... Immer wieder Prag: Ganz schön charmant

 

Die größte Burg der Welt

Auf der anderen Flussseite hat man den Hradschin nur früh am Morgen noch für sich allein. Durch den riesigen Veitsdom, einige der Museen und die Höfe mit den königlichen und kirchlichen Gebäuden der 700 Jahre alten, größten Burg¬anlage der Welt kann man kostenlos schlendern. Die fotogenen Häuschen der Goldmachergasse, den Daliborka-Turm, die barocke Basilika und den alten Königspalast bekommt man aber nur gegen Eintritt zu sehen, und genau hier ballen sich tagsüber die Gruppen.

Wachposten mit Aussicht

Dann sind wir aber längst auf dem Burgvorplatz, der von Palästen, Kloster und Kirche gesäumt ist, und beobachten das Wechselspiel zwischen Touristen und stramm stehenden Wachen. Von hier aus ist der Blick herrlich, über die roten Dächer der Stadt geht er, aus deren Meer einige Kirchturmspitzen, Hochhaustürme und grüne Baumkronen herausragen.

Geschichtsträchtiges Pflaster

Anschließend einfach dem Strom folgen und sich über die Karlsbrücke unter dem Brückenturm hindurch entlang der Karlova zum Altstädter Ring treiben lassen. Zu jeder vollen Stunde sammeln sich vor der Astronomischen Rathausuhr aus dem ausgehenden 15. Jh. Schaulustige, um die dann erscheinenden Apostelfiguren zu fotografieren. Rund um den Platz ragt aus den Gotik-, Rokoko- und Renaissancehäusern die Theyn- und die Sankt-Nikolaus-Kirche hervor. Viele Besucher lassen sich rund um das Jan-Hus-Denkmal oder in einem der Straßencafés nieder, um die Szenerie auf sich wirken zu lassen. Oder brechen zu einer Kutschfahrt im Fiaker auf – direkt hinein in die Vergangenheit.

Text: Andrea Bonder

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