... Türkei archäologisch: Ticket für Zeitreisen

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600 Jahre Baustelle

600 Jahre Baustelle

Vom landschaftlichen Juwel geht es noch einen Sprung nach Süden, nach Didyma. Hier befindet sich eine Kultstätte, die für jeden Bauleiter und Architekten ein Alptraum wäre: 600 Jahre Bauzeit, und doch wurde der Apollo-Tempel nie fertig. Trotz – oder gerade wegen – dieser Geschichte beeindrucken die Ruinen des Tempels, der 24 m hoch aufragen und von 112 Säulen hätte getragen werden sollen. Wenig übrig geblieben ist auch von Knidos, einer antiken Stätte, die so spektakulär gelegen ist wie wenig andere in der Türkei. Südlich von Bodrum wurde sie auf die Spitze einer Halbinsel gesetzt. Überreste gibt es kaum noch, nur das antike Theater schmiegt sich noch in einen flachen Hang. Dem fantastischen Blick aufs Meer haben allerdings auch die Jahrhunderte nichts anhaben können.

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Schwimmen über Ruinen

Schwimmen über Ruinen

Je weiter der Weg entlang der Küste nach Osten geht, Richtung Antalya und Adana, desto dünner werden die Zeugnisse der Hellenen. In Phaselis, wenige Kilometer von Kemer entfernt, wird noch einmal ihre Baukunst deutlich. Vom Theater aus eröffnen sich wiederum fantastische Blicke, während die eigentliche Attraktion am Ufer liegt: Deutlich sind die antiken Hafenanlagen zu sehen, während man im klaren Wasser über ihnen schwebt.

Einen Tag für Pergamon

Einen Tag für Pergamon

Richtung Norden muss gehen, wer noch zwei letzte Höhepunkte griechischer Baukunst in der Türkei sehen möchte. Für die Reise in die Vergangenheit von Pergamon, nördlich von İzmir gelegen, sollte man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen – so viel gibt es zu sehen. Von der Unteren Agora geht es hinauf zur Akropolis, durch die Zeiten und Epochen, an der Bibliothek vorbei, dem Athena-Tempel und der spektakulären Roten Halle.

Sonnenuntergang beim Tempel

Sonnenuntergang beim Tempel

Spektakulär ist auch der Schlusspunkt, den der Athena-Tempel bei Assos als letzte der griechischen Kulturstätten setzt: Auf rund 240 m Höhe liegt das Heiligtum, dessen schönste Teile in den Museen von Boston und İstanbul zu bewundern sind. Wenn die Sonne untergeht und der Tempel schwarz gegen den leuchtenden Himmel steht, dann meint man ein Zeichen aus fernen Jahrhunderten zu erhalten. Auch damals schon muss den Menschen die Schönheit dieses Ortes klar gewesen sein.

Informationen

Ephesos: ephesusguide.com

Milet:   ruhr-unibochum.de

Priene: lexikon.freenet.de und web.uni-frankfurt.de

Didyma: didim.de

Knidos: bodrumpages.com

Phaselis: lykien.com

Pergamon: dainst.org

Assos (englisch): goddess-athena.org

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