Kalifornien

Kaliforniens Städte: Metropolen am Meer

San Francisco, Los Angeles, San Diego: Wer Kaliforniens größte Städte besucht, erlebt Kunst, Gourmetgenüsse und vertraute Cineastensujets vom Feinsten. Wer einen Ort zum Verschnaufen sucht, sollte einen Ausflug ins nahe gelegene Wine Country unternehmen und dort die Natur genießen.

Es sind Klassiker, die zweimal gebaut wurden: einmal ganz real, und dann mittels Zelluloid. Die Straßen von San Francisco, Beverly Hills, Hollywoods Walk of Fame, die Kraft und Eleganz der hoch aufragenden Golden Gate Bridge – Kaliforniens Städte sind lebende Kulissen, und erfinden sich dabei immer wieder neu.

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San Francisco: Für viele die Schönste im Land

San Francisco: Für viele die Schönste im Land

Mit einem Kalifornien-Besuch lassen sich da oft kaum mehr als die wichtigsten Ikonen abklappern – aber ein Gefühl für die Vielfalt gewinnen. Beispiel San Francisco. Für viele die schönste Stadt Kaliforniens, ist sie von einer Vielzahl unterschiedlicher Stadtviertel geprägt. Gemeinsam ist den meisten von ihnen nicht nur das hervorragende Klima, sondern auch die großartige Aussicht, die man von den steilen Hügeln auf die Bucht genießen kann.

Trotzdem taugt eher das Hafenviertel, das sich, etwa mit dem Ferry Building Marketplace, längst zum angesagten Mekka für Bio-Delikatessen entwickelt hat, als guter Ausgangspunkt zur Erkundung San Franciscos. Ein Genuss ist hier freilich auch die Aussicht auf die andere große Brücke der Stadt, am schönsten nach Einbruch der Dunkelheit: Die Rede ist von der Bay Bridge, die San Francisco mit Oakland und Berkeley verbindet.

Gaumenfreude und Augenschmaus

Zum abendlichen Bummel stehen jetzt mehrere Optionen an: Der Spaziergang zum fußgängerfreundlichen Embarcadero bis zum AT&T Park, der Homebase des "San Francisco Giants" Baseball-Teams. Oder in Gegenrichtung zum PIER 39 und zur Fisherman's Wharf, einem weiteren Hotspot abendlichen Ausgehens – und zugleich Ablegestelle zur berüchtigten Alcatraz Island. Ein Klassiker neben andern auch. Denn da wäre – nicht zuletzt als Hommage an Karl Malden und Michael Douglas – der schnelle Sprung am Wendepunkt der Cable Cars, der vermutlich berühmtesten Straßenbahn der Welt.

In nächster Nähe kann man San Franciscos berühmte Chinatown erkunden, immerhin eine der größten chinesischen Kommunen außerhalb Asiens – und eine spannende Adresse für Feinschmecker. Weniger bekannt ist indessen der fernöstliche Charme des eleganten japanischen Teegartens im Conservatory of Flowers, gleich neben dem de Young Museum.

Bekannter sind trotzdem andere Attraktionen des Golden Gate Park. Hier liegt die California Academy of Sciences, ein ökologisch gestaltetes architektonisches Meisterwerk mit einem Aquarium, einem Planetarium, einer drei Etagen hohen Regenwaldkuppel und einem naturhistorischen Museum. Kunstgenuss pur verspricht das auf zeitgenössische Kunst abonnierte San Francisco Museum of Modern Art (SF MOMA), das ebenfalls mit spannender Architektur punktet.

Ausflug ins nahe Wine Country

San Francisco den Rücken zu kehren, fällt schwer. Nicht zuletzt auch wegen des reichen kulinarischen Erbes, das die kulturelle Vielfalt des Golden State widerspiegelt, in dem heute mehr als 200 Sprachen und Dialekte gesprochen werden – und ebenso viele Kochstile existieren. Und das schon ziemlich lange: Amerikas ältestes italienisches Restaurant, das "Fior d’Italia", öffnete in San Franciscos North Beach bereits im Jahre 1886.

Gut also, dass in unmittelbarer Umgebung der Stadt attraktive Ziele den Abschied erleichtern. Nördlich der Golden Gate Bridge befinden sich die Hügellandschaften und dramatischen Küstenfelsen der Marin Headlands. Viel weicher zieht sich weiter in nordöstlicher Richtung Kaliforniens berühmtes Wine Country von Sonoma bis Napa. Hübsche Städtchen wie St. Helena, Downtown Sonoma, Yountville oder Calistoga bieten da die perfekte Unterlage zur Degustation berühmter Tropfen: die weltberühmten Merlots, Cabernet Sauvignons und Chardonnays Napas. Oder die ausgezeichneten Pinot Noirs, die im Mikroklima des Sonoma County gedeihen, und die nicht selten im Rahmen moderner Architektur und vielfältiger Musik- und Kunstfestivals dekantiert werden.

 

L.A. Love: Die schräge Stadt der Engel

L.A. Love: Die schräge Stadt der Engel

Wer einige Tage später in L.A. einparkt fühlt sich da mitunter wie auf einem fremden Stern. Doch vertraut sind die Attraktionen der City of Angels allemal. Bucht man eine Fahrt der Starline Tours (www.starlinetours.com) lässt sich das auch per offenem Doppeldeckerbus „er-fahren“ – Hollywood und Downtown L.A. zählen zu den Gebieten, die der Sightseeing-Bus dann durchquert.

Andere cruisen lieber wie Filmstars durch L.A. und mieten sich eine Limousine inklusive Chauffeur. Spätestens am Universal Studios CityWalk, einer Fußgängerzone mit zahlreichen Läden, Restaurants, Clubs und Kinos, bewegt man sich trotzdem besser per pedes weiter. Das gilt wohl auch für den Hollywood Walk of Fame, wo die Namen von mittlerweile fast 2400 Berühmtheiten in Bronzesternen im Gehsteig am Hollywood Boulevard und an der Vine Street verewigt sind.

Aber auch zum Shopping-Bummel im Stil der Stars passt gemütliches Flanieren. Beispiel Beverly Hills: Die bekanntesten Namen der Modebranche betreiben Boutiquen am Rodeo Drive, während man die Kreationen neuer amerikanischer Modeschöpfer ganz in der Nähe, am Beverly Drive und in den kleineren Boutiquen am Canon Drive finden kann.

Günstig kann auch der Blick nach Downtown sein – und zwar im besten Wortsinn. Liegt hier doch der L.A. Fashion District – Fundgrube für bis zu 70 Prozent billigere Schnäppchen. Westlich von Downtown bietet schließlich Santa Monica Kaufrausch-Feeling auf den Spuren der Prominenz. Letztere frequentieren an der Montana Avenue trendige Surf-Shops und stilvolle Boutiquen. Die derzeit heißeste Einkaufsstraße von Venice ist übrigens der Abbot Kinney Boulevard.

Weltklasse-Museen und Mickeymäuse

Kommerzkult ist aber nur die eine Seite der verdichteten Urbanität von L.A. Denn die Betonflügel der „Stadt der Engel“ umfassen auch jede Menge Kunst. Mit 100 000 Ausstellungsstücken aus dem Altertum bis in die Moderne ist das im Herzen von L.A. gelegene Los Angeles County Museum of Art (LACMA) das größte Kunstmuseum im Westen der USA. Das von Renzo Piano entworfene Broad Contemporary Art Museum ist Teil dieses Komplexes.

Herausragende Architektur prägt aber auch das Getty Center, ein dramatisches, modernes Bauwerk, das Meisterwerke aus dem Mittelalter bis hin zu zeitgenössischer Kunst bereit hält. Plus: fantastische Gärten und eine atemberaubende Aussicht von den Hügeln aus auf die Stadt. Wer Populärkultur lieber den Vorzug gegenüber reinrassiger Pop Art einräumt, wird im Disneyland® Park und dem angrenzenden Disney’s California Adventure® Park fündig – beides liegt eine knapp halbstündige Autofahrt von Los Angeles entfernt. Noch weiter südlich findet sich schließlich die Plastik-Steinchen-Welt von LEGOLAND California®.

 

Blick nach Süden: Geheimtipp San Diego

Blick nach Süden: Geheimtipp San Diego

Keine Frage: L.A. und San Francisco, das sind die großen Zwei unter Kaliforniens Städten. Aber sie sind keineswegs die einzigen lohnenswerten City-Ziele des Golden State. Vom jüngsten Hype um Palm Springs war schon die Rede. Im Süden nun, nahe der mexikanischen Grenze, liegt die entspannte Küstenstadt San Diego.

Ein Ort, dessen natürlicher Reichtum und perfektes Klima ihm wohl nicht umsonst den Beinamen „America’s Finest City“ eingetragen haben. Ein legendärer Zoo, aber auch Walbeobachtungen vor der Küste – von Dezember bis März – zeugen von San Diegos naturnahem Potenzial. Und sie machen Lust auf mehr Meer: Im Hafen von San Diego kann man entweder selber die Segel setzen oder eine Hafenrundfahrt oder Dinner Cruises machen, und im nahen La Jolla Underwater Park and Ecological Preserve gar schnorcheln und tauchen.

Ideal zum Abtauchen ist auch das Gaslamp Quarter an der Fifth Avenue, das mit toller Musikszene punktet. Hier, in San Diego’s Downtown, wurden Dutzende historische Gebäude wieder zum Leben erweckt: Nightlife vom Feinsten. Die Kunstszene wiederum blüht in der nahen Downtown-Location Balboa Park: Der größte städtische Kulturpark in den USA beheimatet beeindruckende Gärten und spanische Architektur sowie 15 Museen und fünf Theater. Eines davon ist „The Old Globe“, in dem Pre-Broadway-Produktionen und das jährliche Summer Shakespeare Festival stattfinden – ein weiteres Element von Kaliforniens reicher urbaner Kultur.

Rock n' Roll & Moderne: Palm Springs


Rock n' Roll & Moderne: Palm Springs

Als Sinatra in Palm Springs auftauchte, ging die Erfolgsgeschichte des kalifornischen Luxusörtchens soeben in eine weitere, glamouröse Runde. Eine frische Prise Streamline sorgte für Pools in Amöbenform, und die Mauern strahlten im frischen Farbton Desert-Pink. Dean Martin schlürfte in seinem Haus mit Schmetterlingsdach Daiquiris, Bob Hope scherzte nur unweit davon über die gemeinsamen Nachbarn: Walt Disney, Clark Gable, Bette Davis, Cary Grant, Kirk Douglas, Bing Crosby. Es war die Ära, als der Geist des weltweit gefeierten Modernismus aufs Coachella Valley niederschwebte. Oder aber mit pinkfarbenen Cadillac-Heckflossen angerollt kam.

Die Swinging Fifties sind längst zur Ruhe gekommen – aber Palm Springs nicht. Nach zwischenzeitlichem Dornröschenschlaf werden die zackig inszenierten Bauikonen mitsamt dem Lebensgefühl der Car-Culture neuerlich herausgeputzt und locken nun Besucher aus aller Welt in eine bizarre, von Steingärten und Kakteen beseelte Urbanität. Vor allem aber ist das aktuelle Revival von Palm Springs einzigartiger kalifornischer Moderne typisch für das unverwüstliche Naturell der legendären Westküsten-Städte.


Text: Robert Haidinger

Infos

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Interaktive Karte zu Kalifornien » visitcalifornia.de/entdecken

Los Angeles County Museum of Art » lacma.org
Spaß für Groß und Klein im Disneyland » disneyland.com

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