Radtourismus in Deutschland

Auf zwei Rädern in die Freiheit

 

Urlaub mit dem Fahrrad boomt. Immer mehr Touristen tummeln sich auf den rund 75.000 Kilometern des deutschen Radwegenetzes. Nach Angaben des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV) werden mit den Ausgaben deutscher Fahrradtouristen jährlich mehr als neun Milliarden Euro umgesetzt. 22 Millionen Übernachtungen gehen jedes Jahr auf das Konto von Radtouristen. Inzwischen haben Radurlauber in Deutschland die Qual der Wahl zwischen 200 großen Radwanderwegen.

Zu den beliebtesten gehörte 2011 der Elberadweg, gefolgt vom Main-, Donau-, Weser- und Ostseeküstenradweg. In Planung sind zudem zwölf Radfernwege, sogenannte D-Routen (www.radnetz-deutschland.de), die alle Regionen Deutschlands miteinander verbinden.

Das Internet hält ein breites Infoangebot zu allen Fragen rund ums Radwandern bereit. Erste Anlaufstelle ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC, auf dessen Portal www.adfc.de Radtourenfans alles Wissenswerte zu ihrem Hobby erhalten, darunter Infos zu Routen und den fahrradgerechten Bett&Bike-Unterkünften, von denen es in Deutschland bereits mehr als 5000 gibt.

Über die Mitradelzentrale des ADFC findet man Gleichgesinnte für gemeinsame Radausflüge oder –urlaube ebenso wie über www.radflirt.de oder www.rad-forum.de. Die meisten Radtouristen nehmen die Planung und Vorbereitung ihrer Tour selbst in die Hand. Nur rund jeder Zehnte greift auf das Angebot von Spezialreiseveranstaltern (Überblick auf www.fahrradreisen.de) zurück.

Neben den allgemeinen Tourenplanern wie dem ADFC-Tourenportal bieten inzwischen zahlreiche Bundesländer eigene Radportale mit Routenplanern an, z.B. Nordrhein-Westfalen (www.radroutenplaner.nrw.de), Rheinland-Pfalz (www.radwanderland.de), Sachsen Anhalt (www.naturfreude-erleben.de), Brandenburg (www.radeln-in-brandenburg.de), Bayern (www.bayerninfo.de/rad) oder Hessen (www.radroutenplaner.hessen.de).

Für kürzere Touren genügt ein Citybike, für längere Radwanderungen empfiehlt sich ein Trekkingbike, das man beim Radhändler seines Vertrauens oder kostengünstiger im Internet z. B. bei www.fahrrad.de bekommt.

"Wie man sich bettet so liegt man", heißt es. Und übertragen aufs Radfahren "wie man sitzt, so angenehm radelt man". Je länger die Tour, desto besser sollte daher der Sattel sein. Professionelle Sättel und weiteres ergonomisches Zubehör hat SQlab. (www.sq-lab.com) im Sortiment. Zahlreiche weitere Tipps zur Ausrüstung für die Radwanderung bekommt man auf dem Webauftritt des Radmagazins Trekkingbike (www.trekkingbike.com). Praktisch ist die Gepäck-Checkliste des ADFC, die man unter www.adfc.de/ausruestung/checkliste-fuer-den-fahrradurlaub downloaden kann.

Wer es ruhiger angehen möchte und sich für ein Fahrrad mit Elektroantrieb (E-Bike oder Pedelec) interessiert, sollte sich auf der entsprechenden Webseite des Verkehrsclubs Deutschland www.e-radkaufen.de informieren und sich die Ausgabe 1/2012 von Trekkingbike besorgen, in der 34 E-Bikes getestet wurden.

Und um die Orientierung zu bewahren, leistet ein Radnavigationsgerät verlässliche Dienste. Die besten Geräte gibt es bei Falk Navigation (www.falk-navigation.de) oder bei Garmin (www.garmin.de). Doch die gute alte Radkarte (www.kompass.de oder www.adfc.de/karten/adfc-radtourenkarten) hat noch lange nicht ausgedient, ebenso wenig wie Literatur rund um das Thema Radwandern (www.trekkingbike.com).

Text und Bilder: Frank Herrmann

Falk LUX 30 - der Sportsmann unter den Outdoor-Navigationsgeräten: falk-outdoor.de

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