Naturpark Altmühltal: Einfach mal Steine klopfen

An besonders lebhaften Tagen zählt Romana Matzner schon einmal 350 bis 380 Besucher im Steinbruch Blumenberg bei Eichstätt. Viele bleiben nur ein, zwei Stunden und leihen sich Ungewöhnliches, aber Unverzichtbares von der Kioskbetreiberin: Hammer und Meißel. Ohne diese Accessoires ist der Besuch des Steinbruchs nämlich halb so spannend. Denn nur, wer ordentlich klopft und hämmert, wird vielleicht mit einem Fossilienfund belohnt.

Unter Riesenlibellen und Krebsen

Die Steinbrüche rund um Eichstätt und Solnhofen, in denen auch die Überbleibsel des Urvogels Archaeopteryx gefunden wurden, sind ein Paradies für Liebhaber versteinerter Kreaturen. Die Kalkplatten, die am Grunde des Jurameers vor rund 200 Mio. Jahren entstanden sind, bergen erstaunliche Zeugnisse urzeitlichen Lebens: Riesenlibellen und Flugsaurier, Tintenfische und Ammoniten, Seesterne und Krebse, Quastenflosser und Rochen.

Mal Glück, mal Pech

Unten im Steinbruch heißt es erst einmal, ein geeignetes Plätzchen zu finden, um die berühmten Solnhofener Platten abzutragen. „Wenn du Glück hast, dann findest du gleich was, wenn du Pech hast, klopfst du den ganzen Tag und findest nichts anderes als einen kleinen Haarstern“, berichtet ein Vater aus Bad Tölz, der 150 km Anfahrt in Kauf genommen hat, um mit seinem zehnjährigen Sohn Sebastian nach Blumenberg zu kommen. Der Steinbruch ist einer von mehreren Hobbysteinbrüchen im Naturpark Altmühltal, die gegen eine kleine Gebühr von den Fossiliensammlern genutzt werden können.

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