... Natur pur: Durch die Dünen

 

Blick nach Dänemark

Frisch gestärkt geht es weiter zur Nordspitze, den Ellenbogen. Dieses L-förmige Vogelschutzgebiet ist ein Eldorado für Ruhesuchende. Eine 6 km lange Asphaltstraße führt durch saftige, harsche Wiesen, die von Sanddünen und einsamen Stränden umgeben sind. Die beiden Leuchttürme sind beliebte Fotomotive. An der Spitze, wo sich Nordsee und Wattenmeer treffen, ist es sogar windstill. Im weichen Sand liegend, lassen sich die wenigen Besucher die Sonne aufs Gesicht scheinen. Die Vögel zwitschern, Gräser rascheln und die Wellen rauschen. Die dänische Insel Römö ist bereits in Sicht. Die 2 Euro Eintritt, die die Ellenbogen-Erbengemeinschaft am Mauthäuschen verlangt, ist der Schlenker in dieses Paradies allemal wert.

Wal, da bläst er!

Die Inselbahntrasse in Richtung Süden hat eine ähnlich attraktive Szenerie in petto. Jenseits von Rantum beginnt das Naturschutzgebiet der Rantumer Dünen, die im Sommer von einem bunten Blütenmeer überzogen sind. Hier sind die Sandberge noch ein wenig höher, hier gibt es noch mehr Landschulheime. Vom Hörnumer Hafen starten Ausflugsboote nach Amrum, auf die Hallig Hooge, nach Föhr und Helgoland. Von der Südspitze, der sogenannten Odde, sind mit etwas Glück Wale zu beobachten. Insbesondere im Sommer und Herbst halten sich Muttertiere mit ihrem Nachwuchs hier auf.

Ach wie schön ist Sansibar!

Auf dem Rückweg ist eine Pause im Sansibar ein Muss. Der einstige Erbsensuppenkiosk ist heute eine der angesagtesten Locations der Insel. Drinnen geben sich Prominente, Manager, Künstler und Unternehmer ein Stelldichein. Von den Bierbänken und aus den Strandkörben davor versuchen Touristen, einen Blick auf ein bekanntes Gesicht zu erhaschen. Die Küche zaubert Currywurst genauso gerne wie Thunfisch. Und da das Sansibar Kult ist, verkauft Inhaber Herbert Seckler seinen Gästen noch T-Shirts, Saunatücher, Taschen und Uhren mit den berühmten gekreuzten Säbeln drauf. Kenner interessieren sich aber eher für einen anderen Schatz: In einem in die Dünen gegrabenen Weinkeller liegen 40 000 Flaschen bereit.

Text: Andrea Bonder

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