Jede Reise geht einmal zu Ende...Ende der Panamericana-Traumreise

Panamericana

Janne und Jupp Schlunke erfüllten sich ihren Lebenstraum – eine Reise auf der Panamericana von Feuerland nach Alaska. Die beiden haben auf ihrer faszinierenden, 9-monatigen Traumreise mit dem Wohnmobil viele Abenteuer erlebt, neue Länder und fremde Kulturen kennen gelernt. Mittlerweile sind sie wieder zurück in Deutschland und erinnern sich an die unzähligen Eindrücke Ihrer langen Reise.

Der Alltag hat uns wieder. Es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht, und wie schnell alles vorüber ist. Im Oktober letzten Jahres haben wir unsere Panamericana-Reise gestartet, jetzt liegen 9 Monate und gute 50.000 km hinter uns. Es war eine unglaubliche Reise, voller neuer Eindrücke, Erlebnisse und Abenteuer.

Vor 9 Monaten fing alles an, als wir unser Wohnmobil in Buenos Aires aus dem Hafen abholten. Nein, eigentlich fing alles viel, viel früher an. Vor 20 Jahren schon, nach der Lektüre der ersten Reiseberichte und Filmberichte über diese sensationelle Straße von Alaska nach Feuerland, (oder umgekehrt, wie wir es gemacht haben) wuchs der Wunsch, diese Strecke selber einmal zu bereisen. Aber die Voraussetzungen dafür müssen natürlich stimmen. Zuerst einmal muss der Lebenspartner uneingeschränkt JA zu dem Abenteuer sagen. Dann muss man entweder Rentner sein, oder eine Auszeit im Job nehmen können. Außerdem muss ein geeignetes Wohnmobil da sein und die Reise ist ja auch nicht ganz billig. Bei uns passte alles.

Wir verschifften unser kleines Wohnmobil nach Buenos Aires und starteten Richtung Süden. Zuerst mal nach Patagonien, dem südlichsten Zipfel Argentiniens. Hier beginnt, oder endet die Panamericana. Dann Richtung Norden, Alaska wartete auf uns. Wir durchquerten Südamerika und waren überrascht von der Schönheit und Vielfältigkeit dieses Kontinents. Die alten hochentwickelten Indianerkulturen, die freundlichen Menschen, die üppige Vegetation, die unglaubliche Tierwelt, die Anden auf über 5.000 m Höhe und die weite der Atacama Wüste. Wir genossen jeden Tag und erlebten jeden Tag Neues.

Von Cartagena in Kolumbien mussten wir unser Wohnmobil nochmal verschiffen. Die Panamericana ist hier unterbrochen, das Gelände ist sumpfig und das Gebiet gehört der Drogenmafia. In Zentral- bzw. Mittelamerika angekommen, fuhren wir durch die Staaten wie Panama, Costa Rica, Honduras, El Salvador, Guatemala, Belize und Mexiko.

Ich möchte hier nochmal darauf hinweisen, dass wir uns auf der ganzen Reise absolut sicher gefühlt haben und nie mit kriminellen Situationen konfrontiert wurden. Wir haben natürlich auch sogfältig geplant und die Übernachtungsplätze entsprechend ausgesucht. Mal auf Campingplätzen, mal auf Kaffeefinkas, auf Hotelparkplätzen oder auf privatem Gelände.

Ende April überquerten wir die Grenze von Mexiko in die USA. Auch hier, wie an allen anderen Grenzübergängen verlief alles ohne Stress und Probleme. Keine korrupte Polizei oder Grenzbeamte, wie so oft behauptet wird. Wir genossen den Westen der USA (das alleine wäre eine 9-monatige Reise wert), und kamen nach Kanada. Wir durchfahren den Banff Nationalpark, das Yukon-Territory bis nach Alaska. Diese riesengroßen Länder, wie Kanada und Alaska lassen einen manchmal glauben, alleine auf der Welt zu sein. Bären, Elche, Steinböcke und Seeadler reisten mit uns.

Dann waren wir am Arctic Circle angekommen, dem Ende unserer Panamericana Reise. Nicht aber am Ende unseres Trips. Wir mussten noch quer durch Kanada, an die Ostküste nach Halifax, Nova Scotia. Von hier verschifften wir unser Wohnmobil zurück nach Good Old Germany.

9 Monate und ca. 50.000 km liegen hinter uns. Die Angst, dass die Fahrerei nervig wird, hat sich nicht bestätigt. Jeder neue Tag hinter dem Steuer unseres Wohnmobils hat Spaß gemacht. Jeden Tag neue Erlebnisse, neue Eindrücke, neue Länder. Wir hatten Tagesetappen von manchmal nur 100 km auf üblen Pisten, manchmal auch 300 oder 400 km auf guten Straßen. Ich habe jeden Tag hinter dem Steuer unseres Autos genossen. Unser Wohnmobil hat die 50.000 km übrigens ohne Probleme überstanden. 2 Ölwechsel unterwegs und 2 neue Vorderreifen waren alles, was wir machen mussten.

Meine Frau fragte mich im Flugzeug nach Deutschland, ob ich den Trip nochmal machen würde. Natürlich, habe ich geantwortet, sofort wieder.

 

Jupp Schlunke

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