Wildes Südafrika: Safaris für jeden Geldbeutel

 

Ein Besuch in Südafrika ohne eine Safari — eigentlich undenkbar. Zum Glück müssen Besuche in Tierreservaten nicht teuer sein. 

Schon seit über 100 Jahren wird die unvergleichliche Natur Südafrikas in 20 staatlichen Parks geschützt. Der größte ist der weltberühmte Krüger National Park ganz im Norden des Landes. Alle Parks, außer Madikwe an der Grenze zu Botswana, können von Tagesbesuchern mit dem eigenen Auto erkundet werden. Die überall angebotenen Übernachtungsmöglichkeiten sind einfach und preiswert und sehr beliebt, deswegen sollte man mindestens sechs Monate im Voraus buchen.

Safari Schnupperkurs

Es gibt auch private Reservate, die erschwinglich sind. Für Besucher des Westkaps mit wenig Zeit ist die Garden Route Game Lodge vielleicht die richtige Wahl. Nur drei Autostunden von Kapstadt auf dem Weg zur Garden Route wird hier Safari-Anfängern ein Schnupperkurs geboten. Das Gebiet ist relativ klein und die Anzahl der Tiere entsprechend. Zwar wird mit den Big Five (die großen Tiere Afrikas: Löwe, Elefant, Leopard, Nashorn und Büffel) geworben, doch die Löwen leben in einem abgetrennten Bereich. Für 90 Euro pro Person bekommt der Gast Übernachtung, drei Mahlzeiten und zwei Game Drives im offenen Land Rover.

Zu Besuch bei den Elefanten 

Je größer das private Reservat, desto teurer die Übernachtung. So zahlt der Gast im luxuriösen Kwandwe Game Reserve, einem 22.000 Hektar großen privaten Park im Ostkap, fast fünfmal so viel. Ganz in der Nähe ist der staatliche Addo Elephant National Park. Ursprünglich zum Schutz der Elefanten eingerichtet, leben hier heute die Big Seven (Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen, Leoparden sowie Wale und der weiße Hai). Da das Gebiet seit einigen Jahren bis an den Ozean reicht, stehen auch Wal und Hai auf der Liste. Im Addo kann der Gast zwischen einigen Camps auswählen, am schönsten ist das Addo Rest Camp gleich oberhalb eines Wasserloches. Die Unterbringung ist praktisch und einfach und kostet nur 20 Euro pro Nacht. Alternativ kann man auch in einem nahe gelegenen B & B übernachten. Die Dung Beetle Guest Farm beispielsweise liegt wunderschön oberhalb des Sunday Flusses und ist nur drei Autominuten vom Südeingang des Parks entfernt.

Rettung der Spitzmaulnashörner 

Der Hluhluwe Umfolozi Park in KwaZulu-Natal hat durch das feuchtere Klima eine ganz andere Landschaft und eine Vielfalt an Tieren wie Nilkrokodile und eine große Anzahl an Flusspferden. Der Schwerpunkt des Naturschutzes ist die Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner: nachdem die Zahl dramatisch geschrumpft war, leben heute wieder 370 im Park. Das schönste Camp ist das Hilltop Camp, zwar staatlich, doch anspruchsvoll eingerichtet. Die Übernachtung kostet 60 Euro und Besucher, die nicht gerne selber durch den Park fahren wollen, können einen Game Drive buchen.

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