Hua Hin: Königlich entspannen

Es ist schwer, dem Reiz von Hua Hin nicht zu erliegen. Der Badeort, rund 200 km südlich von Bangkok, ist für viele Thailänder das Ausflugserlebnis schlechthin. Auch König Bhumibol Adulyadej, ein begeisterter Jazzmusiker, verbrachte in den vergangenen Jahrzehnten einen Großteil seiner Zeit nicht in Bangkok, sondern in seiner Sommerresidenz in Hua Hin.

Mehr als nur Badestrände

Trotz ihres mehr als 5 km langen, flachen und feinsandigen Strandes ist die am Golf von Thailand gelegene Küstenstadt weit mehr als nur eine Badedestination. Bereits im Jahr 1924 entstand hier der erste Golfplatz Thailands. Heute haben Golfer die Qual der Wahl: Neben dem Royal Hua Hin Golf Course finden sich im Umkreis von 30 km um die Stadt noch sieben weitere Plätze. Auch der der Medizin- und Wellnessurlaub spielt in der Königsstadt am Golf von Thailand eine wichtige Rolle: Wenige Kilometer südlich von Hua Hin steht der größte und architektonisch ambitionierteste Spa Thailands. Er trägt den Namen „The Barai“, gehört zum Hyatt Regency Hua Hin – und ist dennoch alles andere als ein typischer Hotel-Spa.

Vorbild: Angkor Wat

Vorbild: Angkor Wat

Denn das architektonische Vorbild der Wellnessoase ist weder ein Krankenhaus noch ein Hotel, sondern ein Tempel, genauer gesagt, der faszinierendste Tempelkomplex ganz Südostasiens: die rund 50 Götterpaläste von Angkor im heutigen Kambodscha, der grandioseste architektonische Ausdruck der alten Khmer-Kultur. Seine Inspirationen holte sich Barai-Architekt Lek Bunnang insbesondere von Angkor Wat, einem Tempel, zu dessen kunsthistorischen Besonderheiten mehr als 1800 reliefartige Skulpturen himmlischer Tänzerinnen gehören.

Mystische Lichtspiele

Diese Figuren finden sich im Barai wieder – allerdings nicht als schlichte Kopien, sondern als architektonisches Zitat, etwa in Form einer Locke, eines Auges oder einer Brust. Und so, wie Angkor Wat in Kambodscha von einem Wassergraben umgeben ist, spielt das Wasser auch im Barai eine wichtige Rolle. Der Salari, das architektonische Herzstück des Barai, wird von einem Wasserbecken und von Säulengängen dominiert. Die Kombination aus Wasser und Architektur erzeugt mystisch anmutende Lichtspiele, die sich zu jeder Tageszeit verändern.

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