Südsee und Madagaskar - Alles, außer gewöhnlich

Was verbindet die Südsee mit Madagaskar? Beides sind Reiseziele, die alles andere als von der Stange sind. Und beide liefern den Stoff, aus dem exotische Urlaubsträume sind. Doch besser, als davon zu träumen, ist: selbst hinfahren. Und sich ein eigenes Bild machen – entweder mit Pinsel und Staffelei, wie schon Paul Gaugin, oder ganz modern mit einer Kamera.

Südsee - das klingt nach bunter Unterwasserwelt und weißem Sand unter Palmen. Und genau das erwartet auch zahlungskräftige Reisende, mit Vorliebe Honeymooner und verträumte Paare, wenn sie nach langer Anreise aus dem Flieger steigen. Kaum ein anderes Ziel hat sich so als Synonym für Romantikurlaub etabliert wie Fidschi, Bora Bora und Tahiti – Urlaubslegenden am anderen Ende der Welt.

Wo sonst kann man, im Privat-Whirlpool seines Overwater-Bungalows liegend, derart farbenfrohe, beinahe kitschige Sonnenuntergänge inklusive Ozeanpanorama und Vulkankulisse beobachten? Und danach einen besonders hell schimmernden Sternenhimmel, inklusive Kreuz des Südens? Aber auch bei Tageslicht betrachtet ist Französisch-Polynesien eine Ausnahmeerscheinung.

Auf den Spuren von Gaugin

Neben den lebensfrohen und bunt gekleideten Einwohnern beeindruckt vor allem die sensationelle Vegetation der Inseln. Diese wird bestimmt von Palmen und stark duftenden, farbenprächtigen Blumen, die das ganze Jahr über blühen.

Davon war auch Paul Gaugin begeistert. Der in Frankreich geborene Künstler ließ sich auf der Marquesas-Insel Hiva Oa nieder und malte, was das Malzeug hielt. Allesamt mit tropischen und tahitianischen Motiven, die sich noch heute zuhauf auf Broschüren, Webseiten, Flyern wiederfinden – seine Kunstwerke sind noch heute die perfekte Werbung für Polynesien. Das hätte auch anders laufen können, denn lange war nicht klar, wohin es den großen Maler verschlagen würde. 

Madagaskar – nicht nur im Kino ein Hingucker

Neben der Südsee stand als kontinuierlicher Wohnsitz lange Madagaskar zur Disposition. Für die im Indischen Ozean gelegene, viertgrößte Insel der Welt hätte auch viel gesprochen. Allen voran die Natur- und Pflanzenwelt, die mit ihren Tausenden endemischen Frosch-, Gecko-, Chamäleon- und Lemurenarten nicht nur Wissenschaftler begeistert.

Und auch wenn Madagaskar schon nicht von Gaugin PR-Schützenhilfe bekam, dann wenigstens von den tierisch lustigen "Madagascar"-Blockbustern. Wobei es im echten Regenwald Madagaskars mindestens genauso bunt, bizarr und wild zugeht wie im Film. Was einem hier vor die Linse kommt, ist im wahrsten Sinn einzigartig. Einzigartig ist auch, dass ein Großteil der Wildnis noch gar nicht erforscht ist! Doch allein, was man jetzt schon weiß, treibt Naturfreunden Freudentränen in die Augen.


Autor: Christian Haas

 

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