Keine Angst vor fremden KulturenVon Reiseziel bis Dresscode: So reisen Frauen sicher alleine

Von Reiseziel bis Dresscode | © mabe123, iStock

Sich einfach mal treiben lassen, ohne auf jemanden Rücksicht nehmen zu müssen: Dieses Vergnügen haben alleinreisende Frauen den urlaubenden Pärchen schon einmal voraus. Allzu lax sollten sie die Vorbereitungen des Solo-Trips allerdings nicht angehen. Gerade, wenn Frauen alleine Länder wie Indien oder Ägypten bereisen möchten, ist Umsicht angesagt.

Die Basics

Es gibt kein Land auf der Erde, das Frauen nicht alleine bereisen können. Wichtig ist allerdings, dass Sie sich etwa in Tunesien, Ägypten oder Indien nicht ohne Begleitung und bei Dunkelheit in abgelegenen oder nur wenig frequentierten Gegenden aufhalten. Viele Triebtäter schlagen bevorzugt nachts zu („Da sieht mich ja keiner“). Hinzu kommt zum Beispiel in Indien eine Mob-Mentalität. Seit der brutalen Massenvergewaltigung einer Inderin im März häufen sich Meldungen über Touristinnen, die gleich von einer ganzen Gruppe angegriffen wurden. Vor der Reise informiert das Auswärtige Amt über mögliche landesspezifische Risiken und Gebiete, die gemieden werden sollten. Vor Ort informiert man sich am besten an der Rezeption über gefährliche Stadtteile oder aber Lokale, die alleinstehende Frauen gefahrlos ansteuern können.

Der Dresscode

Um nicht als „willige Beute“ abgestempelt zu werden, ist es ratsam, sich den Kleidungsgewohnheiten der Einheimischen anzupassen. Das heißt zum Beispiel für die nächste Indienreise: kurze Hosen und Röcke besser im Koffer lassen. Auch tiefe Dekolletés gelten in manchen Kulturkreisen als Affront oder Auffoderung. Ein gewisses Gefühl von Sicherheit kann ein falscher Ehering vermitteln. Er signalisiert möglichen Angreifern sofort, dass sie eine „ehrbare“ Frau vor sich haben – und die sind in Marokko oder dem Jemen tabu. Eine Sonnenbrille ist auch keine schlechte Idee, sie hilft ganz automatisch, Distanz zu wahren.

Der Ernstfall

Sollten Sie im Urlaub unflätige Sprüche zu hören bekommen, reagieren Sie am besten gelassen. Eine schlagfertige Antwort irritiert Männer, die sonst das Kommando über die eigene Ehefrau, Schwester oder Tochter haben, und könnte sie im schlechtesten Fall zu einem tätlichen Angriff anstacheln. Sollte es einmal nicht helfen, einen Mann zu ignorieren, können Alleinreisende in einem Nebensatz ihren fiktiven Ehemann erwähnen. Diese Strategie kann sich sogar im Ernstfall bewähren: Wenn Sie laut nach ihren (nicht vorhandenen) Begleitern rufen, lassen Angreifer womöglich überrascht von Ihnen ab.

Das Allerwichtigste ist jedoch, immer auf die innere Stimme zu hören. Wenn Sie schon vor der Abreise Angst verspüren, sind Sie womöglich noch nicht dazu bereit, sich alleine in die Welt aufzumachen.

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