... Big Bend Nationalpark: Die Weite suchen

... Big Bend Nationalpark: Die Weite suchen

Grenzenlos und große Grenze

Grenzenlos und große Grenze

Nicht zu vergessen: die Staatsgrenze zu Mexiko, die mitten im Rio Grande verläuft. Sie entzaubert die magische Weite, den Mythos vom Wilden Westen, seit dem Terror des 11. September 2001 sowieso. „Früher verdiente ich 50 Dollar am Tag“, erzählt einer der Mexikaner, die am Ufer des Rio Grande Souvenirs verkaufen. „Heute sind es noch fünf.“ Und selbst die sind illegal: Niemand darf mehr den Fluss überqueren, Ausflüge über die Grenze nach Mexiko wie früher sind ebenso verboten wie ein Grenzübertritt in die USA. Die mexikanischen Händler tun es trotzdem – und sind blitzartig verschwunden, sollten Beamte der Border Patrol auftauchen. Kaufen dürfen die wenigen Touristen sowieso nichts, die Ware wäre Schmuggelgut.

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Schornsteine in Mexiko City

Schornsteine in Mexiko City

Viele Besucher kommen, so wie der ältere Herr mit dem Wanderstock, der auf einem der zahlreichen Pfade in den Chisos Mountains unterwegs ist, immer wieder. Seit 1944, dem Gründungsjahr des Parks, schultere er stets erneut den Rucksack, erzählt der pensionierte Arzt bei einem Päuschen. Was sich verändert habe? „Die Luft ist nicht mehr so klar wie früher“, analysiert er, „und der Rio Grande führt nicht mehr so viel Wasser“. So ist das eben: Wenn am Oberlauf, in El Paso, die Wasserhähne laufen, und im weit entfernten Mexico City die Schornsteine rauchen, dann legen sich dunstige Schleier über die Bergketten und der Fluss zerfällt in müde, trübe Pfützen.

Traumziel für Abenteurer

Traumziel für Abenteurer

Für die Parkverwaltung ist längst klar, dass der Rio Grande als Landschaftsarchitekt ausgespielt hat, eine Rolle, die er seit Millionen von Jahren spielte. Jetzt haben andere Gestalter übernommen: der Wind, das Wasser und die Hitze. Seitdem die Chisos Mountains vor rund 35 Mio. Jahren aus vulkanischem Gestein erstarrten, fräst das Trio an einer traumhaften Landschaft, die dennoch wie in einem Schnappschuss der Erdgeschichte zu verharren scheint. Und so, wie seit 10 000 Jahren Menschen durch das Gebiet gestreift sind, Indianer, Rancher, Bergleute, Desperados und Banditen, so ist auch heute der Big Bend Nationalpark ein Traumziel für alle, die das Abenteuer suchen. Ob Raften auf dem Rio Grande und Wanderungen durch die blühende Wüste im Frühjahr, Klettern an den technisch schwierigen Felsen und Trekken in den Bergwäldern im Sommer, Radeln im Herbst oder die schlichte Einsamkeit des Winters – wer das Weite sucht, wird hier die Weiträumigkeit finden.

Informationen

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SEHENSWERTES


Das Big Bend Nationalpark: big.bend.national-park.com

National Park Service: nps.gov

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