TRAUM.WELT.REISE. - Destination Nr.3 KeniaEine Woche voller Abenteuer in Kenia

Nach einigen Stunden Fahrt im Shuttle finde ich mich wieder in Nairobi ein, dieses Mal jedoch länger als nur ein paar Stunden. So vieles habe ich über dieses Land und dessen Hauptstadt schon gehört und kann es kaum erwarten es mit eigenen Augen zu sehen und zu erleben.

Elephant Orphanage & Giraffe Centre

Mein erster Ausflug verschlägt mich ins Elefantenwaisenheim wo täglich um 10:00 Uhr morgens die Elefantenbabies und –kinder öffentlich gefüttert werden. Kurz vor 10 darf ich dann mit vielen anderen wartenden Touristen auf das Gelände. Ich freue mich schon richtig, den Kleinen zusehen zu können. Fröhlich munter traben die großen Kinder zusammen mit Straußen auf die mit Seilen abgegrenzte Fläche herein. Die Wärter erwarten sie bereits mit Milschflaschen, auf die sich die Elefanten stürzen. Wie gut geht es den Tieren doch hier – aber zugleich folgt dem ein weiterer Gedanke. Denn ohne uns Menschen wären diese Tiere in der freien Wildbahn bei ihren Müttern. Die meisten Muttertiere wurden von Wilderern aufgrund ihrer Elfenbeinzähne getötet. Den Elefanten selbst stehen die Stoßzähne doch bei Weitem am Besten!

Als nächstes verschlägt es mich ins Giraffe Centre, wo ich auf Tuchfühlung mit den gefleckten Riesen gehe. Auf einem Balkon blicke ich den Tieren tief in die Augen und füttere sie mit Leckerchen und frischen Blättern. Ein wenig erschrecke ich schon als mir eine der Giraffen auf einmal übers Gesicht schleckt! Ob das wohl gut für die Haut ist?

Wo kommt eigentlich der Tee her?

Als heiße Teefanatikerin machte mein Herz einen Satz, als ich im Reiseführer über eine nahe Teefarm las. Das wunderschöne englische Landhaus wirkt beinahe Fehl am Platz, als ich am Morgen das Anwesen von Kiambethu betrete. Über eine Stunde erklärt die Besitzerin Fiona wie Tee wächst, gepflückt, weiterverarbeitet und schlussendlich zu trinkfähigem Tee wird. In dem geräumigen kolonialen Wohnzimmer hängen wir alle an ihren Lippen, wenn diese nicht gerade an einer Tasse Tee sippen. Ganz fremd und unwirklich ist dieser Tag, als wir später noch durch die Teefelder spazieren und anschließend im Garten gemeinsam essen. Gastfreundschaft wird bei Fiona groß geschrieben und so fühle ich mich in der Ferne so geborgen wie bei Mama zu Hause.

Wasseraction nur unweit von Nairobi entfernt

Meine TraumWeltReise entpuppt sich wirklich als Traumweltreise, denn so gut wie keine Hindernisse werfen sich mir in den Weg – zumindest kaum welche, die nicht geplant sind! Ein weiterer Tagesausflug beginnt, meiner Meinung nach, ein wenig zu früh: Dennoch bin ich voller Energie, denn heute werde ich gemeinsam mit anderen Mutigen einen Fluss in der Nähe von Nairobi im Schlauchboot beim Rafting bezwingen.

Auf Englisch nennt sich der Abenteuersport “Whitewater rafting” – aber von weißem Wasser keine Spur – eher das Gegenteil ist der Fall: der schlammbraune Fluss sieht nicht gerade einladend aus um darin baden zu gehen. Vorsichtig tauche ich meine Fingerspitzen ins Wasser – bereits nach wenigen Zentimetern verschwinden diese und sind nicht mehr auszumachen!

Unser Guide Andreas verwandelt die Einschulung in eine Show - wir lachen herzhaft über seine Anekdoten und Anmerkungen zu möglichen Wildtierbegegnungen. Es gibt zwar Krokodile und Schlangen in Kenia – aber in dem Fluss, den wir befahren werden, nur sehr, sehr selten! Auf los geht's los und schon starten wir die wilde Abfahrt. Keiner von uns bleibt lange trocken und bei gelegentlichen Wasserfällen manövriert uns Andreas so, dass wir mit lautem Lachen hinterrücks ins Wasser geworfen werden. Definitv ein Muss, wenn man in Nairobi ist!

Ein Traum wird wahr: Der Kilimandscharo

Meine Reise in Afrika neigt sich schön langsam dem Ende zu, jedoch erfülle ich mir noch einen weiteren kleinen Lebenstraum. Den Amboseli National Park besuchen – dieser Park ist berühmt für seine Tiere, aber viel mehr noch für die atemberaubende Sicht auf den höchsten Berg Afrikas: den Kilimandscharo.

Das gelingt auch relativ gut – bis ich in den frühen Morgenstunden von einem Geräusch geweckt werde. Wie gelähmt liege ich auf meinem Holzbett und wage es kaum mich zu bewegen. Habe ich mir das nur eingebildet? Und wieder ein Geräusch von Schritten und wie Gras abgerissen wird. Zum Glück kein Löwe, die fressen ja kein Gras. Ich nehme eine flinke Bewegung wahr und sehe den Schatten einer Giraffe an meiner Zeltwand! Das sorgt auf alle Fälle für Gesprächsstoff beim Frühstückstisch, bevor wir überhaupt erst in den Park aufbrechen. So reich bestückt an Tieren wie die beiden Nationalparks in Tansania ist der Amboseli Park nicht, aber der Ausblick auf den Kilimandscharo ist einfach grandios! Am liebsten würde ich meine Füße in die Hand nehmen und auf den Gipfel stürmen. Dieses Mal muss ich mich mit der Aussicht genügen, aber lieber Kili – ich komme wieder und dann nicht alleine!

Mein letzter Tag in Afrika führt mich wieder zurück nach Nairobi und nach so viel Natur steht heute ein wenig Kultur auf dem Programm. Im Nairobi National Museum lasse ich mir von einem freundlichen Guide alles über die Geschichte und Kultur des Landes erklären. Besonders beeindruckend ist dabei, wie praktisch die Menschen denken und selbst aus Abfall noch Spielzeug für die Kinder basteln.

Etwas traurig werde ich dann doch bei dem Gedanken, dass der Nairobi Safari Walk meine letzte Station hier in Afrika sein wird. Aber noch einmal mit den Tieren auf Augenhöhe sein, das ist einfach ein toller Abschluss.

Das war mein kleines, aber feines Afrika-Abenteuer, von dem ich jeden Moment in vollen Zügen genossen habe. Schon bald geht es weiter auf einen Subkontinent, den man entweder liebt oder hasst. Welche Gefühle ich für Indien entwickeln werde steht noch in den Sternen.

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