Vergnügen pur: Strandkorb-Feeling

Das Seeheilbad Westerland wird von Medizinern empfohlen und Ende der 80er von den Ärzten besungen: „Ich will wieder an die Nordsee, ich will zurück nach Westerland!“ In der Fußgängerzone Friedrichstraße sieht man die, die das ebenfalls wollen. Die Tagesausflügler mit den Rucksäcken voller Verpflegung, die mit dem Wochenende- oder Schleswig-Holstein-Ticket kaum weiter als Westerland kommen. Die Urlauber, die in den 60er- und 70er-Jahre-Apartmenthochhäusern und Pensionen günstig Ferien machen und nach dem Einkauf im Supermarkt im Café sitzen. Die Familien, die mit Sandspielzeug an den Strand ziehen, wo der Vater dann für seine Kinder eine Sandburg baut und die Mutter im Strandkorb döst.

Strand für alle

Übrigens: Dass der rund 40 km lange Strand überhaupt noch da ist, verdanken die Urlauber den Sandbaggern. Schon seit Jahrzehnten reißen die vom Westwind aufgepeitschten Wellen immer wieder große Löcher in die Westküste der Insel, die alljährlich für 3 Mio. Euro aus Bundes- und Landesmitteln wieder aufgefüllt werden. Zum Glück für die Sonnenanbeter, Spaziergänger oder Sportler. Am Strand von Westerland finden nämlich stets im Juli die Kitesurf Trophy und die Deutschen Windsurfing Meisterschaften statt, Ende September der Surf World Cup. Es sind neben den Katamaran-Regatten des Cat Festivals in Hörnum und dem Syltlauf von Hörnum nach List die Sportereignisse des Jahres.

Reise übers Meer

Urlaub am Meer, und Fisch nur auf dem Teller? Seit 2004 zieht das neue Sylt Aquarium in Westerland vor allem Schulklassen und Familien an. Der Weg entlang der 25 Meerwasserbecken ist wie eine Reise in die Welt aufgebaut. Von Sylt aus geht es durch das Wattenmeer, die Nordsee und den Atlantik durch einen neun Meter langen Tunnel in die bunte Unterwasserwelt der Tropen. Über eine Rampe landet der Besucher an einem Südseestrand mit Palmen, Wasserfall und Bar.

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