... Prags jüdisches Viertel: Kaffee mit Kafka

 

Immer wieder Kafka

Noch zu sehen sind das geduckte, blaue Häuschen in der Goldmachergasse 22 in der Burg, in dem Kafka 1916 lebte, und das luxuriöse Palais Schönborn in Mala Strana, heute Sitz der US-Botschaft. In der Nähe befindet sich das Franz-Kafka-Museum, das Privatleute 2005 eröffneten. Im „Café Franz Kafka“, in dem er seinerzeit gerne zu Gast war, hängen Porträts des Literaten. An der Spanischen Synagoge steht ein kurioses Kafka-Denkmal. Begraben liegt er allerdings auf dem neuen jüdischen Friedhof im Osten Prags. Der viel besuchte schlanke, weiße Grabstein steht rechts des Haupttores in der ersten Reihe.

Edle Pariser Adressen

Die eleganteste und teuerste Flaniermeile Prags liegt mitten in Josefov und heißt (natürlich!) Parizska, Pariser Straße. Hier halten Türsteher Kundinnen von Cartier, Dior, Gucci, Burberry und Hermes die Türen auf. Dazwischen finden sich immer noch einige traditionelle Geschäfte mit böhmischem Glas und Schmuck.

Vivaldi ganz historisch

Die schicksten Restaurants sind hier das „Barock“« (Nr. 22) und das „Pravda“ (Nr. 17), die in weiß-rotem Ambiente internationale Küche servieren, abends zu Livemusik. Ein paar Häuser weiter ist eine Filiale von »CoffeeHeaven«, das osteuropäische Starbucks-Pendant mit Coffee-to-go (ab € 3). In vielen Kirchen der Altstadt, dem Rudolfinum und in den Art-Deco-Sälen des Gemeindehauses finden allabendlich klassische Konzerte statt. Die Chance, Vivaldi & Co. in einem historischen Gemäuer lauschen zu können, liegt bei einhundert Prozent.

Text: Andrea Bonder

Jüdisches Museum:
jewishmuseum.cz

Übernachten

Corinthia Towers
Kongresová 1, Metro Vysehrad, Tel. 0042-2-61191111, corinthia.cz
Einen tollen Blick über die gesamte Altstadt hat man vom außerhalb gelegenen, 26-stöckigen Hotel, daher Zimmer mit City View buchen und die Pooletage mit Panoramafenstern im obersten Stock besuchen

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