Stil pur: Krabben & Champagner

Wenn im Sommer die Reichen, Schönen und Prominenten auf Sylt einschweben, ist besonders in Kampen Hochsaison. Im Strönwai, besser bekannt als die „Whiskymeile“, kommt es auf gerade 300 m zu einem Stau. Nobelkarossen und Cabrios rollen zum Sehen-und-Gesehen-Werden im Schritttempo die Straße auf und ab. Von ihren Logenplätzen unter den Sonnenschirmen im Odin und den umliegenden Cafés beobachtet die Haute-Volée die Flaneure. Die finden in Kampen mit Louis Vuitton, Joop, Wempe und Co. zahlreiche adäquate Boutiquen für einen ausgiebigen Einkaufsbummel. Auf den Terrassen und an den Theken lassen sie dann bis spät in die Nacht die Korken knallen. Mittendrin sind die Klatschreporter und Paparazzi, denn so wirbt ein Yellow-Press-Blatt: „Ohne uns wäre es nur eine Insel“.

Attraktive Reetdachhäuser

Die Promis haben sich den schönsten Ort der Westküste als Urlaubsziel ausgewählt. Alle Häuser in Kampen sind im typischen Sylter Baustil aus roten oder weiß gestrichenen Ziegelsteinen, weißen Sprossenfenstern und weit hinunter gezogenem Reetdach gehalten. Eine bis heute gültige Verordnung aus dem Jahr 1912 schreibt diesen Stil auch für Neubauten vor. Selbst die niedlichen Häuschen an den Bushaltestellen sind mit Schilf gedeckt. Zur Freude der ortsansässigen Makler sorgt die mondäne Lage dafür, dass hier noch immer die höchsten Quadratmeterpreise Deutschlands zu erzielen sind.

52 m sind der Gipfel

In Kampen zeigt sich die Westküste Sylts von ihrer besten Seite. Den schönsten Blick haben Sie vom Roten Kliff. Die 30 m hohe, mit Dünengras bewachsene rote Steilküste zieht sich bis in den südlichen Nachbarort Wenningstedt. Wem das nicht reicht, der kann hier auf den höchsten Punkt der Insel klettern: die 52 m hohe Uwe-Düne. Von hier oben wirken die weißen Strandkörbe mit den blau-weiß gestreiften Markisen, die sich auf dem hellen, feinen Sandstrand verteilen, fast wie Legosteine.

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