... Boomtown Saigon: Relax @ HCMC

 

Relaxen im Korbstuhl

Manchmal gibt sich Ho Chi Minh Stadt auch ein wenig nostalgisch, der kolonialen Vergangenheit durchaus bewusst. Die vielen kleinen Cafés, in denen der köstliche, durch ein Sieb gepresste vietnamesische Kaffee serviert wird, und die auf Pariser Art längs der Fassaden aufgereihten Korbstühle sind da nur ein erstes Indiz. Tiefer in die Kolonialgeschichte tauchen Sie im französischen Viertel rund ums verschnörkelte Rathaus und der Notre-Dame-Kathedrale ein. Dass neben dem rot leuchtenden Ziegelwerk der alten Kirche und hinter stuckverzierten Häuserfassaden auch die Glastürme der boomenden Großstadt auftauchen, stört die Romantik dieses Platzes nicht im mindesten.

Kein Ende in Sicht

Im französischen Viertel gibt sich Saigon am elegantesten – freilich ohne auf die Nischen des Alltäglichen zu verzichten. Dass die Hofflächen zwischen den von den Franzosen übernommenen Regierungsgebäuden als improvisierte Badmintonplätze taugen, ist nur ein Beispiel. Das gute alte „Rex“-Hotel, verewigt in den Filmklassikern des Vietnamkrieges, erfreut sich indessen der Wiederentdeckung – und lockt mit dem schönsten Dachgarten weit und breit. Der Blick reicht auch von hier vielleicht in die Zukunft des Landes – auf neue Glitzerbauten in jedem Fall. Bloß ein Ende der Stadt ist dabei nicht Sicht.

Text: Robert Haidinger

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