TRAUM.WELT.REISE. - Destination Nr.2 TansaniaLöwen vs. Büffel in Tansania

In Nairobi gelandet, warte ich ein paar Stunden in der Freiluft-Ankunftshalle auf meinen Shuttle nach Arusha, Tansania. Wie ich es schaffe diesen dann doch zu verpassen, bleibt mir ein Rätsel. Ein besonders hilfsreicher Militär erkundigt sich bei einigen Reisebüros direkt am Flughafen wo der Shuttle denn gerade sei und organisiert ein Taxi für mich, damit ich den Shuttle dann doch noch erreiche. So viel Chaos gleich zu Beginn meines Afrikaabenteuers – na das kann ja was werden!

Die fünf-stündige Fahrt nach Arusha in einem kleinen Shuttlebus verbringe ich auf einer Kühlbox, da der Bus komplett voll ist. Anscheinend bin ich die einzige Europäerin unter den Reisenden und ich bemerke einige sehr neugierige Blicke besonders unter den Kindern.

Die vorbeiziehende Landschaft ist wunderschön, die Berge, die weiten Täler, einfach alles. Ich fühle mich pudelwohl hier.

Bei Nachtanbruch erreicht der Bus Arusha, dort erwartet mich bereits Kanyo von Absolute Africa. Zusammen fahren wir zum Camp, wo ich eine Nacht verbringen werde bevor es morgen auf Safari geht. Irgendwie hatte ich in all der Hektik vergessen, dass dieser Trip das Schlafen in Zelten beinhalten würde. Meinen Schlafsack habe ich zum Glück immer dabei, somit war das auch kein Problem mehr! Die Temperaturen hier hatte ich aber auch ein wenig unterschätzt – keine Hitze wie in Dubai, sondern angenehm, beinahe kühl ist es hier. Die kurze Hose tausche ich nun gegen meine langen Jeans.

In der Früh geht es dann los! Meine erste Safari, ich bin richtig aufgeregt und kann es kaum erwarten all die Tiere in freier Wildbahn zu sehen, die ich bis dato nur aus Zoos kenne.

Die Straßen des Nationalparks sind rumpelig, gut festhalten ist die Devise. Unser Ranger Philamon zeigt uns die allerbesten Plätze in der Serengeti und im Ngorongoro Krater – per Funk ist er mit den anderen Rangern verbunden. Auf einmal fahren wir in die weite Steppe hinaus und Philamon schaut angestrengt aus dem Fenster – was sucht er bloß? Er streckt seine Hand aus und deutet auf einen Punkt in der Ferne. Ich kann aufgrund des hohen Grases zunächst nichts erkennen. Dann aber bewegt sich etwas, und ich kann die Ohren eines Löwen ausmachen! Gespannt beobachte ich ihn durchs Fernglas! Der Löwe steht auf - er ist nicht alleine, denn rund um ihn herum haben sich weitere 13 Löwen versteckt, unter ihnen befinden sich auch ein paar Jungtiere. Sie dürften auf der Jagd sein, und ein 360° Blick bestätigt das. Weit hinter uns grast eine Herde Büffel – anscheinend das Ziel des Löwenpacks.

Die Löwen kommen nun näher und näher, denn sie müssen die Straße überqueren um zu den Büffeln zu kommen. Wir sind bei weitem nicht die einzige Gruppe, die die Löwen beobachtet – über 20 Geländewägen stehen da und observieren das Geschehen.

Eine Löwin wagt die Erkundungstour über die Straße – und das direkt vor unserem Auto! Ich bin keine 2 Meter von dem wilden Tier entfernt! Wie gebannt beobachte ich das Tier wie es graziös und selbstbewusst dahinschreitet und sich von den Touristen nicht einschüchtern lässt. Nun kommen auch die anderen Tiere und wandern alle vor meinen Augen auf die andere Seite auf die Büffel zu. Das Gras auf der anderen Seite scheint noch höher zu sein und bald sind nur mehr die Ohren- und Schwanzspitzen erkennbar.

Das Pack verteilt sich nun und nähert sich der Büffelherde. Diese merkt von der wachsender Gefahr nichts, sie fressen ungestört weiter. Nun kommt der Angriff! Die Löwen sprinten los und versuchen eines der Büffel von der Herde zu trennen. Das scheint doch um einiges schwieriger zu sein als sich die Löwen gedacht haben. Sie schaffen es zumindest die Gruppe zu teilen und machen nun Jagd auf ein langsameres Tier. Es ist so aufregend, spannend und faszinierend zugleich! Ein weiterer Angriff auf die Büffel wird gestartet – doch diese drehen den Spieß nun um und machen Jagd auf die Löwen. Ein Büffel fühlt sich besonders belästigt und beschließt kurzum einen der Löwen mit seinen Hörnern zu stoßen und mehrere Meter durch die Luft zu werfen! Mit dieser Wendung hat keiner gerechnet. Ob der Löwe diese Attacke überlebt hat, bleibt wohl ein Geheimnis der Steppe.

Dieser Augenblick war tatsächlich ein Teil einer wahren TraumWeltReise – schon bald geht es nach Kenia zurück, was mich dort erwarten wird, könnt ihr bald hier lesen.

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