Ein Traum geht in ErfüllungVon Ecuador nach Alaska

Panamericana

Janne und Jupp Schlunke bereisen mit ihrem Wohnmobil Amerika entlang der berühmten Reiseroute Panamericana. Die ersten drei Monate ihrer Reise haben sie schon hinter sich. In den nächsten drei Monaten geht es von Ecuador aus weiter über Kolumbien, die Länder Zentralamerikas, die Westküste der USA und die Weiten Kanadas nach Alaska, das nördlichste Ziel ihrer Reise. Auf ihrer langen Reise entlang der Panamericana erleben sie faszinierende Landschaften und sammeln viele bleibende Eindrücke.

Wir stellen schnell fest, dass die 9 Monate, die wir uns für diese Reise als Limit gesteckt haben, einfach nicht ausreichen. Aber reichen 24 Monate, oder 36 Monate? Die Eindrücke und Erlebnisse die wir auf unserer Reise sammeln, sind so vielfältig und schön, dass es schwer ist, alles im Hinterkopf zu behalten. Kaum haben wir ein Land ein wenig entdeckt und fangen an, Land und Leute kennenzulernen, müssen wir leider schon weiterfahren.

Wir sind in Ecuador und überschreiten den Äquator. Ein tolles Erlebnis und unglaubliches Gefühl, mit einem Bein auf der Südhalbkugel und mit dem anderen auf der Nordhalbkugel zu stehen. Faszinierend ist, dass sich der Wasserstrudel im Waschbecken auf der Südseite der Erdkugel links herum dreht, auf der Nordseite aber rechts herum. Ecuador ist so vielfältig und begeistert uns mit einer üppigen Vegetation, wunderschönen Landschaften und liebenswerten Menschen.

Als nächstes Land empfängt uns Kolumbien und ähnlich wie Ecuador überrascht uns Kolumbien: Ein modernes Land mit einer modernen Infrastruktur. Uns bieten sich wunderschöne kleine Städtchen, liebenswerte, freundliche Menschen und eine üppige Natur. In Kolumbien sind wir ein paar Tage in Cartagena und genießen die unter der UNESCO Weltkulturerbe stehende koloniale Altstadt. Von Cartagena müssen wir unser Wohnmobil nach Panama verschiffen, da zwischen Kolumbien und Panama die Panamericana unterbrochen ist. Wir bemerken, dass wir entgegen den Erwartungen, uns bisher auf der gesamten Reise sicher gefühlt und nicht einmal auch nur ein bisschen Angst haben mussten.

Wir verabschieden uns schweren Herzens von Südamerika. In Zentral-Amerika empfängt uns Panama-City als moderne Finanzmetropole, deren Skyline der von Manhattan ähnelt. Wir bestaunen den Panama-Kanal und genießen die wunderschönen Strände an der Karibik- und an der Pazifik-Küste. Hier bleiben wir einfach ein paar Tage und ernähren uns von Kokosnüssen und frisch gefangenem Fisch.

Auf der Weiterfahrt durch Costa Rica wechseln Vulkane mit Regenwald und die Panamericana zieht sich hier in noch einmal auf 3.200 m hoch, durch üppiges Grün.

Wir durchqueren Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala, und fahren von Belize nach zur Yukatan-Halbinsel in Mexico. Hier in Yukatan sehen wir die tollen Ausgrabungen der Mayas. Über Veracruz geht es dann weiter nach Mexico City. Die 25 Millionen Stadt, in der wir 3 Tage verbringen, ist einfach unglaublich vielfältig und schön. Dann verabschieden wir uns von den Pyramiden der Azteken und den hochentwickelten Kulturen der Vorfahren dieser tollen Länder Zentralamerikas.

In Nogales reisen wir von Mexico in die USA ein. Auch hier gibt es, wie an allen anderen Grenzen, keine Probleme. Arizona, New Mexico und Colorado sind dann wieder vertrautes Terrain für uns. Trotz mehrfacher Besuche sind aber die Nationalparks des Südwestens immer wieder atemberaubend schön. Durch den Yosemite-Nationalpark in Kalifornien kommen wir nach San Francisco und über die Golden Gate Bridge an die nördliche Westküste der USA.

Dieser wilden, wunderschönen Küste folgen wir über Oregon und Washington nach Kanada. Es ist Frühsommer in Kanada, die Berge sind noch schneebedeckt und wir haben blauen Himmel und Sonnenschein. Der Banff-Nationalpark ist einfach umwerfend und grandiose und spektakuläre Straßen bringen uns über Lake Luise nach Jasper. Danach durchqueren wir die unendlich weite Landschaft von British Columbia, doch die lange Fahrt lohnt sich: Im schönen Yukon Territorium erwarten uns Goldgräberstädtchen, wilde Landschaften und Bären, Bisons, Elche und Steinböcke begleiten uns. Der Klondike River erinnert uns an die Abenteurer der Goldgräberzeiten.

Und dann kommen wir nach Alaska. Wir glauben es fast selber nicht, dass wir unser Ziel fast erreicht haben. Nach 40.000 km, einmal um die halbe Welt, sind es nur noch ein paar hundert Kilometer zum Arctic Circle.

Wir besuchen Fairbanks und Anchorage, stellen aber schnell fest, dass uns die zerklüfteten Küsten mit ihren weit ins Land reichenden Fjorden und den kleinen Fischerdörfern viel besser gefallen. Wir fahren über den „Top of the World“ Highway, bestaunen die Gletscher, die grandiosen Berge im Denali-Nationalpark und tausende von kleinen und größeren, kristallklaren Bergseen.

Schade, dass wir für dieses wunderschöne und atemberaubende Land nicht mehr Zeit haben, aber wir müssen an den Rückweg denken. Bis nach Halifax an der Ostküste Kanadas, von wo wir verschiffen und nach Deutschland zurück fliegen, sind es noch fast 9.000 km. Wir freuen uns auf diese letzen Abschnitt unserer Reise. Dass es dann wirklich zu Ende geht, werden wir wohl erst in Halifax realisieren, aber wir haben ja noch 5 Wochen Reisezeit vor uns.

« Zur Übersicht

  • Seite 4 von 4
Nach oben