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Zu Besuch beim Patenkind in Indien"Einer der schönsten Tage in unserem Leben"

Ehepaar Reinhart aus Frankfurt unterstützt seit neun Jahren über World Vision ein Patenkind in Indien. Im Frühjahr 2012 besuchten sie ihr Patenkind und überzeugten sich von der Arbeit vor Ort. Eine bewegende Begegnung für Paten wie Patenkind gleichermaßen!

"Wir hatten beschlossen, das World Vision-Team vor Ort schon am Tag vor dem Besuch von Ratnadip mit Familie zu treffen. Eine gute Entscheidung, da wir so ohne Zeitdruck den großen Tag vorbereiten konnten. Alle Mitarbeiter vor Ort waren ausgesprochen höflich, nett und sehr hilfsbereit. Da wir Indien schon zuvor bereist hatten, waren wir auch andere Gepflogenheiten gewohnt und dementsprechend positiv überrascht.

Der große Moment – das erste Treffen mit dem Patenkind

Am 29. Februar holte uns John, ein indischer World Vision-Mitarbeiter, ab und brachte uns nach Omerga. In dem dortigen Büro von World Vision sollten wir Ratnadip und seine Familie kennen lernen. Dort war schon alles für die Begegnung hergerichtet: ein eigener Raum mit einem großen Tisch, an dem später alle Platz finden sollten und entsprechend viele Stühle. Erst nach unserer Ankunft wurden Ratnadip und seine Familie abgeholt, wir warteten währenddessen und fühlten uns sehr nervös.

Dann kam der große Moment – das Gegenübertreten! Ich kann nicht sagen wer aufgeregter war, wir oder Ratnadip und seine Familie. Für mich war das ein sehr emotionaler Moment. Wir wurden herzlich mit Blumen begrüßt. Vater und Mutter begrüßten uns zuerst, dann folgten Ratnadip und seine vier Brüder. Ich glaube, meine Größe hat die Familie zum Anfang nochmals zusätzlich eingeschüchtert, aber das legte sich bald.

Dank der World Vision-Mitarbeiter John und Edward, die uns geholfen haben, das Gespräch zu starten, hat sich die Situation sehr schnell normalisiert. Aus erster Hand zu erfahren, wie der indische Alltag auf dem Land aussieht, ist doch ganz anders als Reportagen darüber zu sehen! Um 4.30 Uhr aufstehen um das Essen für den Tag vorzubereiten, dann den ganzen Tag auf den Markt, um Obst zu verkaufen (Vater) oder aufs Feld zu gehen (Mutter), um den Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn dann alles gut gelaufen ist, erlaubt man sich abends ab und zu eine halbe Stunde Fernsehen. Ganz anders, als das Leben, das wir gewohnt sind!

Wie erklärt man, was Schnee ist?

Umgekehrt war das Staunen über die verschiedenen Jahreszeiten in Deutschland groß. Wir hatten einen Kalender mitgebracht, der unsere Natur zu den unterschiedlichen Zeiten zeigt. Das Highlight dabei war natürlich der Schnee! Das ist gar nicht einfach zu erklären in einer Region, in der so etwas wie eine Heizung unvorstellbar ist.

Natürlich war bei Ratnatip die Schule ein großes Thema. So wie ich es empfunden habe, ist er sehr ehrgeizig und versucht seinen jüngeren Brüdern ein gutes Beispiel zu sein. Wir haben aber auch erfahren, dass für das Spielen genug Zeit bleibt und er Kind sein darf.

Glückliche Augen gab es natürlich beim Überreichen der Geschenke. Als es dann nach gut 2 Stunden ein gemeinsames Essen gab, haben wir uns alle gefragt, wie die Zeit so schnell vergehen konnte!

Herzlicher Empfang in der Grundschule

Danach gingen wir vorerst getrennte Wege. Um einen besseren Einblick in World Visions Arbeit vor Ort zu erhalten, wurden wir zu einer Grundschule gebracht. Die Kinder und Lehrkräfte erwarteten uns bereits; wieder wurden wir mit Blumen empfangen.

Im Klassenraum selbst waren Stühle für uns bereit gestellt und es wurde uns zu Ehren eine Zeremonie gestartet. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurde der hinduistische Gott der Bildung geehrt.

Dann wurde uns für unseren Einsatz gedankt, es gab Blumenkränze, Farbe auf die Stirn und Schultertücher als Ehrerbietung. Wir haben uns wie Staatsgäste gefühlt! Es folgte ein buntes Programm mit Tanz, Gedichten und der Vorstellung des Kinderparlaments.

Diese spielerische Form der Auseinandersetzung mit Rechten und Pflichten, in den insbesondere die Mädchen vermittelt bekommen, was ihnen zusteht, hat uns sehr beeindruckt. Leider ist das Bild der "Pativrata" (der idealen Frau, die sich vollkommen dem Mann ergibt), immer noch weit verbreitet, was genau diese Arbeit umso wichtiger macht.

Besuch beim Patenkind daheim

Schließlich stand noch der Besuch von Ratnadip und seiner Familie im eigenen Heim an. Auch dort waren Stühle und ein Tisch für uns aufgebaut und es gab Obst vom Stand von Ratnadips Vater. Meiner Frau Daniela wurde von der Familie noch ein Sari geschenkt, der gleich angezogen werden musste. Mir wickelte der Vater einen Turban um den Kopf.

Eigentlich wollten wir das nicht, schließlich waren wir ja diejenigen, die Geschenke mitgebracht haben. Aber es war Ratnadips Familie sehr wichtig uns auf diese Weise ihre Dankbarkeit zu zeigen. Problematisch wurde es nur, meine Frau mit Handreifen zu beschenken. Für ihre eigentlich recht zierlichen Handgelenke waren die Ringe zu klein! Ratnadips Großmutter, die mit der Familie lebt, hat bestimmt zehn verschieden Ringsorten holen müssen, bis eine passende gefunden wurde.

Mit lachenden Gesichtern auf allen Seiten haben wir uns schließlich von Ratnadip und seiner Familie verabschiedet.“

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Über World Vision

World Vision ist ein christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenhilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Unterstützung von Kindern, Familien und ihrem Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit. Als Christen unterschiedlicher Konfessionen helfen die Mitarbeiter von World Vision weltweit Menschen in Not, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität.

World Vision Deutschland wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüft und empfohlen und unterliegt der Selbstverpflichtung des Deutschen Spendenrates. World Vision Deutschland ist Mitglied bei „Aktion Deutschland Hilft“, dem Bündnis von zehn deutschen Hilfswerken unter der Schirmherrschaft von Richard von Weizsäcker. International unterhält World Vision offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF und hat Beraterstatus beim Flüchtlingskommissariat (UNHCR).

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