Unterwasserbegegnungen: Hallo Hai!

An Bord des Bootes bereitet sich die Gruppe auf den Abstieg vor. Der Guide prüft die Strömungsverhältnisse und gibt genaue Anweisungen für den Tauchgang, im 20-Sekunden-Takt geht es dann ins Meer. Die Taucher treffen sich unten am Ankerplatz, wo sie sich in 20 m Tiefe festhalten können. In Zweiergruppen starten sie ihren Strömungstauchgang und lassen das Seil los.

Achterbahnfahrt unter Wasser

Tauchen am Hausriff ist auf den Malediven wie ein gemütlicher Spaziergang mit bunten Fischen, Korallen und Schwämmen. Strömungstauchen im offenen Meer dagegen gleicht einer Achterbahnfahrt: Oft jagen große Fische vorbei, und die Taucher schießen mit wehenden Flossen durchs Wasser. Plötzlich segelt eine Gruppe Mantas vorbei. Eindrucksvoll: Teufelsrochen erreichen Spannweiten von bis zu 6 m – und kaum ein Schwebeteilchen trübt die Sicht. Majestätisch fliegen die Tiere durchs glasklare Wasser. Ein Glücksmoment für die Urlauber, der den 35-minütigen Strömungstauchgang zu einem echten Highlight macht, bevor das Boot die Taucher wieder einsammelt.

Der Gesang der Seekuh

Seekühe sind bis zu acht Stunden täglich damit beschäftigt, Seegras, Algen und Mangrovenblätter zu fressen. Ihre Futterplätze sind in der Regel nicht die schönsten Orte für Taucher: Sie liegen abseits der Korallenriffe. An Land gehalten wird dadurch niemand. In der südägyptischen Tauchbasis Ducks Dive Center in Mangrove Bay etwa hat sich herumgesprochen, dass eine Seekuh mit ihrem Kalb auf der Seegraswiese gesichtet wurde. Jeden Tag steuert das Boot den Platz aufs Neue an. Unter Wasser hören die Sportler einen hohen Pfeifton, die Mutter ruft ihr Junges. An diesem Tag meint Neptun es gut mit den Tauchern. Sie sehen, wie der massige Meeressäuger das 20-Kilo-Baby zur Wasseroberfläche hochdrückt: Seekühe sind Luftatmer.

Die Vegetarier-Haie

Sie sind riesengroß, fressen Plankton in rauen Mengen und nähern sich gern diesen seltsamen Wesen im Neoprenanzug, die etwas schwerfällig durchs Wasser dümpeln: Walhaie werden bis zu 12 m lang und reagieren oft neugierig auf Taucher. Und die sind schwer beeindruckt, wenn sie auf Tuchfühlung mit dem größten Fisch des Planeten gehen. Obwohl jeder Taucher weiß, dass Walhaie völlig harmlos sind, treibt die Begegnung mit den riesigen Meeresbewohnern schon mal den Luftverbrauch in die Höhe. Macht nichts, die neidischen Blicke der Tauchkonkurrenz beim Après-Dive sind die Aufregung allemal wert.

Text: Claudia Piuntek

Informationen

Malediven:

Ocean-Pro
Helengeli, Nord-Male Atoll, oceanpro-diveteam.com
Die Insel Helengeli ist rund 1 km lang und ca. 135 m breit. Weil sie in einem Winkel von 90 Grad zum Außenriff steht, ist das Hausriff von beiden Seiten betauchbar. 50 klimatisierte Bungalows am Strand bilden das
Helengeli Island Resort (Tel. 00960/664/46 15, Fax 28 81, 
helengeli.net), ein Deluxe Bungalow steht direkt an der Lagune. Restaurant, Wellnessangebote und Ausflüge.


Rotes Meer:

Mövenpick Resort, El Quseir
250 Zi., Sirena Beach, El Quadim Bay, Ägypten, Tel. 0020/65/333 21 00, Fax 333 21 29,
moevenpick-hotels.com 


Sulu-See:

Lankayan Island Resort
Malaysia, Borneo, Sabah, Lankayan Island, lankayan-island.com

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