie. Sie nennt sich „verbundene Reiseleistung“.

Was ist die „verbundene Reiseleistung“?

Diese Reiseart entsteht, wenn Kunden bei einem Reisebüro oder Online-Portal mehrere Einzelleistungen – z.B. Hotel, Flug und Mietwagen – innerhalb eines Tages auf getrennte Rechnungen buchen. Die Einzelleistungen müssen dabei jeweils mindestens 25 Prozent des Gesamtpreises ausmachen. Geht der Reiseveranstalter pleite, haben Reisende nun Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Anzahlung. Dies galt zuvor nur bei reinen Pauschalreisen.

Mehr Transparenz

Veranstalter müssen nun bei der Buchung transparent machen, unter welche der drei Kategorien die Buchung fällt. Dies nehmen einige große Veranstalter zum Anlass, auch Reisen, die aus einzelnen Bausteinen bestehen, als Pauschalreise auszuweisen. Verbraucher haben somit mehr Rechte – hier einfach bei der Buchung im Online-Portal darauf achten, ob die Reise als Pauschalreise läuft. Nachteil: Die Buchung von Ferienhäusern bei einem Reiseveranstalter fällt nicht mehr unter das Pauschalreiserecht. Hier also vorher gut über Rechte im Urlaubsland informieren.

Reklamationen länger möglich

Möchten sich Urlauber aufgrund von Mängeln während der Reise Geld zurückerstatten lassen, ist dies nun bis 2 Jahre nach Urlaubsantritt möglich. Dennoch gilt hier: Je schneller Mängel angezeigt werden, desto leichter lassen sie sich nachweisen – also nicht zu lange mit der Beanstandung warten. Neuerdings kann man außerdem von der Reise zurücktreten, wenn am Zielort „unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände“ auftreten. Dazu zählen beispielsweise auch Terroranschläge.

Vorsicht, Preiserhöhungen!

Bisher hatten Urlauber das Recht, von der Reise zurückzutreten, wenn sich der Preis nach der Buchung um mehr als 5 Prozent erhöht. Ab vier Monaten vor Reisebeginn durfte der Preis gar nicht mehr erhöht werden. Diese Frist hat sich nun auf 20 Tage vor Reisebeginn verkürzt. Die Obergrenze für Preiserhöhungen vor dieser Frist ist zudem auf 8 Prozent gestiegen.

Neues Tempolimit in Frankreich

Wer auf eigene Faust mit dem Auto in Urlaub fährt, sollte eine ganz andere Neuerung beachten, die zeitgleich in Kraft tritt: Frankreich hat das Tempolimit auf den meisten Landstraßen auf 80 Kilometer pro Stunde gesenkt. Dies betrifft zweispurige Landstraßen ohne trennenden Mittelstreifen – rund 40 Prozent des gesamten französischen Straßennetzes. Nur auf vierspurigen Landstraßen mit Mittelstreifen gilt weiterhin Tempo 90. Ziel ist es, die Zahl der Unfälle und Verkehrstoten zu senken. 3.700 Menschen starben im letzten Jahr auf Frankreichs Straßen, die meisten davon auf Landstraßen. Begeistert sind die Bewohner ländlicher Gegenden trotzdem nicht von der Vorschrift aus Paris: Im Département Corrèze weigerten sich die Beamten anfangs sogar, die neuen Temposchilder aufzustellen. Daran halten sollte man sich dennoch. Mindestens 68 Euro kostet es, wenn man mit mehr als 80 Kilometern pro Stunde geblitzt wird.

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Aus der MARCO POLO News-Redaktion

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