Südafrika - Größtes Tier- und Naturreservat: Krüger National Park

 

Für viele Besucher ist der Krüger National Park das eindrucksvollste Tier- und Naturreservat in Südafrika. Und mit einer Fläche von 20.000 Quadratkilometern, einer Länge von mehr als 400 Kilometern und einer Breite von bis zu 65 Kilometern ist es auch das größte Wildschutzgebiet Südafrikas.

In keinem Park Afrikas leben mehr Tiere als im Krüger, wie die Südafrikaner liebevoll das Reservat nennen. Allein 130 Säugetierarten, dazu 48 Fisch-, 114 Reptilien- und 468 Vogelarten. Die Parkverwaltung führt auf ihrer Inventarliste allein 120.000 Impalas, 26.000 Büffel und 10.000 Elefanten. Die Chancen, die berühmten Big Five (Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel und Elefant) zu sehen, sind sehr gut. Den Namen, "die Großen Fünf" haben die Tiere noch aus der Zeit der Großwildjagden, weil sie die begehrtesten Trophäen waren. Die sinnlose Jagd zum reinen Vergnügen veranlasste schon 1898 den damaligen Präsidenten des Landes, Ohm Kruger, das riesige Gelände im Norden des Landes zum Naturschutzgebiet zu erklären. Er wollte ein Stück unberührtes und ursprüngliches  Afrika für seine Landsleute erhalten. Zum Dank wurde der Park nach ihm benannt.

Ein Stück wahres Afrika

Besucher, die nicht gerade in den südafrikanischen Ferien kommen, wenn der Park bis zur vollen Kapazität belegt ist, erleben ein Stück wahres Afrika. Selbstfahrer können auf dem sehr gut ausgebauten Straßennetz den Park auf eigene Faust erkunden. Es besteht auch die Möglichkeit, Trips im offenen Geländewagen mit einem Ranger zu buchen, die Kosten für eine vierstündige Fahrt liegen bei 20 Euro pro Person. Die Chancen, viele Tiere zu sehen, sind unter fachmännischer Begleitung natürlich größer. Gebucht wird in einer der staatlichen Lodges des Parks, die unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten bieten: Cottages für Familien mit bis zu zehn Mitgliedern, Bungalows für zwei bis fünf Personen und romantische Safari Zelte für zwei. Besonders zu empfehlen ist Berg-en-dal im Norden, weil es mit großem Aufwand für die Fußballweltmeisterschaft renoviert wurde.

Auf der Spur des Elefanten

In der Mitte liegt das Olifants Camp oberhalb des gleichnamigen Flusses mit einer herrlichen Aussicht auf die Flussebene und Wasserlöcher, zu denen am Abend große Elefantenherden und viele andere Tiere kommen. Im Olifants River leben Flusspferde und Krokodile. Ganz in der Nähe liegt das Letaba Rest Camp, das eines der schönsten im Park ist. Im Letaba Elephant Museum sind die Stoßzähne der "Glorreichen Sieben", einer Gruppe mächtiger Elefantenbullen, die vor 30 Jahren im Park lebten, ausgestellt. Im Schnitt kostet die Übernachtung 20 Euro pro Person, aber wie in allen staatlichen Parks Südafrikas sollte früh gebucht werden. Der Park hat acht Tore, die vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang geöffnet sind und an welchen das Eintrittsgeld bezahlt wird. Zum Ticket bekommt der Fahrer eine Karte mit dem Straßennetz des Parks und den Wasserlöchern. Wer Zeit hat, sollte in den Norden fahren, denn dort sind viel weniger Touristen unterwegs als im beliebten Süden. Hier kann es schon mal passieren, dass 20 Autos um einen Löwen stehen. Aber auch das schmälert keineswegs das Erlebnis, den König der Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

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