Eine kleine Karte fürs große Glück


Die Kreditkarte gehört für viele Urlauber genauso ins Gepäck wie der Reisepass. Kreditkarteninhaber können jederzeit sicher und bequem bezahlen.

Vorteile von Kreditkarten — zu Hause und auf Reisen

Vor allem im Zeitalter des Online-Shoppings gehören Kreditkarten zu den beliebtesten Zahlungsmitteln. Und auch auf Reisen garantieren sie eine hohe Flexibilität und Spontaneität: Man ist weder ständig auf der Suche nach einem Geldautomaten, noch muss man größere Bargeldbeträge mit sich herumtragen. Bei einer Kreditkarte wird dem Inhaber — wie der Name bereits verrät — ein individueller Verfügungsrahmen eingeräumt. Auf diese Weise steht ihrem Besitzer pro Monat ein gewisser Geldbetrag zur Verfügung, der mit dem jeweiligen Kreditinstitut festgelegt wird. Diese Art der Kostenkontrolle kann auch verhindern, dass die Ausgaben im Urlaub das eigene Budget sprengen. Ein weiterer Pluspunkt der Kreditkarte: Ist Bargeld bei Verlust oder Diebstahl unwiderruflich verloren, haben Kreditkarten gewöhnlich sehr niedrige Haftungsgrenzen (0-150 €). Der größte Vorteil der kleinen Plastikkarte ist allerdings die weltweite Akzeptanz. Mit über 32 Millionen Annahmestellen sind Kreditkarten zu dem bargeldlosen Zahlungsmittel schlechthin geworden.

Weltweite Akzeptanz

Im Zusammenhang mit der individuellen PIN kann der Karteninhaber auch im Urlaub Tag und Nacht Bargeld in der jeweiligen Landeswährung abheben. Die Akzeptanz-Logos gängiger Kreditkarten an Türen und in Auslagen der Geschäfte weltweit verraten, wo problemlos damit gezahlt werden kann.

So werden Kreditkarten insbesondere im Ausland häufig akzeptiert und sollten deshalb auf keiner Reise fehlen. Wer im Ausland ein Auto mieten möchte, scheitert ohne Kreditkarte in den meisten Fällen. Sehr viele Autovermieter geben ihre Autos oftmals nur gegen Vorlage einer gültigen Kreditkarte heraus. Der Grund dafür ist einfach: Der Mietwageninhaber kann einfach einen bestimmten Betrag des Kreditkarten-Limits sperren, sonst müsste eine hohe Kaution hinterlegt werden.

Vorteilhaft ist außerdem die Tatsache, dass bei der Kartennutzung in Ländern, die der EU-Währung angeschlossen sind, meistens keine Gebühren anfallen. Ansonsten variieren die Preise je nach Kreditinstitut und Reiseland. Einen Überblick über die Kosten gibt das Preis- und Leistungsverzeichnis des kartenausgebenden Instituts. Zudem haben sich einige Kreditinstitute mit Kooperationspartnern zusammengeschlossen, so dass ihre Kunden bei diesen auch im Ausland immer kostenlos am Geldautomaten abheben können. Es lohnt sich also auf jeden Fall die Nachfrage bei der eigenen Bank.

 

Worauf müssen Karteninhaber achten?

Um an Geldautomaten im In- und Ausland Bargeld abheben zu können, benötigt der Inhaber eine PIN-Nummer. Diese persönliche Geheimzahl sollte stets so eingegeben werden, dass sie niemand sehen kann. Bei Verlust der Karte sollte diese unverzüglich gesperrt werden! Das ist im Ausland unter der Nummer 0049/1805 021 021 rund um die Uhr möglich. Viele Kreditinstitute bieten zudem die Sperrnummer 116 116 an. Am besten notiert man sich die Sperrnummer, die Nummer des Girokontos und die Kartennummer vor dem Urlaub. Zusätzlich ist es möglich, sich einen "SOS-Infopass" unter www.kartensicherheit.de herunterzuladen und auszudrucken.

iPhone-Besitzer können sich auch kostenlos die App "Reise + Geld" des Bankenverbandes herunterladen, die einen Click-to-call-Notruf zu den verschiedenen Sperrnummern bietet. Für unkompliziertes und kostengünstiges Nutzen der Kreditkarte im Urlaub empfiehlt es sich, vor Reiseantritt die Nutzungsmöglichkeiten beim zuständigen Kreditinstitut zu erfragen.


Text: Julia Heyne

Weitere Infos:

Der "SOS-Infopass": kartensicherheit.de
Die App "Reise + Geld": bankenverband.de

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