Südafrikas Wilder Südwesten: Reservate im Westkap

Südafrika ist ein weites Land — das merken vor allem auch Reisende: Noch vor wenigen Jahren musste der Besucher in ein Flugzeug steigen, wenn er nach Besuch der Mother City, des Weinlands und der Garden Route zudem noch die wilden Tiere Afrikas sehen wollte. Heute gibt es aber auch im Westkap eindrucksvolle Wildreservate, die dazu noch malariafrei sind.

Nur zwei Autostunden von Kapstadt liegt Aquila, ein 5.400 Hektar großes Wildreservat in der landschaftlich schönen "Kleinen Karoo". Dort gibt es die Big Five: Elefant, Nashorn, Löwe, Bergleopard und Büffel; außerdem leben hier Giraffen, Flusspferde, jede Menge Zebras, Kudus und eine Vielzahl von Antilopen. Die Löwen sind zurzeit noch in einem abgesonderten 100 Hektar großen Gehege, sie müssen sich erst an die Umgebung gewöhnen. Der Wildpark ist sowohl für Tagesbesucher als auch für Übernachtungsgäste geöffnet. Geschlafen wird in Cottages, die entweder an einem See oder an den Hängen der beeindruckenden Berge liegen. Wie in allen Reservaten sind die Mahlzeiten und zwei Game Drives im Übernachtungspreis eingeschlossen.

Löwen ganz aus der Nähe

In der Nähe von Mossel Bay an der Garden Route  ist der Wildpark Botlierskop. Die Gäste übernachten in Zelten, die teilweise auf Stelzen in die Bäume gebaut sind. Angst vor den Löwen muss jedoch niemand haben: Die drei Raubtiere im Park, die von einer Farm gerettet wurden, haben ein eigenes großes Gelände. Auch die beiden Elefanten des Parks, Sam und Tsotsi, hatten großes Glück: Sie kamen als Babys aus Simbabwe, nachdem ihre Eltern von Wilderern getötet worden waren.

Mit dem Mountain Bike zur Giraffe

Noch etwas weiter nördlich in der Nähe von Plettenberg Bay liegt Buffalo Hills. Der Wildpark bietet gerade auch für Familien erschwingliche Angebote. Game Drives werden im offenen Geländewagen, zu Pferde, per pedes oder auch mit dem Mountain Bike angeboten. Selbst ‚old hands‘ in Afrika empfinden es als ganz besonderes Erlebnis, wie nahe hier die Besucher an Giraffen, Antilopen oder Zebras herankommen. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind einfach und am Abend grillt Reservatbesitzer Tony Kinahan die Steaks selber auf dem Grill. Dabei  erzählt er dann über die  mysteriösen Knysna- und Plettenberg Bay Elefanten, die sich in den dichten und unberührten Teilen des Urwalds, der sich zwischen Knysna und Plettenberg Bay erstreckt, verstecken sollen. Kaum einer hat sie je gesehen.

Nach oben