San Antonio: Tex-Mex-Town

San Antonio: Tex-Mex-Town

San Antonio ist eine Stadt zwischen den Welten – viel Mexiko, viel USA und ein kleines bisschen Europa. Keine Frage: Sie zählt zu den schönsten der südlichen USA.

San Antonio: Tex-Mex-Town

Die Braut trägt Tüll, jede Menge davon. Eine Wolke in Weiß, umschwirrt von den ebenfalls herausgeputzten Brautjungfern. Ein paar Meter weiter, in elegantem Schwarz, den Festtags-Stetson auf dem Kopf, die Herren, echte Caballeros. Kinder toben, auch sie in den feinsten Kleidern. Es wird Hochzeit gehalten in der Kirche der San José Mission, und es ist, als wäre man ein paar hundert Meilen den Highway hinunter – south of the border. San Antonio liegt in zwei Welten, mitten in Texas und mitten in Mexiko.

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„Remember the Alamo!“

„Remember the Alamo!“

The Alamo steht für die eine, die amerikanische Welt. Die alte Missionsstation ist ein Punkt puren Patriotimus’, eine Konzentration amerikanischer Geschichte in einem Bundesstaat, der sich selbst zu den amerikanischsten zählt. „Remember the Alamo!“, heißt es heute zur Erinnerung an rund 200 Texaner, die die zur Festung ausgebaute Mission 13 Tage lang gegen eine mexikanische Armee von 6000 Mann verteidigten. Dass die Amerikaner, die im damals mexikanischen Texas siedelten, Unterstützer der Sklaverei waren und unter anderem deshalb gegen Mexiko rebellierten, wird im nationalen Überschwang gern vergessen. Die Heldentaten der Kämpfer wiegen mehr.

Stadt mit Missionen

Stadt mit Missionen

Heute herrscht ehrfürchtige Ruhe hinter den dicken Steinmauern der alten Missionskapelle, in der die berühmten Verteidiger hinter Exponaten wie Jim Bowies Messer oder Davy Crocketts Lederweste zum Leben erwachen. Im Long Barrack Museum erzählt ein Film die Geschichte der Schlacht – und dann ist’s auch genug der Waffen, Flaggen, Heldentaten und der patriotischen Vergangenheit. Denn da ist ja auch noch der wunderschöne Garten der Mission, schattig und kühl, und vier weitere Missionsstationen, die – Hand aufs Herz – eigentlich noch viel schöner sind als The Alamo. Das Quartett gehört zum San Antonio Missions National Historical Park, liegt südlich der Stadt am sogenannten Mission Trail und entführt in eine Vergangenheit, in der die Spanier versuchten, Herren der Gegend zu werden.

Exotisches Flair auf dem Marktplatz

Exotisches Flair auf dem Marktplatz

Die Missionen mit ihren trutzigen, geduckten Steinkirchen und umfriedeten Gärten, in denen im Frühjahr die Bäume dem Sommer entgegenblühen, sind Tore in die andere, die mexikanische Welt. Nicht nur wegen ihnen gilt San Antonio als eine der schönsten Städte von Texas. Es ist das Flair des Exotischen, das auch durch die Altstadt zieht, den liebevoll restaurierten historischen Kern, der sich hinter der gesichtslosen Fassade einer modernen US-Großstadt verbirgt. El Mercado etwa ist der größte mexikanische Marktplatz außerhalb Mexikos, und auch wenn das Leben zwischen Dolorosa, Santa Rosa und Commerce Street längst nicht so pulsiert wie im Land der Mariachis und Tortillas – hier zumindest bietet es der McDonald’s-Kultur Paroli.

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